Alles, was Du über Katzen wissen solltest

Jede Katze ist einzigartig und bringt ihre eigenen Eigenschaften, Vorlieben und Bedürfnisse mit. Um Deine Katze besser zu verstehen und ihr ein gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen, ist es wichtig, ihre natürlichen Verhaltensweisen und Ansprüche zu kennen. In unseren Kategorien erfährst Du mehr über Katzengesundheit, ausgewogene Ernährung, Pflege, Verhalten und Training sowie die Besonderheiten verschiedener Katzenrassen.

Wir zeigen Dir, worauf es bei einer artgerechten Katzenhaltung ankommt, wie Du Deine Katze im Alltag optimal unterstützt und welche Maßnahmen zu ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden beitragen. Außerdem erhältst Du wertvolle Informationen zu Futter, Beschäftigung, Erziehung und den verschiedenen Katzenrassen. So kannst Du die Bedürfnisse Deiner Katze besser einschätzen und eine liebevolle Grundlage für ein langes, zufriedenes Katzenleben schaffen.

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Sterilisation bei Katzen: Was gilt es zu beachten?

Für eine aussagekräftige Erklärung ist es zunächst wichtig, den Unterschied zwischen einer Kastration und einer Sterilisation aufzuzeigen. Beide Methoden haben die Vermeidung von unerwünschtem Nachwuchs zum Ziel, sind aber in der grundsätzlichen Herangehensweise verschieden. Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen Ihres Tieres entfernt. Die Keimdrüsen sind bei einem Kater die Hoden und bei einer Katze die Eierstöcke. In diesen Keimdrüsen werden Sexualhormone gebildet. Durch die vollständige Entfernung entfallen somit jeglicher Sexualtrieb und die Fruchtbarkeit Ihrer Katze. Im Rahmen einer Sterilisation wird lediglich die vollständige Unfruchtbarkeit erzielt, ohne dabei Einfluss auf den Sexualtrieb auszuüben.

Snowshoes – Mitteilungsbedürftig und anhänglich

Der ungewöhnliche Name Snowshoe bezeichnet eine populäre Katzenrasse. Diesen Namen verdankt sie den auffällig weißen Pfoten, die an übergestülpte Handschuhe erinnern. Schon in den 1950er-Jahren gab es Versuche, Katzen mit einer Siamzeichnung zu züchten, die weiße Pfoten haben. Diese Bemühungen wurden im Verlauf der Siebzigerjahre in den USA tatkräftig fokussiert und erreichten mit der Anerkennung der Snowshoe als Rasse schließlich ihr Ziel.

Sibirische Katze – Ein anhänglicher Begleiter mit dickem Fell

Die Sibirische Katze zählt zu den jüngeren halblanghaarigen Katzenrassen. Sie wird seit 1987 gezüchtet und hat innerhalb kürzester Zeit eine weite Verbreitung auf der ganzen Welt erreicht. Ihre Bezeichnung war in Russland zunächst über viele Jahre ein volkstümlicher Ausdruck, der alle Katzen umfasste, die sich durch eine kräftige Statur und einen langhaarigen Pelz auszeichnen. Nach und nach wurde sich um eine sorgfältige Zucht bemüht und der Begriff diente schließlich als konkrete Bezeichnung der charakteristischen Zucht.

Siamkatzen – Eigenwillig und dennoch treu

Die Siamkatze hat auf der ganzen Welt unter Katzenliebhabern einen bekannten und besonderen Ruf. Sie gehört zu den am meisten verbreiteten Katzenrassen und hat eine lange Geschichte. Ursprünglich entstammt diese Rasse der Region Siam, die in Südostasien liegt. Dieses Gebiet entspricht dem heutigen Thailand. Bereits vor ca. 200 Jahren wurde die Katze das erste Mal schriftlich erwähnt. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden englische Diplomaten in ihren Bann gezogen und brachten ein Siamkatzenpaar nach Großbritannien.

Maine Coon – Der sanfte Riese

Die Maine Coon ist eine Katzenrasse, die aus Nordamerika ihren Weg zu uns gefunden hat. Die besonders große und beeindruckende Katze mit dichtem Fell hat zwar einen liebenswürdigen und geselligen Charakter, aber auch hohe Ansprüche in Hinblick auf eine artgerechte Haltung.

