Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

John - Verhaltensveränderung

Thema: Allgemeines
caroline schrieb am 15.10.2013
Angaben zum Hund: Terrier, Jack Russel, männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo... Mein Name ist Caroline, ich bin 26 Jahre alt. Mein Freund hat 2 Jack Russel. John und Ted. Leider benimmt sich John seit einiger Zeit komisch mir gegenüber. Ich kenne beide Hunde seit ihrer Geburt und mag sie sehr. Ich dachte auch immer dass beide mich sehr mögen :-) Also vor etwa 2 Wochen klaute John Ted's Kauknochen. Ich hatte beiden einen Knochen gegeben nach einem Spazierganz. Also ging ich zu John und wollte ihm einen der 2 Knochen wegnehmen als er mich anknurrte. Das hat er vorher noch nie gemacht. Ich war schockiert und zog die Hand erschrocken zurück. Wahrscheinlich hätte ich mich durchsetzen sollen. Seit diesem Tag benimmt John sich mir gegenüber seltsam. Er starrt mich ganz oft an wenn er in seinem Körbchen liegt, wenn ich dann zu ihm gehe und ihn streicheln möchte liegt er ganz steif da und starrt mich an. Früher haette er sich auf den Rücken gerollt und sich streicheln lassen. Wenn ich ihn zu mir rufe und er auf meinen Schoß springt starrt er mich auch an. Früher haette er sich auf meinen Schoß gelegt und wäre irgendwann eingeschlafen. Er kommt auch dann während diesem Starren ganz nah an mein Gesicht mit seiner Schnauze.

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Antworten(1)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 16.10.2013
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Caroline,
    John bedroht Sie durch das Anstarren und die Körpersteifheit.Holen Sie sich seinen respekt zurück und werden Sie wieder der Rudelführer. Fangen Sie schon zu Hause an Ihrem Hund die Rudelführung zu nehmen. Die wichtigen Ressourcen für den Hund wie Futter, erhöhte Positionen, soziale Interaktionen sollen zukünftig von Ihnen ausgehen und von Ihnen beendet werden. Also kein Futter zu freien Verfügung stehen lassen, das Futter erarbeiten lassen bei z.B. Such - und Erziehungsspielen, keine erhöhten Positionen von alleine einnehmen lassen, Hundeplatz an geschützte Stellen wo der Hund nicht alles gut übersehen kann stellen (auf keinen Fall im Flur), der Mensch beginnt und beendet die sozialen Aktionen wie Spiel oder Streicheln. Draußen sollten Sie den Hund führen. Das heisst der Hund richtet sich in Tempo und Richtung nach dem Menschen. Benutzen Sie keine Flexileine! Beobachten Sie sich selbst: atmen Sie ruhig, reden Sie nicht beruhigend auf den Hund ein, laufen Sie gerade und schauen Sie nicht die ganze Zeit den Hund an. Werden Sie zum souveränen Rudelführer. Dann kann Ihr Hund diese Position abgeben. Im Fall von John würde ich ihn jetzt ersteinmal ingnorieren und gar nicht streicheln. Auch auf erhöhte Positionen würde ich ihn nicht springen lassen. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen. Beste Grüße Barbara Nehring

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