Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

ziehen an der Leine

Thema: Leinenzug
  Sachsen
hoppelhasi.2008 schrieb am 28.07.2016   Sachsen
Angaben zum Hund: Mischling Labrador Ridgeback, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo. Meine Hündin zieht sehr gern bei jeder Gelegenheit, besonders aber wenn Sie andere Hunde sieht. Wenn Sie dabei mit ziehen nicht voran kommt, legt sie sich hin und wartet bis der andere Hund zu ihr kommt. Beim ziehen bleib ich stehen und gib ihr das Kommando Fuß, funktioniert prima. Dann laufen wir weiter und nach 2 Sekunden geht das Spiel von vorn los. Sie ist sichtlich genervt von der Prozedur und dennoch ändert sich nichts. Ich ändere auch hin und wieder die Richtung, bringt aber leider noch weniger Erfolg. Sie läuft erst ordentlich an der Leine wenn Sie komplett ausgepowert ist.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 29.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    bei dem Kommando Fuß weiß die Hündin nur, dass sie in dem Moment bei Fuß gehen soll. Dass sie nur ordentlich an der Leine läuft, wenn sie ausgepowert ist, ist auch logisch. Woher soll die Ruhe und Konzentration kommen, wenn der Hund vor Energie nicht weiß, wohin?
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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