Alles, was Du über Hunde wissen solltest

Ein harmonisches Zusammenleben mit einem Hund beginnt mit dem Verständnis für seine Bedürfnisse. Jeder Hund ist anders und unterscheidet sich in Charakter, Temperament, Größe und Ansprüchen. In unseren Kategorien erfährst Du mehr über Hundegesundheit, ausgewogene Hundeernährung, Pflege, Verhalten und Training sowie die Besonderheiten verschiedener Hunderassen.

Wir geben Dir hilfreiche Tipps zur artgerechten Hundehaltung, erklären wichtige Themen rund um Vorsorge und Gesundheit und zeigen Dir, wie Du Deinen Hund im Alltag optimal unterstützen kannst. Außerdem erfährst Du, welche Hunderasse zu Deinem Lebensstil passen könnte, wie Du Deinen Hund richtig beschäftigst und worauf es bei Ernährung, Erziehung und Pflege ankommt. So kannst Du Deinen Hund besser verstehen und die Grundlage für ein langes, gesundes und glückliches Hundeleben schaffen.

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Überzüchtung erkennen

In der heutigen Zeit geht es selbst bei Haustieren nur noch darum, dass alle schöner und süßer sind. Dies führt und führte in vielen Fällen zur sogenannten Überzüchtung. Hierbei handelt es sich um eine solch starke Veränderung des ursprünglichen Genmaterials, dass sich nicht nur das Aussehen einem Wandel unterzieht. Gerade gesundheitlich entstehen für das Tier durch eine Überzüchtung negative Konsequenzen. Eindeutigstes Beispiel hierfür ist der Mops, der durch eine verkürzte Nase und sehr kleinen Schädel unter ständiger Kurzatmigkeit leidet. Hierdurch entsteht das charakteristische Schnarchen dieser Rasse und schlimmstenfalls sogar Atemnot. Eine Überzüchtung erkennen Sie jedoch nicht nur beim Mops auf den ersten Blick.

Überzüchtete Hunderassen

Eine Züchtung stellt heutzutage fast jeder Hund da, denn die wenigsten haben äußerlich noch etwas mit ihren Ahnen, dem Wolf, zu tun. Von Überzüchtung lässt sich allerdings erst sprechen, wenn die genetischen Veränderungen für das Tier selbst zur Problematik werden:

  • Schäferhund-Überzüchtung: Hinterhand niedriger gelegt; Folge: Hüftdysplasien
  • Chinesischer Faltenhund und Shar-PeiÜberzüchtung: Hautstruktur verändert, damit Falten entstehen; Folge: Entzündungen der Haut und Augen
  • Dobermann-Überzüchtung: Verkleinerter Schädel; Folge: Kopfschmerzen, die zu Aggressionen führen
  • Mops-Überzüchtung: Verkürzung Nasennebenhöhlen und Nasenbein; Folge: Kurzatmigkeit, Atemnot, Schnarchen

Was alle Überzüchtungen miteinander gemein haben, ist eine verminderte Leistungsfähigkeit, da der ursprünglich auf Kondition konzipierte Körperbau verändert wird. Gerade die aggressionsfördernden Kopfschmerzen vieler Jagd-und Hütehunde führen zu enormen Problemen. So führen die durch die verkleinerte Schädelform verursachten Kopfschmerzen dieser Hunde oftmals zur gesellschaftlichen Verurteilung. Viele Rassen werden somit als grundlegend böse und gefährlich bewertet, obwohl dies ohne Überzüchtung nicht in der Natur des Tieres liegen müsste.

Überzüchtung von Katzen

Nicht nur das genetische Erbmaterial von Hunden wurde vielfältig verändert. Auch bei Katzen können Sie Überzüchtungen erkennen. Katzen sind normalerweise durch ein geschmeidiges Fell und einen hohen Bewegungsdrang gekennzeichnet. Anders ist dies bei den sogenannten Rag Doll Cats, deren natürliche Reflexe weggezüchtet wurden. Eine Überzüchtung können Sie bei dieser Katzenart durch ein sehr träges Wesen erkennen. Rag Doll Cats liegen in der Regel lediglich auf Arm oder Sofa des Herrchens herum. Der gesundheitlich gefährliche Aspekt der Überzüchtung wird bei Nacktkatzen am deutlichsten, denn diese Katzen sehen ungesund aus. Ohne das vor Temperaturen schützende Fell leiden Nacktkatzen oft an Überhitzung oder Unterkühlung.

