Alles, was Du über Hunde wissen solltest

Ein harmonisches Zusammenleben mit einem Hund beginnt mit dem Verständnis für seine Bedürfnisse. Jeder Hund ist anders und unterscheidet sich in Charakter, Temperament, Größe und Ansprüchen. In unseren Kategorien erfährst Du mehr über Hundegesundheit, ausgewogene Hundeernährung, Pflege, Verhalten und Training sowie die Besonderheiten verschiedener Hunderassen.

Wir geben Dir hilfreiche Tipps zur artgerechten Hundehaltung, erklären wichtige Themen rund um Vorsorge und Gesundheit und zeigen Dir, wie Du Deinen Hund im Alltag optimal unterstützen kannst. Außerdem erfährst Du, welche Hunderasse zu Deinem Lebensstil passen könnte, wie Du Deinen Hund richtig beschäftigst und worauf es bei Ernährung, Erziehung und Pflege ankommt. So kannst Du Deinen Hund besser verstehen und die Grundlage für ein langes, gesundes und glückliches Hundeleben schaffen.

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Hund an seinen Namen gewöhnen

Die sofortige Reaktion des Hundes auf seinen Namen ist ein wichtiges Erziehungsziel aller Hundebesitzer. Nur wenn der Vierbeiner mit seinem Namen etwas anfangen kann, lässt er sich zuverlässig aus einer Gruppe von Hunden herausrufen und schenkt seinem Besitzer auf Zuruf die gewünschte Aufmerksamkeit.

Hormoneller Zyklus von Hunden und Katzen

Den hormonellen Zyklus seines Vierbeiners kennen

Die Zeichen der ersten Läufigkeit bei der Hündin und der Rolligkeit bei der Katze können für reichlich Irritationen sorgen. Dabei sind sie fester Teil des natürlichen Sexualzyklus. Dieser beginnt bei Hündin wie Katze in der Pubertät. Die erste Läufigkeit tritt bei einer Hündin normalerweise im Alter von sieben bis neun Monaten, manchmal aber auch erst mit zwölf Monaten, auf. Die Rolligkeit der Katze kann hingegen schon recht früh mit vier Monaten beginnen, je nach Katzenrasse und individuellen Anlagen aber auch sehr spät – mit bis zu zwei Jahren. Von der Hündin wird gesagt, sie sei saisonal monöstrisch. Das heißt, dass sie unabhängig von der Jahreszeit stets zwei Hitzeperioden im Jahr durchläuft. Anders die auf viel Tageslicht angewiesene polyöstrische Katze. Ihr hormoneller Zyklus ruht meist von September bis Januar. Nicht frei lebende Katzen, die mit reichlich künstlichem Licht im Haus versorgt werden, können dagegen das ganze Jahr über Rolligkeitsphasen entwickeln.

Der hormonelle Zyklus der Hündin

  • Die erste Phase der Läufigkeit, die Vorbrunst, dauert etwa neun Tage. Der Besitzer bemerkt diese meist durch kleinere Blutflecken auf dem Fußboden. Diese stammen vom blutigen Scheidenausfluss, der unterschiedlich stark auftritt. Obwohl die Hündin in dieser Phase noch nicht befruchtet werden kann, weckt sie bereits das Interesse von Rüden.
  • In der eigentlichen Brunst, die ebenfalls etwa neun Tage andauert (individuell aber zeitlich schwanken kann) ist die Hündin empfangsbereit und bietet sich auch selbst Rüden an. Besondere Vorsicht auf dem Spaziergang ist deshalb geboten.
  • Während der Nachbrunst bleibt der hormonelle Haushalt des Organismus verändert. Manchmal wird so die Milchproduktion angekurbelt, auch wenn die Hündin nicht gedeckt wurde. In diesen Fällen kommt es zur Scheinschträchtigkeit.

Der hormonelle Zyklus der Katze

  • Der Proöstrus (die Vorbrunst) der Katze macht sich durch eine starke Verhaltensveränderung bemerkbar. Die Katze reibt sich deutlich stärker als üblich an Tisch- wie Menschenbeinen, streckt ihr Hinterteil in die Luft und rollt sich immer wieder auf dem Boden.
  • Nach nur ein bis zwei Tagen ist die Katze empfangsbereit. Während der im Schnitt fünf bis sieben Tage andauernden Brunst setzt sich das veränderte Verhalten fort, hinzukommen lockende Schreie. Ein stark verringerter Appetit ist normal.
  • Falls keine Deckung der Katze durch einen Kater stattgefunden hat, klingt die Rolligkeit in der Nachbrunst innerhalb etwa einer Woche ab. Deswegen kann bei Katzen, die nicht gedeckt wurden, bereits nach neun bis fünfzehn Tagen die nächste Rolligkeit beginnen. Katzen außerhalb der Zucht sollten aus diesem Grund am besten kastriert werden.

