Die richtige Pflege für ein gesundes Hundeleben

Zur Pflege eines Hundes gehört weit mehr als nur regelmäßiges Bürsten. Je nach Fellart, Alter und individuellen Bedürfnissen benötigt jeder Hund eine passende Pflegeroutine. In dieser Kategorie erfährst Du, wie Du Deinen Hund richtig pflegst, welche Pflegeprodukte sinnvoll sind und worauf Du bei der Fellpflege, beim Baden oder bei der Kontrolle von Ohren, Augen und Pfoten achten solltest.

Auch Themen wie Zahnpflege, Krallen schneiden, Fellwechsel und die Pflege im Alltag spielen eine wichtige Rolle. Wir zeigen Dir, wie Du die Pflege Deines Hundes stressfrei gestalten kannst und welche Anzeichen auf mögliche Probleme hinweisen können. Mit der richtigen Pflege stärkst Du nicht nur die Gesundheit Deines Vierbeiners, sondern förderst auch die gemeinsame Bindung und sorgst dafür, dass sich Dein Hund rundum wohlfühlt.

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Hund nach dem Waschen richtig trocknen

Falls Sie sich schon einmal darüber amüsiert haben, dass sich Ihr Hund auf dem Teppich oder auch auf der Wiese wälzt und sich dabei gefragt haben, was dies für eine Bedeutung hat, kommt hier die Antwort: Das ist die Art der Hunde, sich zu waschen und ihr Fell zu reinigen.

Nutzen des Fells:

  • Schutz vor Kälte
  • Abhalten von UV-Strahlung
  • Kommunikation z.B. durch Sträuben des Fells

Hunde, die als Haustier gehalten werden, sollten deshalb je nach Verschmutzung und Geruch des Fells gewaschen werden. Für das Trocknen danach gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten.

Vorläufiges Trocken

Nach dem Waschen streichen Sie mit den Händen das überschüssige Wasser aus dem Fell. Nun reiben Sie den Hund am besten mit einem Frottiehandtuch ab und trocknen dabei auch die Ohrmuscheln. Um eine Erkältung zu vermeiden, achten Sie darauf, dass die Zimmertemperatur nicht zu niedrig ist und Ihr Hund bei kalten Außentemperaturen nicht mit nassem Fell nach draußen rennt.

Gründliche Felltrocknung

Wenn Sie Ihren Vierbeiner mit einem Haarföhn komplett trocknen möchten, sollten Sie dabei ein paar Dinge beachten. Da die meisten Hunde das laute Geräusch nicht gewohnt sind, kann es sein, dass sie zuerst davor erschrecken. Falls nötig, holen Sie sich Hilfe, um das Tier festzuhalten und zu beruhigen. Gegebenenfalls legen Sie zwischendurch kleine Pausen ein, um es nicht vollkommen zu verängstigen. Achten Sie auf eine angenehme Temperatur. Diese können Sie auch an Ihrer eigenen Hand testen. Halten Sie den Föhn ca. 30 cm vom Fell entfernt. Beginnen Sie mit dem Rücken und begeben sich immer weiter in Richtung Kopf. Schalten Sie an dieser Stelle den Föhn schwächer und verdecken die Ohren mit den Händen. Anschließend trocknen Sie die Pfoten und den Schwanz. Anstatt des Föhns kann auch ein Handtuch verwendet werden.

Im Sommer kann das Fell auch ganz einfach durch die Sonne getrocknet werden, ohne dass die Gefahr einer Erkältung oder Unterkühlung besteht. In den Wintermonaten ist auch eine warme Heizung oder ein Kaminfeuer von Nutzen. Je nach Beschaffenheit des Fells und Größe des Hundes kann abschließend noch eine Decke zum Aufwärmen verwendet werden.

Pflege nach einer Operation

So pflegen Sie Ihren Vierbeiner nach einer Operation

Die Zeit nach der Operation von Hund oder Katze bedarf von Frauchen und Herrchen besonders viel Zeit und Geduld. Die Tiere sind geschwächt und brauchen jetzt Ihre volle Aufmerksamkeit. Viele Tierhalter reagieren zuerst geschockt, wenn sie ihren benommenen Liebling aus der Tierarztpraxis abholen und vergessen in der Aufregung häufig die Pflegeanweisungen des Tierarztpersonals.

