Deine Hundetrainer-Sprechstunde

An der Leine ziehen

Thema: Leinenzug
  Mecklenburg-Vorpommern
Hannie schrieb am 15.01.2018   Mecklenburg-Vorpommern
Angaben zum Hund: Husky , männlich, nicht kastriert, Alter 4-10 Jahre

Wir halten eine Husky seid nun mehr 5 Jahren. Er ist ein ganz lieber Kerl und hört auch recht gut. Allerdings bekommen wir das Problem nicht in den Griff das er ständig an der Leine zieht und ein förmlich mitreißt. Ich versuche es mit leckerlie, ich zeige keine Unsicherheit und bin immer entschlossen, jedoch rennt er als wäre sein Leben davon abhängig das ich mittlerweile gar nicht mehr mit ihn gehen kann und das meinen mann übergeben muss.
Was können wir tun das er nicht immer zieht mit voller kraft ???

Er ist ist sobald er an der Leine ist auch nicht mehr in der Lage ein zu hören er schaltet komplett aus und es ist kein rankommen an ihn. Er zieht zieht zieht und zieht und ignoriert ein vollkommen.

Ganz liebe Grüße Hannie

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 15.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag Hannie,
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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