Ferien mit Hund und Kind

Für viele Hundebesitzer ist eine Sache klar: In den Ferien sollte auch der Vierbeiner dabei sein, denn dieser gehört schließlich zur Familie. Hierbei müssen Sie als Besitzer nur einige Dinge beachten, um die Ferien mit Hund und Kind für alle so schön wie möglich zu gestalten.

Blinde Hunde – der richtige Umgang

Ein blinder Hund kann genau wie jeder normale Hund, der beste Freund des Menschen sein. Sie sollten einen blinden Hund auch so normal wie möglich behandeln. Schenken Sie Ihrem Vierbeiner vollstes Vertrauen, damit er selbstsicher auftritt! Trauen Sie ihm Situationen zu, die Sie auch einem Hund ohne Handicap zutrauen würden. Unnötige Angst Ihrerseits spürt der Hund und wird ebenfalls unsicher.

Des Hundes andere Sinne nutzen

Werden Sie kreativ und nutzen Sie Riech- und Gehörsinn Ihres Hundes! Die Nase ist sein wichtigstes Organ. Ein blinder Hund erkundet mit seinem ausgeprägten Riechsinnes seine Umwelt, nimmt unzählige Gerüche wahr und orientiert sich an diesen. Auch sein Gehör ist unserem Gehör weit überlegen. Das Sprechen mit freundlicher Stimme hat eine positive Wirkung. Gestalten Sie Ihre gemeinsamen Spaziergänge mit interessanten Aufgaben, bei denen Ihr Vierbeiner seinen Riech- und Gehörsinn einsetzen kann. So lasten Sie ihn geistig und körperlich optimal aus. Denken Sie auch den Tastsinn Ihres Vierbeiners: Regelmäßiges Kuscheln, Kraulen und Massieren, besonders bei einem blinden Hund, stärkt die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling.

Zehn Tipps für den Umgang mit einem blinden Hund

  • Wichtige Orte wie Futter-/Schlafplatz mit Duftölen versehen, damit sich der Hund an den Düften orientieren kann.
  • Den Futter- und Schlafplatz nicht verlegen. Bei Desorientierung sollte der Hund immer zu seinem Platz begleitet werden.
  • Unnötige Hindernisse, wie Schuhe, Möbel oder Schulranzen aus dem Weg räumen, damit Ihr Hund nicht stolpert!
  • Scharfkantige Gegenstände sollten nicht frei herumliegen.
  • An Familienmitgliedern und anderen Tieren im Haushalt ein Glöckchen befestigen, damit der Hund weiß, wo sich seine Familie bzw. sein Rudel gerade aufhält.
  • Schläft der erblindete Hund auf dem Sofa oder Bett, sollte der Sprungbereich davor immer freigehalten werden.
  • Beim Treppensteigen sollte geräuschvoll auf die jeweiligen Stufen aufgetreten werden, damit der erblindete Hund an den Geräuschen erkennen kann, wo sich die nächste Stufe befindet.
  • Für den Spaziergang sollte der erblindete Hund ein Halstuch mit Blindensymbol tragen.
  • Der erblindete Hund sollte für verschiedene Situationen unterschiedliche Kommandos und Rufbefehle erhalten. So zum Beispiel beim Spazierengehen, die Begriffe rechts bzw. links und ein gleichzeitiges Klatschen auf die jeweilige Seite des Oberschenkels. Geben Sie die Kommandos ruhig, damit sich der Hund nicht unnötig erschreckt!
  • Ein gesunder Zweithund kann dem blinden Hund eine große Unterstützung in alltäglichen Situationen oder bei der Orientierung auf einem Spaziergang sein.

Wenn Sie diese einfachen Tipps beherzigen, wird Ihr blinder Hund ein glückliches Leben führen und Ihnen viel Freude bereiten.