Ruhe, Wärme, Liebe - die ersten Tage nach dem Eingriff

Zu Beginn sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Operationsnarben richtig verheilen können und der Vierbeiner sie nicht aufleckt- oder beißt. Hilfreich kann ein Halskragen aus Plastik, ein enger Body oder ein bequemer Stoffkragen sein, der oftmals vom Tierarzt mitgegeben wird. Außerdem sollten Tierhalter auf die Nachwirkungen der Narkose achten und dem Vierbeiner einen warmen, ruhigen und sauberen Platz herrichten, an den er sich zurückziehen kann. Ein Lager auf dem Boden hat sich durchaus bewährt, da sich Hund und Katze nach der Narkose oft unsicher bewegen und von einem Platz auf der Couch oder einem Bett herunterfallen und sich dabei verletzen könnten. Andere Tiere sollten in den ersten Tagen nach der Operation von Ihrem Vierbeiner ferngehalten werden, da sie den operierten Vierbeiner zum Spielen animieren könnten.

Genaues Beobachten hat höchste Priorität

In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie Ihren Vierbeiner möglichst nicht alleine lassen. Die meisten Hunde und Katzen sind in ihrem geschwächten Zustand anhänglicher und suchen die Nähe zu ihren geliebten Zweibeinern. Ihren Hund sollten Sie nach einer Operation ausschließlich an der Leine ausführen und darauf achten, dass er sich nicht zu schnell bewegt, beziehungsweise keine unkontrollierten Bewegungen ausführt. Auch langes Treppensteigen sollte möglichst vermieden werden. Die Operationsnarben sollten regelmäßig von Ihnen auf ein richtiges Verheilen überprüft werden. Riecht die Narbe schlecht, tritt Flüssigkeit aus oder entzündet sie sich, verständigen Sie sofort Ihren Tierarzt! Fragen Sie Ihren zuständigen Tierarzt immer nach einer Telefonnummer, unter der Sie ihn auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können.

Die Top 5 der richtigen Pflege nach der Operation

  • Ruhe: Gönnen Sie Ihrem Vierbeiner ausreichend Schlaf
  • Schlafplatz: Dicke Decken, auswechselbare Leinentücher, Bodennähe und eine Infrarotlampe sorgen für Wohlbefinden
  • Das richtige Futter: Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob Ihr Hund oder Ihre Katze Spezialnahrung nach der Operation benötigt
  • Wundpflege: Kontrollieren Sie regelmäßig Wunden und Narben
  • Streicheleinheiten: Liebe und Wärme helfen Ihrem Vierbeiner, schneller wieder gesund zu werden

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.

Welches Hundeshampoo eignet sich am besten?

Ein Hund braucht zwar, anders als sein Frauchen oder Herrchen, keine tägliche Dusche. Diese würde seinem natürlichen Säureschutzmantel schaden. Ein gründliches Baden in regelmäßigen Abstand gehört aber klar zur Grundhygiene des Hundes. Hinzu kommt das gar nicht so seltene Ausnahmeereignis: das gründliche Einsauen an einer zweifelhaften Wuselstelle im Freien. Die Frage nach dem richtigen Hundeshampoo stellt sich so jedem Besitzer.

Welche Kriterien sollten bei der Auswahl beachtet werden?

Dem Felltyp nach Die wichtigste Regel, die es zu beachten gibt, lautet: Kein Menschenshampoo benutzen. Hunde besitzen einen deutlich höheren pH-Wert der Haut. Dazu kommt, dass jeder Felltyp seine eigenen Ansprüche an ein Haarwaschmittel stellt. So eignet sich für das raue, harte Haar eines Terriers oder Mittelschnauzers am besten ein spezielles Shampoo, das die Hautstruktur stärkt – zum Beispiel mit einem Zitronenextrakt. Shampoos für Langhaarhunde, wie Collies oder Havaneser, haben hingegen die umgekehrte Aufgabe das Haar zu glätten und zu konditionieren, damit es geschmeidig und leicht zu kämmen bleibt. Besitzer von Pudeln und anderen Hunden mit voluminösem Fell sollten zu Shampoos mit verringertem Ölgehalt greifen, da diese das Fell nicht beschweren. Welpen aller Rassen haben ihre ganz eigenen Anforderungen. Welpenshampoos sind in der Regel besonders mild und schützen die Augen stärker vor Reizungen.

