Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt und Knurrt andere Hunde an

  Nordrhein-Westfalen
Bianca883 schrieb am 16.09.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Australien Shepherd, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

MeinDello
Der Hund Buzz meiner eltern geht an sich sehr gut an der Leine. Sobald aber ein anderer Hund ins Spiel kommt, fängt er fürchterlich an zu knurren und bellen. Dies hat er aber nicht immer getan. Erst seit einem guten Jahr. Er ist jetzt 2 1/2. Allerdings tu ich selbst mich intensiv mit ihm erst seit ca 6-7 Monaten beschäftigen. Wenn er frei ist lässt er sich sehr gut abrufen, geht beifuß und auch bei anderen Hunden bleibt er beifuß nur halt sehr angespannt und immer noch am knurren und bellen. Allerdings weniger als an der Leine. Meines Wissens nach, sind auch keine Vorfälle mit anderen Hunden passiert die dieses Verhalten hervorgerufen hat. Im allgemeinen ist er eigentlich kein aggressiver Hund. Denn wenn Hunde z.b zu uns nach hause kommen, dann wird zwar geschnüffelt und vielleicht mal gerauft aber geknurrt oder gebellt nicht. Es ist lediglich beim Spaziergang. Was kann dieses Verhalten auslösen bzw was könnte ich falsch machen?

Den besuch Hundeschule würde ich bei keiner Besserung definitiv in Betracht ziehen.

Vielen Danke im voraus

Bianca.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 23.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)


    Guten Abend,
    folgendes klappt bestimmt:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge >Büttner-Vogt


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