Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hilfe! wir haben einen kleinen Macho

MopsMama85 schrieb am 18.05.2015
Angaben zum Hund: Mops, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Unser Rüde (gerade 3 Jahre geworden) kann hören, tut es aber nicht immer. Er kann "beifuß" gehen aber mag es viel lieber voran zu gehen. Kommen uns Hunde entgegen wird entweder er angekläfft oder er tut es, als sei er ein ganz großer. Aber am schlimmsten ist es, wenn er mal alleine gelassen wird - er markiert diverse Stellen im Haus... den Kühlschrank, das Sideboard (...). Habe schon von nem Hundetrainer gelesen, dass der Hund meint, wir kämen ohne ihn nicht klar. Somit verfällt er in Panik und markiert - aber was können wir denn jetzt noch dagegen tun?

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    haben Sie schon einmal über einen Kastrrationschip nachgedacht, um ihm das Leben etwas leichter zu machen?

    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wuchtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Drinnen:
    Das Alleinbleibetraining muss sehr langsam erfolgen. Haben Sie ihn vielleicht plötzlich und zu lange allein gelassen? Das rächt sich, schreiben Sie mir ein bisschen mehr,
    dann kann ich Ihnen besser helfen,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • MopsMama85
    MopsMama85
    schrieb am 21.05.2015

    Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
    Was das Alleinbleiben betrifft ... er ist so gut wie nie alleine. Das längste aber dafür seltenste waten vll 4,5 Stunden. Das mit dem Markieren macht er schon wenn man ihn für ne Stunde oder gar nur zum Einkaufen alleine lässt.
    Ich werde mir Ihre Homepage anschauen und werde mich auch mit den angegebenen Ratgeber auseinandersetzen ... vielen Dank erstmal.

    LG

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 22.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Sehr gern,
    das eine Mal - plötzlich und ohne Training - kann schon am Markieren schuld sein:
    "Mach das ja nie wieder, sonst..." Hunde haben schnell spitz, dass man sie nicht allein läßt, wenn man das Pinkeln fürchtet.
    Es wärre schön, wieder von Ihnen zu hören,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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