Wie Sie Ihren Hund ans Schlafen im Hundekorb gewöhnen

Unabhängig von der Hunderasse und den jeweiligen Charaktereigenschaften bringen Haushunde gewisse Grundbedürfnisse mit sich. Neben artgerechtem Futter, ausreichender Bewegung und Spielmöglichkeiten ist auch ein gemütlicher Rückzugsort notwendig, damit sich der Vierbeiner in Ihrem Zuhause rundum wohlfühlt. Speziell in Anbetracht der Tatsache, dass ein Hund bis zu 20 Stunden am Tag schläft, döst und entspannt. Doch wie können Sie beeinflussen, dass ihr Vierbeiner seinen Platz im Hundekorb aufsucht? Im Folgenden finden Sie einige Grundsätze:

  • Der Korb sollte sich in der Nähe zentraler Treffpunkte der Menschen im Haus befinden
  • Die Korbgröße sollte sich in etwa ihrem Hund anpassen
  • Er sollte nicht in Zugluft stehen
  • Keine direkte Sonneneinstrahlung
  • Nicht direkt vor der Heizung platzieren
  • Möglichst ebenerdige Platzierung

Beschaffenheit des Hundekorbs

Um dem Liebling die Stunden im Hundekorb so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Sie auf einige grundsätzliche Aspekte in der Beschaffenheit achten. Es sollte einfach zu reinigen, langlebig und natürlich bequem sein. Um den Hundekorb vom Boden zu isolieren, bieten sich Innenmaterialien wie Styroporkugeln oder Schaumstoff an. Nebenbei sorgen diese für einen hohen Liegekomfort. Das Obermaterial sollte hingegen pflegeleicht sein. Kunstleder oder Nylon sind in diesem Zusammenhang optimale Möglichkeiten. Strapazierfähig zum einen und schnell abwaschbar zum anderen. Nicht unbedingt für Hunde geeignet, sind Plüschstoffe oder Polyester, da sich die Krallen schnell im Gewebe verfangen. Um den Wohlfühlfaktor noch weiter zu steigern, bietet sich außerdem eine Kuscheldecke an. Diese sollte am besten waschbar sein, denn auch im Winter bei Schneematsch und Wind werden sich einzelne Schmutzpartikel im Korb wiederfinden. Reisefreudige Hundebesitzer sind ebenso gut beraten, den Hundekorb hinsichtlich seines Gewichts und Stauraums auszuwählen.

Reinigung des Hundekorbs

Damit sich Ihr Vierbeiner langfristig in seinem Korb wohlfühlt, ist eine regelmäßige Reinigung unerlässlich. Hier sollten sie folgende Regeln beherzigen:

  • Stark haarende Rassen verschmutzen ihren Korb schneller
  • Dreck zieht Parasiten und Krankheitserreger an
  • Eine zweite Decke bereithalten
  • Reinigung vor dem ersten Gebrauch

Das Hundebett für den Außenbereich

Um das Hundekörbchen noch attraktiver zu machen, ist es möglich, in den Sommermonaten ein Exemplar in den Garten zu stellen. Obwohl der Vierbeiner sehr gewohnheitsorientiert ist, wird er das Outdoorkörbchen gut annehmen. Selbstverständlich sollte dieses leichter zu reinigen und strapazierfähiger sein. Da es meist im Sommer zum Einsatz kommt, sollte es an einem schattigen sowie nicht zu zugigen Ort stehen.

Wie bestatte ich meinen Vierbeiner richtig?

Für viele Menschen, die Haustiere besitzen, sind diese mehr als nur Tiere, es sind Freunde geworden. Wenn Sie Haustiere haben, werden Sie diese Erfahrung sicher auch gemacht haben: Sie haben die tierischen Begleiter ins Herz geschlossen. Und daher geht es Ihnen zurecht sehr nahe, wenn Ihr Haustier stirbt. Um sich trotzdem gebührend an das Haustier zuerinnern, können Sie das Tier angemessen bestatten lassen.

Verschiedene Bestattungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Haustier nach dessen Tod zu bestatten. Vielleicht haben Sie eine bestimmte Vorliebe, möchten Ihr Haustier auch nach dessen Tod in Ihrer Nähe haben, um sich oft an den tierischen Begleiter zurückerinnern zu können, oder Sie sehen das ganze eher aus einer praktischen Sichtweise. Hier sind mehrere Möglichkeiten aufgezählt, wie Sie mit Ihrem verstorbenen Tier umgehen können:

  • Bestattung auf einem Tierfriedhof
  • Einäscherung (Asche verstreuen oder in einer Urne mit nach Hause nehmen)
  • Begraben auf dem eigenen Grundstück
  • Tierkörperbeseitigungsanstalten (TBA)

Je nach Ihren persönlichen emotionalen Vorlieben können Sie eine dieser Varianten wählen. Wichtig ist jedoch, dass Sie im Hinblick auf das Verfahren mit toten Tieren anderer die nötige Pietät an den Tag legen, denn jeder kann in dieser Angelegenheit seine ganz persönliche Meinung vertreten, die ihm nicht genommen werden sollte.

