Hund quengelt & kläfft

Allgemeines
mbr10 schrieb am 06.09.2020
Hallöchen zusammen und HIIILLLFFFEEEE! Ich habe einen 9 Jahre alten Bolonka Rüden. Er ist wirklich ein supi Hündchen nur habe ich 2 Probleme wo ich nicht weiter weiss: Ich arbeite morgens und wenn ich Mittags nach Hause komme, (zu hause ist er brav und zufrieden) meinem Hundchen das Essen gebe dann weiss er haargenau dass wir nachher spazieren gehen. ..meist fahren wir mit dem Auto ca. 5 Minuten..und dann "tickt" er so aus dass ich einen halben Hörschaden habe jedesmal bis wir aussteigen. Er kläfft, bellt usw... Wie kann ich das abgewöhnen? Er ist dann so in seinem Element dass er auf gar nichts mehr reagiert... Da einzige was hilft schnellst möglich anhalten und ihn raus lassen.

Problem Nr. 2 ist: Ich bin Stv. in unserer Abteilung (Autogarage) und wenn mein Chef Ferien hat ist jetzt neu dass ich am Nachmittag bis ca 16.00 Uhr auch in der Firma sein muss. Mein Chef sagte ich kann ja den Hund mitnehmen....Einen mega schönen Zug von Ihm...aber... Wenn ich meinem Bolonka sein Stoffhäuschen mitnehme und ihn in der "Halle" an ein geschütztes Örtchen tu damit er mich sieht dann quengelt und kläfft er und will immer zu mir....ganz schlimm wird es wenn ich dann ans Telefon muss oder wer zu mir kommt und redet mit mir.....dann wird er unheimlich laut mit seinem gekläffe... Dann dachte ich letzte Woche (testete es einen Nachmittag) ich lasse ihn einfach in seiner "gewohnten Umgebung" in meinem Auto. Da ich einen Smart habe ist es ja handlich ;) . Das Auto natürlich auch in der Halle damit er mich sieht und weiss dass er nicht alleine ist, und die Scheiben unten... es war besser....aber die Ruhe hatte er trotzdem nicht...und sobald dass jemand kam fing das gequische, gebelle und gekläffe an. Jedesmal wenn ich dann ans Auto ging sprang er mich an und kroch fast in mich....und konnte ihn nur schwer gegen seinen Willen wieder ins Auto tun...

Er ist ein bisschen ein sensiebelchen...ich musste dann in der kommenden Nacht auch 2 mal raus mit ihm ...weiss allerdings nicht ob dies einen Zusammenhang hat.... Er hat irgendwie einfach "Probleme" damit wenn etwas anders ist als wie sonst. Tja das sind leider meine Bolonka Probleme... Sonst ist er ja eine kleine Knuddeltasche... ;) Vor allem bei Problem 2 ist es sehr wichtig denn ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren dass ich mein Hund in 6 Wochen oder mehr im Jahr den ganzen Tag alleine lassen muss... und besser als wie dass ich ihn zur Arbeit mitnehmen kann kann ich es ja kaum haben...wenn es nur irgendwie funktionieren würde.. :( Ich hoffe Sie haben irgend eine Idee für mich?!?! Übernächste Woche hat mein Chef Ferien und nächste Woche dachte ich probiere ich dies nochmals mit dem Auto in die Halle....oder haben Sie eine andere Idee für mich? Ach ja...in der besagten Halle arbeite ich eigentlich alleine aber es kommen halt Mitarbeiter etc die was wissen müssen oder brauchen und Fahrzeugablieferungen finden dort auch statt....also ein gefiepe oder gekläffe ist total nicht angebraut.... Würde mich freuen wenn ich von Ihnen hören würde... ...ich weiss sonst echt nicht mehr weiter... :(

Es dankends Grüassli aus der Schweiz sendet Ihnen Marlene Reutegger
3 Antworten
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 08.09.2020
Hallo Marlene,
Ihr Hund ist kein Sensibelchen, er hat Sie ganz einfach super im Griff und wenn das mal nicht funktioniert, zeigt er Ihnen das lautstark.
Der erste Fehler ist, auf seine Wünsche schnellstmöglich einzugehen. Er bellt und Sie beeilen sich, so schnell wie möglich seine Wünsche zu erfüllen. Das ist super wenn Sie wollen, das das Ganze so weiter geht und womöglich noch schlimmer wird. Besser wäre es, dazu brauchen Sie Selbstdisziplin und Geduld, wenn sie am Ziel angekommen sind, solange KOMMENTARLOS zu warten bis er ruhig ist. Dann erst öffnen Sie die Autotür. Bellt er wieder, schließen Sie die Tür. Er darf auch erst raus, wenn er ruhig ist. Ist er wirklich ein Sensibelchen lernt er sehr schnell, dass er mit Bellen nicht das erreicht, was er will. Ansonsten brauchen sie wirklich sehr viel Geduld weil er Sie schon seit 9 Jahren erfolgreich erzogen hat.
Bellt er, wenn Sie zuhause sind, gehen Sie wortlos aus dem Zimmer, JEDESMAL. Das müssen Sie, nach 9 Jahren Erziehung, wahrscheinlich einige Stunden/Tage durchhalten.
Lassen Sie sich auch zu sonst nichts drängen. Gehen Sie auf Forderungen nicht ein, ignorieren Sie sie kommentarlos, gehen sie weg.
SIE agieren und der Hund reagiert. Ist es umgekehrt, so wie jetzt, wird Ihr Hund Ihnen auch weiterhin nicht erlauben, mit jemanden zu reden, wenn er, der Herrscher, in der Nähe ist.

Viel Erfolg..
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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mbr10 | Fragesteller/in
schrieb am 10.09.2020
Hallöchen Ellen
Vielen vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort.
Als ich Deine Antwort las tönte es für mich vollkommen logisch...
Nun bin ich voller Elan bei der Umsetzung dran.
Ich bin mega froh hast Du mir geschrieben ...ich wäre alleine nie darauf gekommen es aus dieser Sicht zu sehen und so zu reagieren.
Gerne schreibe ich Dir wieder in absehbarer Zeit wie es so hinhaut...
....also ein kleines Schlitzohr ist er ja schon... ;)
lg nochmals recht herzlichen Dank und bis bald..... (hoffe mit positivem Ergebnis)
Marlene
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Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 10.09.2020
Hallo Marlene,
ja, Hunde lernen oft recht schnell, wie sie uns dorthin bringen können wo sie uns haben wollen.
Auf die Rückmeldung freue ich mich. Falls es nicht klappen sollte kannst du mich gerne über meine Website kontaktieren und ich rufe dich dann an.

Liebe Grüße
Ellen
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