Was tun, bei starkem Beschützerinstinkt?

  
Matthias Trenz schrieb am 02.08.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Hallo, meine Tochter hat einen 5 Monate alten Bordercollie Mix. Der Hund hat einen starken Beschützerinstinkt und wird immer schlimmer. Er bellt Menschen ununterbrochen an und steigert sich richtig in diese Situation. Sie war schon bei einigen Hundetrainern aber da sehen wir einfach keine Verbesserung. Was kann ich machen, um dem Hund das langsam abzugewöhnen. Mit freundlichen Grüßen Matthias


Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 02.08.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    ja, das ist bei der Rasse normal. Das ist sein Beruf, seine "Schafe" zu beschützen. Nun sollten Sie folgendes tun:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ , wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. DAs ist bei dieser Rase absolut wichtig!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de mit Ratgebern, Tipps und Filmen

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

 Mit Google anmelden

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Was tun, wenn der Hund abends völlig durchdreht?

Hallo, wir haben einen 11 Monate alten Bayerischen

... mehr

Was tun, wenn der Hund mich beim Spaziergang attackiert?

Mein Sohn hat einen 11 Monate alten Cane Corso, den ich betreue,

... mehr

Was tun, wenn der Hund Besucher im Büro und zuhause anbellt?

Hallo, ich habe eine 14 Monate alte Dackelhündin. Sie ist seit

... mehr

Wie reagieren, wenn sich Hund aggressiv verhält?

Wir sind derzeit auf eigen großen Anwesen im Urlaub. Eine weitere

... mehr