Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Agressionen anderen Hunden gegenüber und Leinenagression

  Hessen
Claudi77 schrieb am 13.04.2015   Hessen
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
hab ein Problem mit unserem Hund,zieht wie verrückt an der Leine und ist aggressiv anderen Artgenossen gegenüber.Wurde leider zweimal gebissen(unverletzt)
Jetzt trainiere ich mit ihr sobald sie zieht und Jaunert bleib ich stehen.Aber sobald eine andere Hund kommt ist rum.Dreh ich um und lauf in die andere Richtung.
Gibt es noch Tips? Ah und Klicker Training ist auch mit dabei.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.04.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    herumdrehen und Stehenbleiben ist keine Lösung, wie Sie gesehen haben. Clicker ist nicht schlecht, ich benutze ihn aber nur drinnen. Wie wäre denn folgendes:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen. Außerdem langweilt er sich vielleicht. Hunde zeigen durch auffälliges Verhalten, was ihnen fehlt.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen. Gerade weil Ihr Hund gebissen wurde, ist das ganz wichtig!!!
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.Aber das sollte die Ausnahme sein.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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