Welche Pflanzen sind giftig für Hunde?
Welche Wirkung eine Pflanze auf einen Hund hat, hängt unter anderem von ihren Inhaltsstoffen und der aufgenommenen Menge ab. Manche Pflanzen verursachen lediglich Reizungen, andere können zu schweren Vergiftungen führen.
Achtung: Die aufgeführten Listen enthalten eine Auswahl häufig vorkommender giftiger bzw. ungiftiger Pflanzen für Hunde und Welpen, sind jedoch nicht vollständig. Es gibt viele weitere Pflanzenarten und -sorten, die je nach Inhaltsstoffen, Menge und individueller Empfindlichkeit ebenfalls Risiken darstellen können.
15 giftige Zimmerpflanzen
Mit dieser Liste hast Du einen Überblick, welche Pflanzen eher keinen Platz in einer hundefreundlichen Wohnung haben sollten – und was an ihnen Deinem Vierbeiner schaden könnte.
- Dieffenbachia (stark giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen, v. a. Stamm. Auch im Untertopfwasser.
- Efeutute (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen.
- Monstera (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen, besonders im Wurzelstock.
- Kletternder Philodendron (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen.
- Einblatt (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen.
- Aloe Vera (giftig): u. a. Aloin A und B, Hydroxyaloine und Chromonglucosyle in allen Pflanzenteilen, v. a. im Saft.
- Weihnachtsstern (stark giftig): Milchsaft in verschiedenen Pflanzenteilen.
- Ficus / Birkenfeige (schwach giftig): Triterpene, Proteasen und Furanocumarine in allen Pflanzenteilen.
- Glücksfeder (sehr stark giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen, v. a. Stamm. Auch im Untertopfwasser.
- Amaryllis / Belladonna-Lilie (stark giftig): Alkaloide in allen Pflanzenteilen, besonders der Zwiebel.
- Klivie / Riemenblatt (giftig): Alkaloide in allen Pflanzenteilen, v. a. der Wurzel.
- Drachenbaum (giftig): Saponine in allen Pflanzenteilen.
- Flamingoblume (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen.
- Palmfarn (giftig): Glycosid Cycasin, Aminosäure und ein unidentifiziertes Toxin in allen Pflanzenteilen, v. a. den Samen.
- Kaladie / Buntwurz (giftig): Calciumoxalat-Kristalle und Oxalsäuren in allen Pflanzenteilen.
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15 giftige Gartenpflanzen
Damit Dein Hund sorglos durch den Garten toben kann, sollten einige Pflanzen lieber vermieden werden. Unsere Auflistung hilft Dir, Vergiftungsrisiken zu reduzieren.
- Oleander (sehr stark giftig): herzaktive Steroidglycoside in allen Pflanzenteilen (frisch oder getrocknet), v. a. zur Blütezeit, mehr in roten als in weißen Blüten.
- Eibe (sehr stark giftig): Taxus-Alkaloide und Polyphenole in allen Pflanzenteilen außer dem roten Samenmantel. Höchster Giftgehalt im Winter.
- Fingerhut (sehr stark giftig): herzaktive Glykoside, Sekundärglycoside, Aglycone, Steroidsaponine, Gerbstoffe, Flavonderivate und andere Stoffe in allen Pflanzenteilen.
- Herbstzeitlose (sehr stark giftig): Alkaloide in allen Pflanzenteilen, besonders Blüten und Samen.
- Goldregen (sehr stark giftig): Quinolizidin-Alkaloide in allen Pflanzenteilen (auch getrocket), v. a. Hülsen und Rinde.
- Eisenhut (sehr stark giftig): Diterpenalkaloide und Isochinolinalkaloide in allen Pflanzenteilen, v. a. Wurzel und Samen, auch Blumenwasser.
- Tollkirsche (sehr stark giftig): Tropanalkaloide in allen Pflanzenteilen.
