Unsicheres und begrüßungsbällen abstellen

Hundetrainer-Sprechstunde
René L. schrieb am 08.07.2023
Hallo! Mein Hund ist sehr gut erzogen er war auch bei drei Hundetrainern und ich verbringe sehr viel Zeit mit ihm. Er wird jetzt 5 Jahre und das einzige was ich nicht hinbekomme ist sein anbellen. Ich habe schon unendliche Tipps bekommen nur nichts funktioniert. Er ist unsicher aber auch extrem aufgeschlossen allem anderen gegenüber. Ein freundlicher Hund der noch nie gebissen hat und ich ihn auch blind Kindern anvertrauen kann. Nur schlägt er immer wieder in gewissen Situationen an. Sein Bellen habe ich schon identifiziert. Einmal ist es ein unsicheres bellen. Also einmal kurz ohne fletschen und zweimal kurz mit kurzer Pause wo er auf eine Antwort wartet. Doch für andere sieht es so aus als ob er extrem aggressiv ist was mir sehr unangenehm ist. Es ist bei bestimmten Menschen Hunden Pferden und Kühen aber auch nicht immer. jeglicher Art von Wildtieren und von denen haben wir viel Kontakt. Bei denen habe ich überhaupt keine Probleme. Hunde die uns als erstes anbellen da kommt von ihm überhaupt nichts, kommt uns ein ruhiger Hund entgegen, schlägt er an. Aber wie schon gesagt, es ist kein aggressives bellen. Nun stellt sich die Frage, wie kann ich dies abstellen? Er ist extrem lernwillig und gut fixiert auf sein Spielzeug. Nur selbst mit dem habe ich keine Chance ihn von der Situation abzubringen. ich bekomme immer wieder das Feedback dass er ein sehr gut trainierte und gehorsamer Hund ist. Etwas aufgedreht, durch mich mit zu verschulden, aber ansonsten ein sehr umgänglicher den man ohne weiteres in eine Pension bringen kann ohne dass es zum Vorfall kommt. Jetzt bin ich mal gespannt ob ihr mir helfen könnt dieses bellen ihm abzutrainieren.
2 Antworten
Guten Tag,
könnte es sein, dass Sie ihn immer ein bisschen Raum nach vorne lassen? Sie haben das Bellen als "unsicher" identifizert, GEben Sie Ihren Hund Sicherheit: Wenn Sie merken, dass er sich anspannt, nehmen Sie den Blickkontakt heraus und gehen in die andere Richtung. Sie können unmöglich herausfinden, WELCHE Menschen und Tiere es sind, aber Sie können, da Sie Ihren gut kennen, SOFORT wieder führen und ihn beschützen und mit ihm aus der Situati0on gehen, also in die andere Richtung. Nicht lange, dann drehen Sie wieder herum, lassen den Hund HINTER Ihren Füßen und gehen Sie vorbei. Wenn es nicht gleich klappt, wechseln Sie einfach öfter die Richtung.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir berichten, ob es geklappt hat,
viele Grüße
Inge Büttner-Vogt
www.hundimedia.de - viele Tipps und Artikel
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René L. | Fragesteller/in
schrieb am 10.07.2023
Hallo und danke für ihre Antwort! Das mit dem vorn weglassen wurde mir mal geraten und habe sofort mitbekommen dass dies völlig kontraproduktiv ist da er schon eher hochfahren kann bevor ich ihn überhaupt eingrenzen kann. Auch habe ich einen Fehler an mir erkannt dass wenn wir Gassi gegangen sind er schon aufgeregt nach unten ging. Auch dies unterbinde ich und er muss strikt neben oder hinter mir laufen ohne wenn und aber. Genau dasselbe tue ich seit einem Jahr auch mit ihm draußen und seitdem läuft er viel angenehmer. Eingrenzen tue ich ihn sobald er meine gedachte Linie überquert. Dann wird sich eingedreht mit Zug an der Leine zum Bauch hin so dass ich ihn blockieren kann ohne dass er mir aus dem Weg gehen oder ausweichen kann. Blickkontakt und dann geht es erst weiter. Das mit dem von der Stresssituation weggehen und auf der Stress abgewandten Seite mit ihm laufen funktioniert bei ihm überhaupt nicht. Hat er einmal diesen Raller drin beruhigt er sich erst wieder wenn das Gegenüber was er anbellt auch nicht mehr zu hören ist. Ich habe mir auch abgewöhnt in diesen Situationen mit ihm zu reden, denn er bekommt sofort meine Spannung in der Stimme mit. Also blockiere ich ihn nur so dass er Blickkontakt zu mir suchen muss. Weiter weiß ich mir auch nicht zu helfen. Das sagen viele Hundehalter aber dieser Typ ist echt intelligent er merkt sich wirklich jeden kleinen scheiß auch Fehler die man selbst macht. Wie schon geschrieben er macht es ja auch nicht bei jedem. Durch meine Erkrankung bin ich 24/7 mit ihm zusammen und nehme ihn auch überall mit hin. Er müsste der entspannteste Hund auf der Welt sein was er alles erlebt. Wir fahren nämlich gern mit offenen Fenster und da passiert auch nichts. Na gut gelegentlich schon. Wir können an fünf Hunden vorbeigefahren sein und es ist nichts gekommen und plötzlich kommt ein sechster und er schlägt an. Aber da kommt halt nur ein bis zweimal mit kurzen Pausen doch dies habe ich jetzt mittlerweile durch ein Kommando auch schon besser in den Griff bekommen. nur sobald wir aus dem Auto sind kann ich dann für nichts mehr garantieren. Wir laufen auch täglich an zwei Hütehunden vorbei die uns aber schon von weitem ein Signal geben dass wir nicht näher kommen sollen und kurioser weiß geht er auch nicht hin. Er bällt einmal kurz auf aber auch nicht laut und danach ist er voll und ganz bei mir mit seinem Spielzeug und fordert mich zum Spiel auf dem ich auch nachgehe. Er ist wirklich nicht einfach, ein total lieber, aber echt schwer zu verstehen. Auch seine Nase macht die Situation nicht besser. Er könnte einem Bluthund Konkurrenz machen. Drei Tiertrainer und keiner konnte mir die Fragen bis heute richtig beantworten. Aber danke für Ihren Rat. Habe mich sowieso schon teilweise damit abgefunden. Liebe Grüße Rene Lenz
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