Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Ungehorsam beim gassi gehen

  Brandenburg
janineriedl schrieb am 10.06.2015   Brandenburg
Angaben zum Hund: Bulldogge, Englische, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo unser old english bulldog rüde ist jetzt 1jahr alt und wenn wir mit ihm spazieren gehen und von der Leine machen hört er kein bisschen mehr und rennt davon..Auch wenn uns andere Artgenossen unterwegs begnen und wir ihn an der Leine haben reagiert er aggressiv und lässt sich kaum bändigen. Was können wir tun das es besser wird und wir wieder gemütlich gassi gehen können? LG janine

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    waren Sie in der Welpenspielstunde?
    Haben Sie schon über einen Kastrationschip nachgedacht, um besser mit ihm arbeiten zu können und ihm das Leben zu erleichtern?
    Warum soll er bei IHnen bleiben oder zu Ihnen kommen? Sind Sie spannend? Bieten Sie ihm etwas? Auf jeden Fall sollten Sie sein Vertrauen gewinnen, das geht so:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur "gemütlich" „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Einmal gemütlich, dann wieder spannend für den Hund - da werden sie gelassen und zufrieden,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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