- Engelstrompete (sehr stark giftig): Alkaloide in allen Pflanzenteilen.
- Rhododendron (Catawba, stark giftig): Diterpene in allen Pflanzenteilen, v. a. den Blättern.
- Kirschlorbeer (stark giftig): cyanogene Glycoside in allen Pflanzenteilen, v. a. Samen und Blättern, weniger im Fruchtfleisch.
- Maiglöckchen (stark giftig): Herzglykoside, Saponine und toxische Aminosäure in allen Pflanzenteilen, v. a. Blüten, weniger im Fruchtfleisch.
- Buchsbaum (stark giftig): Alkaloide in allen Pflanzenteilen.
- Stechpalme (giftig): Triterpensaponine, Triterpene, Bismonoterpene und Nitrile in den Blättern und Beeren.
- Robinie (stark giftig): Toxalbumine und das Glycosid Robinin in allen Pflanzenteilen, v. a. Rinde und Samen
- Wisteria / Blauregen (giftig): Das Glycosid Wistarin, toxisches Harz, Allantoinsäure, Lectine machen alle Pflanzenteile giftig, v. a. die Hülsen mit Samen.
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Weitere giftige Gefahren für Katzen kannst Du in unserem Giftlexikon nachschlagen. Teste außerdem Dein Wissen mit unseren Suchbildern: Findest Du alle Gifte für Katzen und Hunde in Haus und Garten?
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Welche Pflanzen sind für Hunde ungiftig?
Nicht jede Pflanze ist automatisch gefährlich für Hunde und Welpen – es gibt auch viele Arten, die als unbedenklich gelten und problemlos im Haushalt oder Garten stehen können. AGILA zeigt Dir, welche Pflanzen du in der Regel ohne Bedenken in die Umgebung deines Vierbeiners integrieren kannst.
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10 ungiftige Zimmerpflanzen für Hunde & Welpen
- Grünlilie
- Kentia-Palme
- Bergpalme
- Geldbaum (Crassula)
- Korbmarante (Calathea)
- Schwertfarn (Nephrolepis)
- Peperomia
- Silbernetzblatt
- Echeveria
- Nachtfalter-Orchidee
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10 ungiftige Gartenpflanzen für Hunde & Welpen
- Sonnenhut
- Sonnenblume
- Ringelblume
- Lavendel
- Heckenrose
- Hibiskus
- Stiefmütterchen
- Leinkraut
- Königs-Fuchsie
- Echte Kamille
Achtung: Auch wenn die Pflanzen als ungiftig für Hunde gelten, sollten sie nicht in großen Mengen gefressen werden. Übermäßiges Knabbern kann dennoch zu leichten Magen-Darm-Beschwerden führen und sollte daher möglichst vermieden werden.
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Übliche Symptome einer Pflanzenvergiftung
Die Symptome einer Vergiftung beim Hund können stark variieren. Entscheidend sind unter anderem die jeweilige Pflanze, die aufgenommene Menge sowie Alter, Größe und Gesundheitszustand des Tieres. Welpen reagieren oft schneller und empfindlicher als ausgewachsene Hunde, da ihr Stoffwechsel noch nicht vollständig entwickelt ist.
Mögliche allgemeine Symptome sind:
Auch das Nervensystem und Verhalten des Hundes können betroffen sein. Mögliche Anzeichen sind:
- Zittern oder Muskelzuckungen
- Schwäche oder Apathie
- Koordinationsstörungen wie Taumeln oder ein unsicherer Gang
- Krämpfe
- Verwirrtheit oder ungewöhnliches Verhalten
Bei schweren Vergiftungen können außerdem Kreislauf und Atmung betroffen sein. Mögliche Symptome sind:
- schnelle oder erschwerte Atmung
- blau angelaufene Maulschleimhaut
- Herzrhythmusstörungen
- Schwäche bis hin zum Kollaps
Neben Pflanzen können auch bestimmte Lebensmittel für Hunde und Welpen giftig sein. Einige Inhaltsstoffe, die für Menschen gut verträglich sind, können von Hunden nicht oder nur schlecht abgebaut werden. Deshalb sollten auch Lebensmittel, die für Hunde gefährlich sein können, stets außer ihrer Reichweite aufbewahrt werden.