Den richtigen Futternapf finden

Um Ihren Hund oder Ihre Katze bestens versorgen zu können, ist auch die Wahl der richtigen Ausstattung entscheidend. Dabei kommt es beim Kauf eines passenden Futternapfes nicht auf ein ansprechendes Design an, sondern vor allem auf die Zweckmäßigkeit für das Tier. Sie benötigen mindestens zwei Näpfe, einen für das Futter und einen zweiten für das Wasser. Eventuell kann je nach Bedarf auch noch ein dritter, wassergefüllter Napf an einem anderen Ort in der Wohnung, im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Ein ausreichendes Wasserangebot ist vor allem bei der Fütterung mit Trockenfutter wichtig, da sich sonst Nierenleiden entwickeln können.

Welchen Napf für den Hund?

Bei der Wahl eines Futter- oder Wassernapfes für Ihren Hund sollten Sie einige Dinge beachten. Um zu verhindern, dass der neue Futternapf durch ungestümes Verhalten schnell kaputt geht, empfiehlt sich hier die Nutzung von Edelstahlnäpfen. Diese sind sehr robust und halten auch ein Verschieben aus. Zudem gibt es hier auch Versionen mit Anti-Rutsch-Gummierung am Boden des Napfes. Kunststoffnäpfe mögen zwar oft schön gestaltet sein, sind aber meist nicht lang haltbar. Näpfe aus Stein sind bei Hunden empfehlenswert, die dazu neigen, ihre Futterbehälter durch den halben Raum zu "kegeln".

Beim Napf-Kauf sollten Sie Folgendes beachten:

  • Die Futtermenge: Hiernach richtet sich die Größe des Napfes (immer etwas mehr Platz für die Portion einplanen als benötigt, damit nicht alles daneben fällt).
  • Die Größe des Hundes: Für große Rassen kann eine höhenverstellbare Futter-Bar praktisch sein.
  • Langohrige Hunde benötigen spezielle Langohr-Näpfe, die schmaler und höher sind, um zu vermeiden, dass die Ohren im Futter hängen.

Welchen Napf für die Katze?

Die Auswahl eines geeigneten Futternapfes für Ihre Katze gestaltet sich eventuell etwas schwieriger als beim Hund. Mitunter können die Stubentiger beim Fressen etwas wählerisch sein. Ist der Napf unbequem oder zu hoch, kann es sein, dass die Katze das Futter ausräumt und neben dem Napf frisst. Am liebsten mögen Samtpfoten flachere Schalen. Näpfe aus glattem Material sind besonders leicht zu reinigen, was für die Hygiene sehr wichtig ist. Besonders praktisch sind, ebenso wie beim Hund, Futternäpfe, die sich nicht verschieben lassen (Anti-Rutsch-Gummierung oder schweres Material). Empfehlenswert sind vor allem hochwertige Edelstahlnäpfe, die diese Eigenschaften meist erfüllen. Plastiknäpfe sollten vermieden werden, da sie schnell kaputt gehen und sich Schmutz festsetzt.

Welpenfutter

Die Anschaffung eines Hundes, besonders die eines Welpen, ist ein wunderbarer Entschluss. Um dem neuen Familienmitglied ein unbeschwertes Einleben zu ermöglichen, spielen viele Faktoren eine Rolle. Besonders wichtig dabei ist die Wahl des richtigen Welpenfutters, damit der Welpe unbeschwert und mit allen notwendigen Nährstoffen heranwachsen kann.

Die Umstellung auf festes Futter

In der Milch, die Welpen von ihrer Mutter beziehen, sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Die Umstellung auf festes Futter können Sie Ihrem Welpen erleichtern, indem Sie es mit Wasser zu einem Brei vermischen. Um während des Wachstums ausreichend vor Mangelerscheinungen und daraus folgenden Krankheiten geschützt zu sein, sollten Sie grundsätzlich auf die Inhaltsstoffe des Welpenfutters achten, die Sie auf einer jeden Packung vorfinden müssten.

  • Das Futter muss den hohen Energie- und Eiweißbedarf Ihres Welpen stillen
  • Das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor spielt bei der Knochenentwicklung eine tragende Rolle
  • Stärke und Bindegewebe können zu Durchfall führen und sind in hochwertigem Futter nur in geringem Maß enthalten

Wichtig ist, dass das Futter Ihres Welpen möglichst keine chemischen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe enthält. Hochwertiges Futter ist unabdingbar – Welpen leiden während der Umstellung bei Unverträglichkeiten leicht zu Durchfall und Erbrechen, woraus schnell eine Dehydrierung folgen kann, die sich durch richtige Ernährung vergleichsweise leicht vermeiden lässt.

Selbstgemachtes Welpenfutter

Ferner besteht die Möglichkeit, die Nahrung Ihres Welpen selbst herzustellen. Sie haben dabei den großen Vorteil, gut über alle Inhaltsstoffe informiert zu sein und zu variieren, wie es Ihnen und Ihrem neuen Familienmitglied gefällt

Ein Beispiel für gutes selbstgemachtes Welpenfutter:

  • 50% Rindergulasch
  • 10% Rinderschlund
  • 20% weichgekochte Kartoffeln
  • 10% hartgekochtes Ei
  • 5% Weizenkleie
  • 5% Spinat oder Zucchini
  • Vitamin- und Mineralstoffpräparate

Kochen Sie erst das Fleisch und lassen Sie anschließend das Gemüse kurz in der Brühe mitkochen. Nachdem alles abgekühlt ist, können Sie zerkleinern, die Kartoffeln und das Ei klein schneiden und dazugeben. Schlussendlich Weizenkleie und Vitamin- und Mineralstoffpräparate unterheben, und die Mahlzeit ist zubereitet. Probieren Sie sich aus – es kann schön sein, Ihrem Hund auf diese Art und Weise eine Freude zu machen und interessant, dabei seine unterschiedlichen Vorlieben oder Abneigungen zu erfahren.

Der Tierarzt hilft Ihnen gerne weiter Bei jeglichen Zweifeln oder Unsicherheiten besteht die einfache Möglichkeit, einen Tierarzt zurate zu ziehen, der Sie bei der Planung einer ausgewogenen Ernährung für Ihren Welpen unterstützen kann. Grundsätzlich können Sie den kommerziellen Futtersorten, die mit „Welpenfutter“ betitelt sind, jedoch trauen – solche sind dazu verpflichtet, Richtlinien zu befolgen, nach denen die wichtigsten Inhaltsstoffe in der Welpennahrung enthalten sein müssen.

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Spielzeug für Hunde

Das richtige Spielzeug für den Hund

Gerade junge Hunde wollen und müssen sich bewegen. Wenn Sie einen Hund haben, sollten Sie sich mit ihm beschäftigen und das geht oft am besten, indem Sie mit ihm spielen. So wird die emotionale Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund gestärkt und der Hund lernt sich selbst – vor allem im Welpenalter – und seine Fähigkeiten kennen.

Spielzeug für jeden Hund

Wie wir Menschen sind auch die Hunde sehr verschieden. Nicht jeder hat die gleichen Fähigkeiten, Interessen und Geschmäcker. Ob Ihr Hund gerne herumtollt, draußen spielt oder eher ein ruhiger Zeitgenosse ist, hängt von der Rasse ab, aber ist auch innerhalb dieser sehr verschieden. Egal, wie oft und gerne Ihr Hund spielt: Sie sollten ihm trotzdem einige Spielzeuge besorgen. Denn ohne Spielzeug langweilen sich auch eher ruhige Hunde sehr schnell.

Testen, was das Richtige ist

Bei jungen Hundewelpen wissen Sie natürlich noch nicht, was dem Hund am besten gefällt. Daher sollten mehrere Spielzeuge ausprobiert werden, dann wird sich mit der Zeit herausstellen, welches Ihr Hund bevorzugt. Nicht jeder Hund liebt Bälle, manche spielen lieber mit Gummispielzeugen. So hat jeder Hund einen ganz eigenen Geschmack. Sie sollten auf die Vorlieben des Hundes achten, damit er beim Spiel Spaß hat und sich wohlfühlt.

Worauf geachtet werden sollte

Besonders junge Hunde spielen oft mit allem, was ihnen zwischen die Pfoten kommt. Daher gibt es für Sie als Hundehalter ein paar Dinge zu beachten:

  • Keine gefährlichen Spielzeuge: Auch das von jedem Hund geliebte „Stöckchen“ kann gefährlich sein, wenn es z.B. ein Ast aus dem Wald ist (Dornen und Splitter können Ihren Hund verletzen)
  • Kaufen Sie robustes Spielzeug, das nicht kaputt gehen und Ihren Liebling dabei verletzen kann
  • Kein freier Zugang zum Spielzeug: Für eine gute Hundeerziehung ist es wichtig, dass Sie darüber entscheiden, wann gespielt wird
  • Nicht zu viele verschiedene Spielzeuge: Das führt vor allem bei jungen Hunden dazu, dass sie überfordert sind, wenn Sie sie mit vielen unterschiedlichen Spielzeugen überschütten

Bei allen Spielzeugen ist es wichtig, dass sowohl Ihr Haustier als auch Sie Spaß und Freude am Spielen haben. Ihr Hund merkt es schnell, wenn Ihnen die Lust vergeht. Genauso sollten Sie dem Hund kein Spielzeug aufbürden, das er nicht mag.

Hundeshampoo: Die richtige Wahl

Das richtige Hundeshampoo

Die Auswahl an verschiedenen Shampoos für den Hund ist immens und noch nie war die Verwirrung bei diesem Überangebot so groß wie heute. Es ist nicht leicht, das richtige Pflegemittel für das Fell des Vierbeiners zu finden. Was ist wichtig? Viele Besitzer fragen sich, ob sie ihren Hund auch mit normalem Shampoo für Menschen waschen können. Dies ist nicht der Fall! Der menschliche pH-Wert der Haut liegt zwischen 5,5 und 5,8. Hunde haben hingegen einen pH-Wert, der je nach Rasse bei 6,0 bis 8,6 liegt. Spezielle Hundeshampoos sind auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt, sodass deren Säureschutzmantel erhalten bleibt und das Rückfetten der Haut, das Ihren Hund vor Regen und Kälte schützt, nicht behindert wird. Um diese natürliche Lipidschicht nicht zu beschädigen, sollte Ihr Hund nicht zu oft gewaschen werden und erst recht nicht mit dem falschen Shampoo.

Welches Shampoo ist das richtige?

Sie sollten das Shampoo ganz individuell auf Ihren Hund abstimmen – auf seine Haarlänge, die Farbe, den Fell-Typ. Shampoo für Langhaarhunde macht das Fell seidiger und besser kämmbar, sodass das Aufkommen von Knoten vermindert wird. Oft enthalten diese Shampoos einen hohen Anteil an Conditioning-Substanzen. Shampoo für Hunde mit rauem Fell gibt dem Fell mehr Glanz und Struktur und beschwert es nicht. Welpen sollten nur mit Welpenshampoo gewaschen werden, da dieses ausschließlich milde Inhaltsstoffe enthält, die die Haut pflegen und einen gesunden Fellwechsel fördern. Hundeshampoos für problematische Haut enthalten antiseptische und andere heilende Wirkstoffe, die die gereizte Haut pflegen und ihr einen verstärkten Schutz bieten. Auch für Hunde mit weißem Fell gibt es ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Shampoo – es wirkt Vergilbungen entgegen, hellt das weiße Fell auf und lässt es glänzen. Dann darf natürlich auch das schwarze Haarkleid nicht vernachlässigt werden – Hundeshampoo für schwarzes Fell intensiviert und stärkt den Schwarzton durch beispielsweise Kakao- oder Walnussextrakte.

Welche Wirkstoffe nicht enthalten sein sollten

Achten Sie beim Kauf des Hundeshampoos auf die Inhaltsstoffe, da manche sich schädlich auf die Gesundheit Ihres Hundes auswirken können. Die folgenden Inhaltsstoffe sollten nicht enthalten sein:

  • Natrium-Lauryl/Laureth-sulfat
  • Duftstoffe
  • Formaldehyd
  • Phtalate
  • Moschusverbindungen

Mittlerweile gibt es zunehmend Shampoos auf biologischer Ebene, die keine chemischen Zusatzstoffe enthalten. Besteht bei Ihnen Unsicherheit bezüglich der Auswahl, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat. Fungizide und bakterizide (also pilz- und bakterientötende) Mittel sollten Sie nur auf Anraten Ihres Tierarztes anwenden.

Tiergesundheitshelfer

Hier findest Du unsere nützlichen Tiergesundheitshelfer: Checklisten und Infografiken rund um die Gesundheit von Hund und Katze.

AGILAs Tiermagazin

Über viele Jahre hinweg haben wir mit AGILAs Tiermagazin eine informative und unterhaltsame Lektüre für Hunde- und Katzenfans angeboten. Hier findest Du alle Ausgaben als PDF zum Download.

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