Welche Lebensmittel sind für Hunde giftig?
Viele Lebensmittel, die für Menschen völlig unbedenklich sind, können für Welpen und Hunde ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Der Grund dafür liegt in bestimmten Inhaltsstoffen, die der Organismus von Hunden nur schlecht oder gar nicht abbauen kann. Dadurch können bereits kleine Mengen ausreichen, um Vergiftungserscheinungen auszulösen.
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Kategorie
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Giftige Lebensmittel
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Süßigkeiten & Snacks
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Obst & Gemüse
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Nüsse & Kerne
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Getränke & Genussmittel
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- Alkohol
- Kaffee
- Energydrinks
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Weitere problematische Lebensmittel
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- roher Hefeteig
- schimmelhaltige Lebensmittel
- verdorbene Essensreste
- Kompost
- stark gewürzte oder salzige Speisen
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Allgemeine Symptome einer Lebensmittelvergiftung beim Hund
Die Symptome einer Vergiftung können je nach Lebensmittel, aufgenommener Menge und Alter, Größe und Gesundheitszustand des Tieres stark variieren. Welpen reagieren oft schneller und empfindlicher als ausgewachsene Hunde, da ihr Stoffwechsel noch nicht vollständig entwickelt ist.
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Häufige allgemeine Symptome:
Nervensystem & Verhalten:
- Zittern oder Muskelzuckungen
- Schwäche oder Apathie
- Koordinationsstörungen (Taumeln, unsicherer Gang)
- Krämpfe
- Verwirrtheit oder ungewöhnliches Verhalten
Kreislauf & Atmung (bei schweren Vergiftungen):
- schnelle oder erschwerte Atmung
- blau angelaufene Maulschleimhaut
- Herzrhythmusstörungen
- Schwäche bis hin zum Kollaps
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Typische zusätzliche Symptome bei Lebensmittelvergiftungen:
- starker Durst oder ungewöhnlich viel Trinken
- stark aufgeblähter Bauch oder Blähungen
- unangenehmer Mundgeruch (z. B. bei Schimmel- oder Futtervergiftung)
- Futterverweigerung trotz Hunger
- plötzliche starke Müdigkeit nach dem Fressen
- Unterzuckerung (besonders bei Xylitvergiftung: Zittern, Schwäche, Bewusstseinsstörungen)
Vergiftung bei Hunden erkennen, behandeln und vorbeugen
Aufgepasst: Nicht nur Lebensmittel können für Hunde und Welpen problematisch sein. Auch einige Zimmer- und Gartenpflanzen enthalten Stoffe, die für Vierbeiner gefährlich werden können.
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Spezifische Symptome einer Lebensmittelvergiftung beim Hund
Welche Folgen ein problematisches Lebensmittel hat, ist unterschiedlich. Manche führen vor allem zu Magen-Darm-Beschwerden, andere können beispielsweise das Nervensystem, die Blutbildung oder die Nieren betreffen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich sich eine Vergiftung äußern kann:
Schokolade
Nach dem Verzehr von Schokolade oder Kakao können unter anderem Erbrechen, vermehrter Durst, häufigeres Urinieren, Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Zittern oder Krampfanfälle auftreten.
Xylit / Birkenzucker
Xylit findet sich unter anderem in zuckerfreien Produkten und Kaugummis. Eine Xylitvergiftung kann bei Hunden zu einer Unterzuckerung führen. Mögliche Anzeichen sind Erbrechen, Apathie, Zittern, Durchfall sowie Orientierungslosigkeit.
Weintrauben und Rosinen
Weintrauben und Rosinen sind bei Hunden vor allem für die Nieren schädlich und können zu einem Nierenversagen führen. Typische Symptome sind Speicheln, verminderter Harndrang, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Durchfall.
Zwiebeln
Zwiebeln können den Magen-Darm-Trakt reizen und die roten Blutkörperchen schädigen. Mögliche Anzeichen sind unter anderem Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schwäche, schnelle Atmung, ein erhöhter Herzschlag sowie blasse oder gelblich verfärbte Schleimhäute.
Macadamianüsse
Nach dem Verzehr von Macadamianüssen können bei Hunden unter anderem Schwäche, Erbrechen, Fieber, Zittern Bewegungsschwierigkeiten auftreten.