Leukämie bei Katzen

Die Katzenleukämie, auch Felines Leukämievirus genannt, ist eine ansteckende Viruserkrankung mit einem schleichenden Verlauf. Oft bleibt die Erkrankung lange unerkannt, da diese sehr unterschiedliche Krankheitsbilder und Symptome aufweist, sodass die Erkrankung häufig tödlich für das Tier endet. Es kann sogar vorkommen, dass die Krankheit sich erst nach Jahren in Form einer chronischen Erkrankung äußert.

Häufigkeit und Behandlung

In Deutschland sind geschätzt 2 bis 10 % aller Katzen infiziert. Nicht bei jedem Tier, das mit dem Felinen Leukämievirus infiziert ist, bricht die Krankheit auch aus. Dennoch besagt eine Studie, dass 80 % aller infizierten Katzen in einem Zeitraum von drei Jahren sterben. Eine Therapie erkrankter Tiere ist nicht möglich. Die Behandlung erfolgt lediglich symptomatisch, um das Leiden der Katzen zu mindern. Chemotherapie oder Bestrahlung können zwar lebensverlängernd sein, allerdings ist bei bösartigen Tumoren eine Einschläferung zu empfehlen. Aufgrund dessen wird in Deutschland eine Impfung gegen das Virus, besonders wenn Ihre Katze freilaufend ist, empfohlen.

Verbreitung

Die Katzenleukämie ist weltweit verbreitet. Der Erreger wird hauptsächlich durch direkten Kontakt von Katze zu Katze verbreitet. Die Übertragung erfolgt über die Schleimhäute von Mund und Nase oder offene Wunden. Das infektiöse Material muss direkt aufgenommen werden. Dies geschieht vor allem beim gegenseitigen Putzen und Revierkämpfen. Eine indirekte Übertragung durch einen gemeinsamen Futternapf ist unwahrscheinlich, da der Virus bei Zimmertemperatur nur wenige Minuten überlebt. Ein schwangeres Tier kann den Erreger an die Jungen weitergeben; dies ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Andere Tiere oder Menschen sind durch den Virus nicht gefährdet.

Symptome

Das Krankheitsbild der Katzenleukämie ist sehr vielseitig, weshalb es sehr unterschiedliche Symptome geben kann. Hierbei wird vorerst zwischen zwei Formen unterschieden, nämlich der neoplastischen und der nicht-neoplastischen Form der Katzenleukämie. Symptome der neoplastischen Form:

  • Lymphome (Tumore der lymphatischen Organe)
  • Tumore der inneren Organe
  • Lymphknotenschwellungen
  • Fressunlust
  • Abmagerung
  • Erbrechen
  • Durchfall

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Symptome der nicht-neoplastischen Form:

  • Immunsuppression
  • Veränderung der Blutzellen
  • Fortpflanzungsstörungen
  • schlecht heilende Wunden und Abszesse
  • vermehrter Schlaf
  • Ohrenentzündungen
  • Augenerkrankungen
  • Katzenschnupfen
  • Lungenentzündung
  • Anämie (Blutarmut)

Prophylaxe/Impfung

Ab der neunten Lebenswoche können Sie Ihre Katze gegen das Virus impfen. Sollte das Tier bereits infiziert sein, ist die Impfung allerdings wirkungslos. Die Impfung ist nur für Freigänger zu empfehlen, da Wohnungskatzen nur selten oder gar nicht mit anderen Katzen in Kontakt kommen. Das Feline Leukämievirus an sich ist relativ empfindlich und wird in der Umwelt schnell unschädlich. Daher ist es auch mit allen gängigen Desinfektionsmitteln inaktiv zu machen.

Tiergesundheitshelfer

Hier findest Du unsere nützlichen Tiergesundheitshelfer: Checklisten und Infografiken rund um die Gesundheit von Hund und Katze.

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Über viele Jahre hinweg haben wir mit AGILAs Tiermagazin eine informative und unterhaltsame Lektüre für Hunde- und Katzenfans angeboten. Hier findest Du alle Ausgaben als PDF zum Download.

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