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Hund hat etwas Giftiges gefressen – was tun?
Hat Dein Hund oder Welpe möglicherweise eine giftige Pflanze gefressen, solltest Du schnell reagieren.
1. Herausfinden, welche Pflanze gefressen wurde
Versuche zunächst festzustellen, welche Pflanze Dein Hund aufgenommen hat. Sichere möglichst eine Probe oder mache ein Foto davon. Beobachte Deinen Hund aufmerksam, ohne ihn zusätzlich zu stressen.
2. Tierärztliche Hilfe holen
Kontaktiere anschließend sofort eine Tierärztin, einen Tierarzt oder eine tierärztliche Notfallstelle. Für die Einschätzung sind vor allem folgende Angaben wichtig:
- Welche Pflanze wurde gefressen?
- Wann wurde sie gefressen?
- Wie viel wurde vermutlich aufgenommen?
- Welche Symptome zeigt Dein Vierbeiner?
3. Keine eigenständigen Maßnahmen durchführen
Versuche nicht, Deinen Hund selbst zum Erbrechen zu bringen oder Hausmittel anzuwenden. Je nach Giftstoff kann das gefährlich sein.
Den Einsatz von Kohletabletten kannst Du vorab mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt für Vergiftungsnotfälle besprechen. Sie können mögliche Gifte binden und aus dem Körper bringen, bevor diese von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Das funktioniert jedoch nicht immer und reicht im Ernstfall als Therapie nicht aus, kann jedoch eine Erste-Hilfe-Maßnahme sein.
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FAQ: Giftige Pflanzen für Hunde
Zu den sehr stark giftigen Gartenpflanzen gehören unter anderem Oleander, Eibe, Fingerhut, Herbstzeitlose, Goldregen, Eisenhut, Tollkirsche und Engelstrompete.
Zu den stark giftigen Zimmerpflanzen gehören unter anderem Dieffenbachia, Efeutute, Monstera, Philodendron, Einblatt, Aloe Vera, Weihnachtsstern, Glücksfeder und Amaryllis.
Ja. Gerade neugierige Welpen können an Blättern, Blüten oder Wurzeln knabbern. Welpen reagieren zudem oft schneller und empfindlicher als ausgewachsene Hunde, da ihr Stoffwechsel noch nicht vollständig entwickelt ist.
Mögliche Symptome sind unter anderem Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss, Bauchschmerzen, Zittern oder Koordinationsstörungen. Bei schweren Vergiftungen sind außerdem schnelle oder erschwerte Atmung, blau angelaufene Maulschleimhaut, Herzrhythmusstörungen oder ein Kollaps möglich.
Versuche herauszufinden, welche Pflanze aufgenommen wurde, und sichere eine Probe oder ein Foto. Kontaktiere anschließend sofort eine Tierärztin, einen Tierarzt oder eine tierärztliche Notfallstelle. Wichtig sind Informationen darüber, was, wann und ungefähr wie viel der Hund gefressen hat, und welche Symptome auftreten.
Nein. Du solltest Deinen Hund nicht eigenständig zum Erbrechen bringen oder Hausmittel anwenden, da dies je nach Giftstoff gefährlich sein kann.
Der Einsatz von Kohletabletten kann im Voraus mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt für Vergiftungsnotfälle besprochen werden. Sie können mögliche Gifte binden und aus dem Körper bringen, bevor diese von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Das funktioniert jedoch nicht immer und ersetzt im Ernstfall keine Therapie.
Auch als ungiftig geltende Pflanzen sollten nicht in großen Mengen gefressen werden. Übermäßiges Knabbern kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen.