Steigt sofort in die Leine bei Ansicht anderer Hunde

  
Testie schrieb am 24.07.2018   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

mein Lappi steigt sofort in die Leine sobald sich ein anderer Hund nähert. Selbst wenn ich circa 10-15 m Abstand nehmen den Hund ab sitzen lasse und ruhig mit ihm dastehe geht er zu 80 % hoch. wenn ich noch weiter zurück gehe, denke ich dass er nicht sofort auslöst. Problem: wie kann ich es schaffen die Distanz zu verringern. Er ist dann nicht mehr ansprechbar ab einer gewissen Distanz. Solange er ansprechbar ist belohne ich ruhiges Verhalten. Er ist fünf Jahre alt und nicht kastriert. Ich habe den Hund seit dem 21. Juli 2018. Ich möchte mich gleich drum kümmern. Ich würde mich freuen wenn Sie mir da einen Tipp geben könnten.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 28.07.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (5)

    Guten Abend,
    bei einem unkastrierten Rüden müssen wir Frauen gut führen können.
    Das heißt für Sie, wenn Sie eine Kastration ablehnen, dass Sie eine ordentliche Schippe Konsequenz drauflegen müssen.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf. DAs ist der große Fehler: Stehenbleiben und Stress aufbauen. Gehen Sie Bogen und Kreise, nehmen Sie den Blickkontakt heraus, nähern Sie sich der Situation an und gehen wieder hinaus - ABER BLEIBEN SIE auf jeden Fall IN BEWEGUNG!!!
    Sie führen - basta!
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de,
    lesen Sie meine Artikel in der HundeWelt und schauen Sie meine Filme auf YouTube mit der Hundebegegnung,
    Sie schaffen das,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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