Was Sie beachten müssen

Mit einem toten Haustier können Sie nicht beliebig verfahren. In Deutschland gibt es Vorschriften und Gesetze, die unbedingt eingehalten werden müssen, wenn Sie Ihr Tier bestatten wollen. Grundsätzlich müssen Tiere nach § 5 Abs. 1 TierKBG (Tierkörperbeseitigungsgesetz) in Tierkörperbeseitigungsanstalten beseitigt werden. Sie dürfen Ihr Haustier also unter keinen Umständen einfach in den Hausmüll werfen – auch wenn Sie von Tierbestattungen nichts halten. Ihr Tierarzt wird Sie gerne beraten, wie Sie mit dem Tierkadaver umgehen müssen. Allerdings kennt das Gesetz Ausnahmen von dieser Regel. So dürfen Sie Ihr Tier auch bei sich zu Hause begraben. Sie müssen dabei aber beachten, dass dies nur auf Ihrem Privatgrundstück geschehen darf, und zwar nur, wenn sich Ihr Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet befindet, kein öffentlicher Platz oder Weg in unmittelbarer Nähe ist und das Tier mit einer mindestens 50 cm dicken Erdschicht bedeckt ist.

Im Zweifel sollten Sie bei Ihrer Kommune nachfragen, denn die einzelnen Kommunen können in diesem Bereich jeweils weitere Regeln aufgestellt haben. Mit diesen Regeln ist nicht zu spaßen, denn ein Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz kann bis zu 15.000 Euro kosten. Mittlerweile gibt es auch viele professionelle Tierbestattungsunternehmen. An diese können Sie sich wenden, wenn Sie Ihr Tier einäschern oder auf einem Tierfriedhof begraben lassen wollen.    

Hundewelpe frisst nicht - Was tun?

Gerade bei Welpen macht man sich verständlicherweise sofort Sorgen, wenn sie plötzlich nichts mehr fressen wollen. Schließlich sind sie in der Wachstumsphase und brauchen dringend alle nötigen Nährstoffe. Wenn ein Welpe tatsächlich überhaupt gar nichts fressen will, sollten Sie in jedem Fall zum Tierarzt gehen. Nimmt er nur unregelmäßig Nahrung zu sich und ist oft störrisch, gibt es einige Methoden, mit denen Sie es vor einem Tierarztbesuch versuchen können.

Nicht direkt vom Schlimmsten ausgehen

Falls Ihr Hund lediglich nicht die empfohlene Menge auf der Packungsangabe frisst, sollten Sie sich noch nicht allzu viele Sorgen machen. Diese Angaben sind meist übertrieben und können von kleinen Hunden oftmals rein körperlich nicht geschafft werden. Oft vergessen: Leckerli Viele Hundehalter vergessen, dass Sie Ihrem Hund neben den Mahlzeiten natürlich auch Snacks für zwischendurch in Form von köstlichen Leckerlis anbieten. Diese haben es allerdings auch schon in sich und versorgen Ihren Hund mit Kalorien, die Sie zur Futtermenge hinzurechnen müssen. Wer viel mit seinem Hund übt und dementsprechend Leckerlis verteilt, begünstigt, dass der Vierbeiner zu den Hauptmahlzeiten schon satt ist.

Tipps und Tricks, um den Welpen an den Napf zu bringen

  • Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hund verunsichern! Manche Welpen sind sehr verwöhnt und rühren manches Futter nicht an. Ihre Reaktion: Schnell in den Supermarkt und ein Futter finden, das ihm schmeckt. Mit Sicherheit werden Sie auch eine Marke finden, die das Tier mit Begeisterung verputzt. Doch nach zwei Tagen könnte sich das Problem von Neuem einstellen. Sie müssen also entscheiden, ob Sie oder Ihr Welpe der Boss ist. Er wird ganz sicher fressen, wenn er Hunger hat.
  • Tarnen Sie das Futter als Leckerli! Wenn Ihr Hund nicht aus dem Napf fressen möchte, dann geben Sie ihm das normale Trockenfutter über den Tag verteilt als Leckerli. Selbstverständlich muss er auch etwas dafür tun.
  • Beobachten Sie die Zähne! Wenn der Hund im vierten bis siebten Monat ist, findet der Zahnwechsel statt. Weiches Futter ist jetzt ideal, Trockenfutter kann ihn hingegen vom Fressen abhalten.

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