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Husky Erziehungstipps

Thema: Allgemeines
  Bremen
Huskymania schrieb am 15.12.2015   Bremen
Angaben zum Hund: Husky, Siberian& Malamute mix, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
wir haben eine 7 monatige Huskyhündin adoptiert. Die vorherige Besitzerin musste sie abgeben. Nun aber zu den Problemen. An der Leine zieht sie , als wäre sie nie zuvor an der Leine gegangen .Sie stellt sich auf zwei Beine sobald sie einen anderen Hund sieht oder etwas ähnlich interessantessieht.Wenn sie dann einen hund anvisiert hat, wendet sie die augen nicht mehr ab .Man kann so viel rufen und mit Leckerlies locken   ,sie reagiert nicht mehr .wir sind ziemlich ratlos wie wir damit umgehen sollen. Da sie so stark zieht ist es auch schwieriger für mich als Frau geworden sie zu halten , da es unheimlich anstrengend ist. Ein weiterer Punkt ist , dass sie im Haus die Tapeten und Fußleisten anknabbert und sogar ein loch in der wand ist da sie mit ihren krallen sehr begabt ist. Das macht sie naturlich nur wenn wir weg sind . Sie ist nie länger als 2 std alleine aber selbst wenn wir nur 10 min draussen sind ,ist auf einmal die Tapete abgezogen.
Ein weiteres Problem ist , dass sie sich auf Tische als auch die Arbeitsplatte aufstellt ,um sich Gegenstände runterzuholen. selbst wenn wir da sind aber nicht aufmerksam sind tut sie das. Und der letzte punkt ist ,dass sie auf dem hundeplatz unseren kleinen hund immer attackiert.Nicht aggressiv aber sie ist so unvorsichtig dass sie ihn umrennt und immer am nacken runtwerdrücken will während sie laufen. Das finde ich sehr schade ,weil sie sonst immer so liebevoll zueinander sind .Bei der vorherigen Besitzeri muss sie keinerlei erziehung genossen haben.

Wir sind für Tipps und Anregungen dankbar
Liebe Grüße

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    die Hündin hat offensichtlch, wie Sie auch schon bemerkt haben, keinerlei Erziehung genossen. Das müssten Sie jetzt übernehmen.
    Was mir als erstes einfällt ist, das die Hündin nicht ausgelastet ist. Ein Husky muss rennen um sich wohlzufühlen. Üben Sie deshalb zuerst den sicheren Rückruf. Befestigen Sie dazu eine Schleppleineam Halsband. Rufen Sie den Hund und ziehen ihn dann zu sich. Dann belohnen und sofort laufen lassen, also kein "Sitz" oder Ähnliches.
    Sehr wichtig: Rufen Sie nur einmal und handeln dann sofort, also den Hund zu sich ziehen.
    Meistens liegt das Ziehen an der Art, wie die Leine gehalten wird. Oft wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Mißerfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, damit er keinen Erfolg hat. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen.
    Die Hündin hat wahrscheinlich uch nie gelernt, alleine zu bleiben. Üben Sie mit ihr das Alleinebleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und reinkomen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen lanweilig finden, erst dann kann er entspannen. Wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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