Was tun, wenn der Hund im Freien bellend auf andere Hunde und Menschen zugeht?

  
heike-gerlach@web.de schrieb am 15.08.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Hallo, ich habe eine fast 2 Jahre alte Cavalier King Charles Mischlingshündin, die vor 6 Wochen kastriert wurde. Im Freilauf läuft sie bellend auf größere Hunde und auch Menschen zu. An der Leine kommt es hin und wieder auch vor. Signal "ruhig" oder Stop und Rückruf funktioniert nicht, wenn sie erstmal in ihrem "Angriffsmodus" ist. Lotta ist eher ein ängstlicher Hund. Wenn der angebellte Hund reagiert und sie jagt, jault sie sofort und sucht Schutz bei mir. Wie kann ich dieses Verhalten abstellen? Zur Zeit lasse ich sie an der langen Schleppleine laufen, um schneller reagieren zu können. Was kann ich noch tun? Freundliche Grüße Heike mit Lotta


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Antworten(1)
  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.08.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    Holen Sie sich das Vertrauen Ihres Hundes zurück:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund frei oder an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ , wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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