Bittermandeln
Bittermandeln können zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Mögliche Symptome sind erschwerte oder beschleunigte Atmung, vermehrter Speichelfluss, Krampfanfälle, hellrot gefärbte Schleimhäute und im Endstadium Atemstillstand.
Was dürfen Hunde fressen? Geeignete Lebensmittel im Überblick
Nicht jedes Lebensmittel, das für Hunde grundsätzlich geeignet ist, wird auch von jedem Vierbeiner gleich gut vertragen. Neue Lebensmittel sollten deshalb nur in kleinen Mengen angeboten werden. Auch die Zubereitung spielt eine Rolle: Einige Lebensmittel eignen sich roh, andere sollten nur gegart verfüttert werden.
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Als gelegentlicher Snack kommen zum Beispiel folgende Lebensmittel infrage:
Bei Obst sollten Kerne, Stiele und andere nicht zum Verzehr gedachte Bestandteile entfernt werden. Gemüse kann je nach Sorte roh oder gegart angeboten werden – stets ohne Gewürze.
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Hund hat etwas Giftiges gefressen – was tun?
Wenn Du vermutest, dass Dein Hund oder Welpe eine giftige Pflanze oder ein gefährliches Lebensmittel gefressen hat, ist vor allem eines wichtig: Bleib ruhig und handle schnell. Versuche zuerst, herauszufinden, was genau dein Hund aufgenommen hat, und sichere eine Probe oder mache ein Foto davon. Beobachte Deinen Hund aufmerksam, ohne ihn zusätzlich zu stressen. Kontaktiere dann sofort eine Tierärztin oder einen Tierarzt oder eine tierärztliche Notfallstelle und schildere genau, was passiert ist:
- Was wurde gefressen?
- Wann wurde es gefressen?
- Wie viel wurde (vermutlich) gefressen?
- Welche Symptome zeigt Dein Welpe oder Hund?
Je schneller Du professionelle Hilfe holst, desto besser sind die Chancen, dass Dein Hund gut versorgt werden kann. Versuche nicht, Deinen Hund eigenständig zum Erbrechen zu bringen oder Hausmittel anzuwenden, da das je nach Giftstoff gefährlich sein kann. Du kannst jedoch im Voraus mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt für Vergiftungsnotfälle den Einsatz von Kohletabletten besprechen. Diese können mögliche Gifte binden und aus dem Körper bringen, bevor sie von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Das funktioniert zwar nicht immer und genügt im Ernstfall als Therapie auch nicht, kann aber im Notfall eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme sein.
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FAQ: Giftige Lebensmittel für Hunde und Welpen
Zu den für Hunde problematischen Lebensmitteln gehören unter anderem Schokolade, Xylit, Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Avocado, Macadamianüsse, Alkohol und Energydrinks. Auch roher Hefeteig, schimmelhaltige Lebensmittel, sowie stark gewürzte oder salzige Speisen können gefährlich sein.
Mögliche Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss, Zittern, Schwäche, Koordinationsstörungen oder Krämpfe. Bei schweren Vergiftungen können außerdem Atemprobleme, Herzrhythmusstörungen oder ein Kollaps auftreten. Welche Symptome sich zeigen, hängt vom aufgenommenen Lebensmittel, der Menge sowie von Alter, Größe und Gesundheitszustand des Hundes ab.
Als gelegentliche Snacks kommen beispielsweise Karotten, Gurken, Sellerie, Äpfel, Bananen, Erdbeeren oder Wassermelone infrage. Neue Lebensmittel sollten zunächst nur in kleinen Mengen angeboten werden, da Hunde sie unterschiedlich gut vertragen können.
Obst und Gemüse sollten nur in Maßen angeboten werden. Bei Obst sollten Kerne, Stiele und andere nicht zum Verzehr gedachte Bestandteile entfernt werden. Gemüse kann je nach Sorte roh oder ohne Gewürze gegart verfüttert werden.
Zunächst sollte geklärt werden, was, wann und wie viel der Hund vermutlich aufgenommen hat. Wenn möglich, sichere eine Probe oder mach‘ ein Foto. Kontaktiere anschließend Deine Tierarztpraxis. Eigenständiges Erbrechenlassen oder die Anwendung von Hausmitteln solltest Du ohne tierärztliche Anweisung nicht vornehmen.
Kohletabletten können bestimmte Gifte binden, bevor diese von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Sie wirken jedoch nicht bei jeder Vergiftung und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Ihr Einsatz sollte immer im Voraus mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.