Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein ruede bellt jeden hund an

  Hessen
Onceiwaselevenyearsold schrieb am 01.01.2018   Hessen
Angaben zum Hund: Chinesischer Schopfhund, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo!
Mein ruede bellt leider jeden hund an den wir beim gassi gehen treffen. Selbst wenn ich versuche ihn abzulenken. Auch wenn wir ruhige und gelassene hunde treffen, bellt er wie verrueckt. Und selbst wenn fer hund laengst vorbei gegangen ist, bellt er weiter. Was kann ich machen, bzw wie sollte ich am besten reagieren? Fuehle mich dann leider immer total ueberfordert und gehe nur zuegig weiter, zerre ihn dabei leider etwas mit, weil er immer stehen bleibt und nach hinten guckt ..
Lieben dank und lg

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Antworten(8)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 03.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Wir beiden wieder!
    Guten Tag,
    wie in den anderen Antworten schon gesagt:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Aber das hatten wir ja schon,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 03.01.2018

    Guten abend!
    Ja, wir kommen haeufiger zueinander :D
    Lieben dank fuer Ihre ausfuehrliche antwort! Geht es auch wenn mein hund neben mir ist, oder muss er wirklich absolut hinter mir sein? Er draengt sich naemlich immer sehr nach vorne, deswegen geht da derzeit nicht mehr als neben mir(er ist leider novh nicht leinenfuehrig).... Mein koerper ist bei allen begegnungen dazwischen, er bellt aber leider dennoch wie verrueckt, bereits aus der ferne... Selbst wenn der hund den er erblickt unsere strecke nicht teilt...sollte ich also solche begegnungen stets umgehen, wenn moeglich, durch umkehren, seite wechseln etc.? Und wie genau kann ich novh meinem hund sicherheit vermitteln?
    Lieben dank und lg!

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 04.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo liebe Dauerkundin, :-)))
    Er MUSS hinter den Füßen sein, sonst wirkt das Schutzprogramm nicht. Er trraut Ihnen nix zu und wird sofort wieder die Führung übernehmen. Sofort beim Bellen Blickkontakt raus, andere Richtung, führen ist wichtig.
    Gerne auch in den nächsten Waldweg - alles ist ok, was Bellen vermeidet...
    LG Inge Büttner-Vogt

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 04.01.2018

    Hahaha :) guten abend!
    Lieben dank! Ist es auch ok, wenn ich ihn "zwinge" hinter mir zu laufen? Er ist ja noch nicht leinenfuehrig, und entsprechend draengt er sich nur nicht nach vorne, wenn ich die leine so halte, dass ihm nichts anderes uebrig bleibt als hinter mir zu gehen, ist das fuer den anfang ok?
    Und was mache ich, wenn ein ausweichen unmoeglich ist? Er ist beim losbellen leider auch nicht mehr ansprechbar. Und faengt schon aus der ferne damit an, wie mache ivh es da am besten, wenn ich den hund nicht vor ihm entdecke ?
    Lieben dank und lg

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    Sie sind zu gut, zu weich und führen nicht. Was soll Ihr Hund nur von Ihnen denken? Von weitem muss er den anderen sagen, dass sie sich vom Acker machen sollen, weil die an der Leine keine Begegnungen kann.
    Hinter die Füße - Blickkontakt raus, das geht immer mit zurückgehen, durchgreifen, führen, LASS-ES sagen und meinen - werden Sie jetzt mal Chefin und setzen Sie sich durch, sonst werden die Baustellen immer mehr.
    Grundsätzlich lebenslang HINTER die Füße,
    Sie führen, er hat nicht zu kreuzen und zu bellen. Bleiben Sie hart, stur gerecht und Chefin,
    viel ERfolg
    Inge Büttner-Vogt

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 08.01.2018

    Guten abend!
    Ja, zu weich bin ich in der tat :/
    Lieben dank, ich werde versuchen dies umzusetzen! Haben Sie vielleicht noch ein paar tips? Das doofe ist , dass mein ruede leider nicht mehr ansprechbar ist sobald er einen hund endteckt. Er hoert dann nichtmal auf ein komm ...selbst wenn ich umkehre schaut er ja zurueck und bellt so aus der ferne noch an ...
    Lieben dank und lg!

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Sie beschäftigen mich ganz schön :-))))
    Sobald Sie alles beherzigen:
    Führen, beschützen, spielen, geistiges Training, stur bleiben, dranbleiben, nicht aufgeben, immer wieder üben - auch das Rückwärtsgehen und lass-es sagen, wird es in einem Vierteljahr besser sein - ja, so lange dauert es MINDESTENS, bis neue Muster im Hundehirn verankert sind - also bleiben Sie tapfer - das ist bei uns Menschen auch so, wenn wir uns was an- oder abgewöhnen wollen...
    ich drücke Ihnen die Daumen
    Inge BV

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 12.01.2018

    hahahah, ja, da stimmt, ich hoffe das macht nichts :)
    Lieben dank Ihnen! Ich werde das alles beachten!

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