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Hund bellt Besucher an

Thema: Allgemeines
  Nordrhein-Westfalen
moniadriana schrieb am 08.08.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Yorkshire Terrier, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Unser Hund bellt Besucher an. Egal ob wir zu Hause besuch bekommen oder ob wir zu Besuch z.B. bei meiner Tochter oder meinen Eltern bin und jemand betritt den Raum. Er bellt jeden an. Manchmal macht er auch Pipi obwohl er stubenrein ist. Das ist sehr nervig und auch unangenehm, denn er hält sich dran.Warum macht er das und wie kann ich es ihm abgewöhnen. Ein kleines Problem habe ich auch mit der Leinenführigkeit. Er zieht oft ziemlich stark. obwohl ich da auch schon das übliche wie Richtung wechseln und stehen bleiben trainiert habe.
Ich würde mich über ihren Rat sehr freuen. Sonst ist mein Hund ein ganz lieber s
Schatz

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.08.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    der Kleine meint, alles regeln zu müssen weil Sie es nicht tun, zumindest aus Hundesicht nicht. Er regt sich dann so auf, dass er keine Kontrolle über die Blase hat. wenn Sie dann mit ihm schimpfen oder versuchen, Ihn zu beruhigen, auch "Aus", "Nein" und Ähnliches, verursacht das Gegenteil, denn Sie reden nur, handeln aber nicht.
    Wahrscheinlich regt er sich schon auf, wenn es klingelt, fangen Sie da am besten mit dem Training an. Üben Sie zuerst mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert, bitten Sie jemanden, zu klingeln und zu klopfen. Zuerst nur einmal kurz. Sie reagieren aber nicht darauf, schicken den Hund, wie zuvor geübt, an seinen Platz. Evtl. benötigen Sie etwas Geduld. Geben Sie aber nicht auf, lassen den Hund an seinem Platz und reagieren nicht auf das Klingeln. Wenn das bei einem Klingeln funktioniert, kann man das Geräusch steigern und wenn das dann klappt, den Besuch reinbitten. Sobald der Hund wieder bellt, gehen Sie einen Schritt zurück, bis dorthin, wo es noch funktioniert hat.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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