Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Ersthund eifersüchtig auf Zweithund

Thema: Allgemeines
  Niedersachsen
Nize83 schrieb am 29.03.2015   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Schäferhund-Mix, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Nach dem Einzug vom 2. Hund ist unsere 1. Hündin in eine Art der Depression gerutscht. Sie spielt und freut sich kaum noch. Auch ist sie futterneidisch geworden. Wie kann ich sie da aus der Depression raus holen, muss ich das überhaupt

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Antworten(3)

  • Uwe Planer
    Uwe Planer (Hundetrainer)
    schrieb am 29.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Nize,
    in Ihrem Fall wäre es anzuraten, erst einmal über einen längeren Zeitraum beide Hunde aus der Hand zu füttern. Das bedeutet, ein Hund sitzt rechts, der andere links von Ihnen und Sie splittend in der Mitte. Das Ganze so lange, bis keiner der Hunde mehr Futterneid verspürt. Dann hoffe ich mal, das die erste Hündin den Neuen Hund mit ausgesucht hat und sich darüber auch gefreut hat. Wenn das nicht der Fall war, so kann es gut passieren, dass sich die Hunde nie mögen werden. Das wäre schade. Widmen Sie auf keinen Fall einem hund mehr Zuwendung als dem Anderen. Streicheln Sie Beide gleichzeitig, auch wenn es evtl ein hund mehr einfordert. Dies gestalten Sie wie die Handfütterung. Hier können Sie noch eins drauf legen, füttern Sie aus der Hand absolut tolle Sachen und beobachten Sie ob sich die Hunde für einander interessieren. Das heist, an den gleichen Stellen schnüffeln, einer schaut was der Andere gerade treibt und so weiter.
    Niemals einen Hund bevorzugen.
    MfG Uwe Planer

  • Nize83
    Nize83
    schrieb am 31.03.2015

    Meine Hündin hat zwar den Welpen nicht mit ausgesucht, aber wir haben sie sich 2 mal treffen lassen, bevor wir den Welpen aufnahmen. In diesen Treffen gab es nie Probleme. Auch Anfangs nach dem Einzug des Welpen nicht. Sie haben auch regelmäßig miteinander gespielt. OK, ich habe da auch Fehler gemacht. Wenn der Welpe bei der Spielaufforderung zu grob war, hat sie sich gewehrt. Ich habe aber nur gesehen, dass sie ihm "drohte" und wurde dafür geschimpft. Ich habe erst spät bemerkt, wie die Situation wirklich ist. Extrem wurde diese "Depression" und das "Desinteresse am Welpen" erst, als sie Läufig war und direkt in eine Scheinschwangerschaft kam.

    Dem Welpen haben wir auch leider mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Oft rausgehen für das Stubenreintraining, die ersten Grundkommandos einüben (die Hündin war dabei und durfte jede 3te Übung machen) und der Welpe wurde ins Bett getragen (da ich 2 Katzen dazu habe, hat er immer in der Stube gepinkelt, wenn sie ihn geweckt haben).

    Jetzt geht es mir um die Schadensbegrenzung. Reicht da auch die gerecht verteilte Aufmerksamkeit aus? Oder sollte ich mich regelmäßig nur auf sie konzentrieren? Für meine Hündin ist mein Mann eine sehr wichtige Bezugsperson. Sollte er sich mehr um die Hündin kümmern?

  • Uwe Planer
    Uwe Planer (Hundetrainer)
    schrieb am 04.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Sehr geehrte Nize,
    erst mal sorry, dass ich mich erst jetzt melde.
    Sie sollten die Scheinschwangerschaft erst einmal durch lassen. Dann beim Spielen, wenn die Hündin droht schimpfen. Sonst lernt der Welpe nicht das richtige Verhalten und die Hündin wird ungerechtfertigter Weise reglementiert. Sie sagt nur, lass mich in Ruhe. Problematisch würde es nur, wenn sie den Welpen verletzt. Leider kann ich Ihnen nicht zeigen wann die Situation noch in Ordnung ist. Auch wenn der Welpe mal quietscht oder auf dem Rücken liegt und die Hündin ihn nicht aufstehen lässt. Das kann bis 20 Minuten dauern, nicht einschreiten. In diesem Fall wird der Welpe in die Schranken gewiesen. Das ist Normalverhalten. Auf keinen Fall schimpfen.
    Gehen Sie öfter mal mit Ihrer Hündin raus und spielen Sie nur mit ihr, ohne das der Welpe dabei ist. Sie muss merken, dass auch sie geliebt wird und keiner bevorzugt.

    Beste Grüße
    Uwe Planer

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