Was tun bei aggressivem Verhalten bei anderen Hunden?

  
Peppino1 schrieb am 14.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
ich habe vor vier Wochen einen 1 1/2 jährigen Zwerpinscher Mischling bekommen. Er hat sich gut eingelebt und ist sehr anhänglich zuhause. Sobald er aber einen anderen Hund sieht, flippt er total aus. Bellt und knurrt aggressiv. Auch am Gartenzaun hat er dieses Verhalten, wenn ein anderer Hund vorbeigeht. Ich weiß leider nicht warum er das macht und wie ich ihn aus dieser Situation rausholen kann.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    er traut Ihnen (noch) nicht zu, dass Sie ihn beschützen können. Deshlab bauen Sie draußen Vertrauen auf:
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Wenn Ihr Hund VOR Ihnen ist, also am Gartenzaun, wird er immer bellen. Gehen Sie mit ihm in den Garten, zeigen Sie ihm, dass Sie alles im Griff haben, und er keineEntscheidungen treffen muss - wenn Sie immer gelassen reagieren, kann Ihr Hund es auch sein.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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