Was tun, wenn Hündin andere Hunde oft anzickt?

  
Angelika Nagler schrieb am 08.10.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
meine Hündin kommt aus Ungarn und ist in einem wilden Rudel aufgewachsen. Nach wie vor verhält sie sich oft (eher bei schwächeren Hunden) aggressiv, mit oder ohne Leine. Sie kommt unverhofft aus dem Hinterhalt angeschossen und tut so als würde sie beißen. Sie lebt bei mir mit zwei Rüden zusammen und hat mit Hunden, die sie länger kennt, bzw. die größer sind als sie, kein Problem. Wie verhalte ich mich am besten? Danke sehr und freundliche Grüße, A. N.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.10.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Guten Abend,
    Sie wissen es, also bauen Sie Vertrauen auf und beginnen Sie zu führen.
    Bitte gehen Sie niemals direkt mit Ihrem HUnd auf einen Hund oder einen Menschen zu. So bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen. Sie meinen, eigene Entscheidungen treffen zu müssen, weil Sie es (noch) nicht tun.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Hunde, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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