Was gehört in den Katzennapf?

Die richtige Ernährung spielt eine wichtige Rolle für ein langes und gesundes Katzenleben. Doch welches Katzenfutter ist geeignet, wie viel sollte eine Katze fressen und worauf kommt es bei der Auswahl des Futters an? In dieser Kategorie findest Du hilfreiche Informationen rund um die Katzenernährung – von den Grundlagen einer artgerechten Fütterung bis hin zu speziellen Ernährungsbedürfnissen.

Ob Nassfutter, Trockenfutter oder BARF: Wir erklären Dir die Unterschiede der verschiedenen Fütterungsformen und zeigen Dir, worauf Du bei Inhaltsstoffen, Nährstoffen und der Qualität von Katzenfutter achten solltest. Außerdem findest Du Antworten auf die Frage „Darf meine Katze … essen?“ und erährst, welche Lebensmittel eine sinnvolle Ergänzung des Speiseplans sind und welche besser tabu bleiben.

Unsere Informationen unterstützen Dich dabei, die Ernährung Deiner Katze individuell anzupassen – vom Kitten bis zur Senior-Katze. Du erfährst mehr über Futterumstellungen, Unverträglichkeiten und besondere Ernährungsanforderungen. So kannst Du Deine Katze optimal versorgen und ihr die Grundlage für ein gesundes und zufriedenes Leben bieten.

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Futterumstellung - Meiner Katze schmeckt’s nicht

Viele Stubentiger sind wählerisch, wenn es um ihre Nahrung geht. Doch was ist, wenn das Produkt der Wahl nicht ausreichend Nährstoffe enthält oder die Fellnase eine Allergie dagegen entwickelt hat? Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihren Liebling umgewöhnen können.

Trocken- oder Nassfutter für meine Katze?

Auf den ersten Blick bietet Trockenfutter dem Nassfutter gegenüber viele Vorteile: Es hat einen weniger penetranten Geruch, sieht appetitlicher aus und macht nicht so viel Dreck, wenn mal etwas neben dem Napf landet. Außerdem ist es durch seinen hohen Energiegehalt sättigender und oft preiswerter. Doch das heißt noch lange nicht, dass es auch das Beste für unsere Samtpfoten ist.

Was ist drin im Katzenfutter?

2013 wurde in Deutschland mit dem Verkauf von Katzenfutter ein Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro gemacht, wobei sogenanntes Feuchtfutter mit einer Milliarde auf dem ersten Platz landet. Dicht gefolgt wird diese Umsatzmarke vom Trockenfutter mit einem Jahresumsatz von rund 305 Millionen Euro und das Schlusslicht bildeten mit ca. 207 Millionen Euro Snacks aller Art. Die Kaufkraft ist somit statistisch zu belegen, doch bei wie vielen dieser zu Hauf verkauften Dosen haben Sie auch auf die Inhaltsstoffe einen Blick geworfen?

Unnatürliche und somit schädliche Inhaltsstoffe

Hauptbestandteil jedes Katzenfutters sind unumstößlich Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, obwohl gerade Letzteres im Grunde alles sein kann. So sollten Sie bedenken, dass ein Produkt zwar hochwertiges Fleisch, dafür aber auch

  • billige Schlachtabfälle,
  • Federn,
  • Schnäbel,
  • Wolle,
  • Knochen,
  • Urin und zerkleinertes Fell

enthalten kann. Diese Liste ist dabei noch lange nicht vollständig, was die Notwendigkeit des Nachlesens der Inhaltstoffe umso wichtiger macht. Hersteller interessieren sich dafür, möglichst viel Umsatz zu machen, da ein hoher Fleischanteil jedoch zu teuer wäre, ist es nicht selten, dass nur 4 % an Huhn, Kaninchen und Co. enthalten sind. Eine Katze interessiert sich hierfür aufgrund der Geschmacksstoffe, des zugesetzten Fettes und Zuckers jedoch auch nicht mehr. Dann gibt es noch die pflanzlichen Nebenerzeugnisse und das Getreide, bei welchen sich im Katzenfutter vor allem diese Dinge finden lassen:

  • Erdnussschalen
  • Getreideabfälle
  • Soja

Vor allem Soja gilt als besonders günstig, doch ist für die Katze wider der Natur, da durch die Kürze des Darms keine langkettigen Kohlenhydrate verdaut werden können und Organe, wie Niere und Leber, Schäden nehmen. Dies führt sogar soweit, dass jede zweite Katze an Organschäden stirbt. Sie sollten somit darauf achten, Ihrem Tier nur Nahrung zukommen zu lassen, die sehr kohlenhydratarm ist.

