Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund will nachts nicht allein schlafen

Thema: Allgemeines
  Thüringen
Jo_Mo schrieb am 09.07.2016   Thüringen
Angaben zum Hund: Dackel, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
mein Dackel, 8 Monate, möchte nicht allein schlafen. Sie akzeptiert zwar, dass sie nicht mit ins Bett darf, aber aus dem Schlafzimmer aus sperren kann ich sie nicht. Nach einer Stunde kläffen muss ich aufgeben, da ich befürchte, dass sich sonst die Nachbarn beschweren.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 23.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Ihr Hund ist sehr unsicher und sucht übertrieben Ihre Nähe.Beginnen Sie draußen Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles, wenn sie uns nicht zutrauen, mit Situationen klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Partner: Hundewelt, siehe meine Artikel
    Und www.fuettere-gutes.de
    Bald wird sie drinnen zufriedener und müder sein. Lassen Sie sie in Ihrem Schlafzimmer, bis das Sicherheits- und Schutzprogramm greift, dann beginnen Sie sie vor der Tür schlafen zu lassen - alles ohne Zwang und mit Zeit,
    viele Erfolg
    Inge Büttner-Vogt

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