Kriterien für die Bewertung von gutem und schlechtem Futter

Für Sie ist es natürlich nur schwer möglich, einen Produktionsweg bis zu seinen Anfängen zu verfolgen, wodurch auch immer die Frage bleibt, ob im Katzenfutter drin ist, was drauf steht. Um dem eigenen Haustier jedoch keinerlei Schäden zuzufügen, können beim Kauf gewisse Merkmale beachtet werden:

  • am besten informieren Sie sich vor dem Kauf über getestete Futter - teuer heißt nicht gleich gut!
  • je geringer der zur Sättigung notwendige enthaltende Nährstoffgehalt ist, umso hochwertiger ist das Futter

Dies bedeutet vereinfacht gesagt, dass im Supermarkt erhältliche Futterdosen meist wesentlich höhere Angaben zur notwendigen Futtermenge machen. Mit hochwertigem Futter reduziert sich diese Menge nicht selten auf ein Drittel. Verursacht wird dieser gravierende Unterschied durch die in Billigfutter enthaltenden Füllstoffe.

Ist Katzenmilch ratsam?

Ist die Gabe von Katzenmilch sinnvoll?

Katzen vertragen Kuhmilch meist nicht, da sie die in der Milch enthaltene Laktose nicht verdauen können. Ihnen fehlt das Enzym Laktase, dessen Bildung zurückgeht, sobald sie von der Muttermilch entwöhnt werden. So kann es sein, dass Ihre Katze Verdauungsstörungen, meist Durchfall, bekommt, wenn Sie sie mit herkömmlicher Milch füttern. Eine Alternative zur Kuhmilch stellt die Katzenmilch dar. Doch auch hier stellt sich die Frage, ob die Gabe von Milch an ausgewachsene Katzen überhaupt sinnvoll ist.

Milch ist ein Nahrungsmittel

Milch kann, aufgrund seines hohen Nährstoffgehalts, nicht als Getränk gesehen werden, sondern gilt als Nahrungsmittel -auch für Katzen. Deshalb sollten Sie bei der Fütterung von Milch, sei es Kuh- oder die spezielle Katzenmilch, darauf achten, diese in Maßen zu dosieren. Die Nachteile der Katzenmilch scheinen also auf der Hand zu liegen:

  • Milch ist kein natürliches Nahrungsmittel für Katzen
  • Katzenmilch enthält viel Zucker und somit viele Kalorien
  • Sie kann, bei zu hoher Dosierung, schnell zu Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht führen
  • Katzenmilch ist sehr teuer

Außerdem besteht der Verdacht, dass in Katzenmilch viele unnötige Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Getreideabfallprodukte, verarbeitet sind. Bei den Nährwertangaben findet sich dies unter „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ und lässt darauf schließen, dass beispielsweise Abfallprodukte von Soja, Mais und Erdnüssen der Milch zugefügt werden.

Natürlich ist Katzenmilch keine Milch von der Katze, sondern setzt sich hauptsächlich aus besagten pflanzlichen Nebenerzeugnissen und Molkereierzeugnissen zusammen. Diese stammen jedoch meist von der Kuhmilch, sodass auch hier die für die Katze nicht verträgliche Laktose enthalten sein kann. Damit Katzen die Katzenmilch jedoch vertragen, wird häufig das Enzym Laktase bereits zu der Katzenmilch hinzugefügt.

Katzenmilch ist kein Hauptnahrungsmittel!

Es scheint also nicht allzu sinnvoll zu sein, die Katzenmilch als festen Bestandteil der Ernährung Ihrer Katze zu integrieren. Dafür ist der Kaloriengehalt zu hoch, sodass Katzenmilch ein wahrer „Dickmacher“ sein kann. Anders ist dies natürlich bei unterernährten Katzen, die eine erhöhte Kalorienzufuhr brauchen: Hier kann die Katzenmilch sehr hilfreich sein. Möchten Sie Ihrem Stubentiger dennoch einmal etwas Gutes tun, können Sie ihm als Leckerli, jedoch nicht allzu häufig, ein kleines Schälchen Katzenmilch hinstellen.

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