Shampoos für besondere Felle:

  • Bei trockenem Fell helfen Haarwaschmittel mit Zusatz von Nerzöl, bei trockener Haut hingegen solche mit Haferextrakt besonders effektiv.
  • Aloe Vera hilft entzündete, sensible Haut zu beruhigen.
  • Für besonders glänzendes Fell sorgen Shampoos mit Panthenolzusatz.
  • Spezielle medizinische Haarwaschmittel können erfolgreich die Bekämpfung von Flöhen, Zecken oder anderen Parasiten unterstützen. Diese wirken aber sehr spezifisch und sollten deshalb nur nach der Rücksprache mit einem Tierarzt angewendet werden.
  • Für wasserscheue Vierbeiner und solche, die (gesundheitlich bedingt) nicht baden dürfen, gibt es spezielle Trockenshampoos. Diese werden als saugkräftiges Puder hergestellt, was gleichmäßig aufgetragen und dann einfach ausgekämmt wird.

Allergien vermeiden

Auch die Fellfarbe kann für die Wahl des Shampoos entscheidend sein. Shampoo-Sorten für Hunde mit weißem Fell helfen Verfärbungen zu bekämpfen, während auf dunkles Haar ausgelegte Formeln Braun- oder Schwarztöne stärken. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Farbe stets nur mit natürlichen Inhaltsstoffen gestärkt wird. Viele Hunde reagieren auf Färber, Duftstoffe und starke Konservierungsmittel allergisch. Ihrem Vierbeiner zuliebe lohnt es sich auch, stets auf die „ohne Tränen“-Kennzeichnung zu achten.

Wie wasche ich meinen Hund richtig?

Der Hund als treuer Begleiter erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ob nun zum Spielen im Park, zum Streicheln nach einem anstrengenden Arbeitstag oder einfach nur zum Gassi gehen – ein Hund stellt in jedem Fall eine Bereicherung für das Leben des Besitzers dar. Allerdings kann es auch immer wieder zu Verunreinigungen des Fells, insbesondere in der kalten und nassen Jahreszeit kommen. Dementsprechend ist regelmäßige Fellpflege unerlässlich. Sie sollten allerdings einige wichtige Grundsätze beachten:

  • Regelmäßige Pflege für im Haus lebende Hunde (z.B. Trockenpflege)
  • Nicht zu häufig baden (1-2 mal im Monat)
  • Bei Problemen über eine professionelle Fellpflege im Hundesalon nachdenken

Die tägliche Pflege

Die Pflege des Hundefells sollte nach jedem Spaziergang durchgeführt werden. Hier bieten sich Puder, Pflegetücher, Sprays an. Außerdem ist es ratsam, die Pfoten mit warmem Wasser abzuwaschen. Bei langhaarigen Vierbeinern lassen sich grobe Schmutzrückstände auch einfach mit der Bürste herauskämmen.

Das Bad

Bei starker Verschmutzung ist das Baden ihres Lieblings ratsam. Allerdings sollten Sie bedenken, dass bei jedem Bad mit enstsprechenden Mitteln die natürliche Schutzschicht des Fells beeinträchtigt wird. Ein durch die Talgdrüsen produziertes Sekret sorgt für die Abwehr von potenziellen Krankheitserregern und unterstützt die Feuchtigkeitsregulation der Haut. Im schlimmsten Fall kann zu häufiges Baden sogar die Entstehung von Schuppen begünstigen.

Zehn Praxistipps Um Ihrem Vierbeiner die bestmögliche Pflege zu teil werden zu lassen, finden Sie nachfolgend einige praktische Anmerkungen:

  • Beim Shampoo sollte darauf geachtet werden, dass es sich um Hundeshampoo handelt. Hier haben Sie die Auswahlmöglichkeiten je nachdem, welchen Fell- und Hauttyp ihr Hund besitzt.
  • Pflegespülungen erfüllen den Zweck, die Haarwurzel mit Nährstoffen zu versorgen und dem Fell einen seidenen und glänzenden Anschein zu geben.
  • Nutzen Sie eine gummierte Unterlage in der Badewanne, um ein Ausrutschen zu verhindern.
  • Prüfen Sie die Temperatur des Wassers.
  • Schützen Sie die Augen sowie Nase vor dem Wasser.
  • Verwenden Sie ein absorbierendes Hundetuch, um das Abtrocknen zu erleichtern.
  • Stellen Sie den Fön auf eine für den Hund angenehme Geschwindigkeits- und Wärmestufe.
  • Im besten Falle waschen Sie Ihren Hund mit zwei Personen, falls dieser sich wehrt.
  • Verhindern Sie, zum Schutz vor Erkältungen, Durchzug im Haus.
  • Loben Sie Ihren Hund während der Prozedur, da es sich für ihn im Zweifel um etwas Unangenehmes handelt.

Um allerdings möglichst positive Assoziationen beim Hund hervorzurufen, machen Sie ihm die Pflege zu einem Erlebnis, auf das er sich jedes Mal wieder freuen kann.

Hundeshampoo: Die richtige Wahl

Das richtige Hundeshampoo

Die Auswahl an verschiedenen Shampoos für den Hund ist immens und noch nie war die Verwirrung bei diesem Überangebot so groß wie heute. Es ist nicht leicht, das richtige Pflegemittel für das Fell des Vierbeiners zu finden. Was ist wichtig? Viele Besitzer fragen sich, ob sie ihren Hund auch mit normalem Shampoo für Menschen waschen können. Dies ist nicht der Fall! Der menschliche pH-Wert der Haut liegt zwischen 5,5 und 5,8. Hunde haben hingegen einen pH-Wert, der je nach Rasse bei 6,0 bis 8,6 liegt. Spezielle Hundeshampoos sind auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt, sodass deren Säureschutzmantel erhalten bleibt und das Rückfetten der Haut, das Ihren Hund vor Regen und Kälte schützt, nicht behindert wird. Um diese natürliche Lipidschicht nicht zu beschädigen, sollte Ihr Hund nicht zu oft gewaschen werden und erst recht nicht mit dem falschen Shampoo.

Welches Shampoo ist das richtige?

Sie sollten das Shampoo ganz individuell auf Ihren Hund abstimmen – auf seine Haarlänge, die Farbe, den Fell-Typ. Shampoo für Langhaarhunde macht das Fell seidiger und besser kämmbar, sodass das Aufkommen von Knoten vermindert wird. Oft enthalten diese Shampoos einen hohen Anteil an Conditioning-Substanzen. Shampoo für Hunde mit rauem Fell gibt dem Fell mehr Glanz und Struktur und beschwert es nicht. Welpen sollten nur mit Welpenshampoo gewaschen werden, da dieses ausschließlich milde Inhaltsstoffe enthält, die die Haut pflegen und einen gesunden Fellwechsel fördern. Hundeshampoos für problematische Haut enthalten antiseptische und andere heilende Wirkstoffe, die die gereizte Haut pflegen und ihr einen verstärkten Schutz bieten. Auch für Hunde mit weißem Fell gibt es ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Shampoo – es wirkt Vergilbungen entgegen, hellt das weiße Fell auf und lässt es glänzen. Dann darf natürlich auch das schwarze Haarkleid nicht vernachlässigt werden – Hundeshampoo für schwarzes Fell intensiviert und stärkt den Schwarzton durch beispielsweise Kakao- oder Walnussextrakte.

Welche Wirkstoffe nicht enthalten sein sollten

Achten Sie beim Kauf des Hundeshampoos auf die Inhaltsstoffe, da manche sich schädlich auf die Gesundheit Ihres Hundes auswirken können. Die folgenden Inhaltsstoffe sollten nicht enthalten sein:

  • Natrium-Lauryl/Laureth-sulfat
  • Duftstoffe
  • Formaldehyd
  • Phtalate
  • Moschusverbindungen

Mittlerweile gibt es zunehmend Shampoos auf biologischer Ebene, die keine chemischen Zusatzstoffe enthalten. Besteht bei Ihnen Unsicherheit bezüglich der Auswahl, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat. Fungizide und bakterizide (also pilz- und bakterientötende) Mittel sollten Sie nur auf Anraten Ihres Tierarztes anwenden.

Tipps zur richtigen Hundepflege

Die regelmäßige Pflege Ihres Hundes, beispielsweise des Fells, der Pfoten oder der Ohren, gehört zu einer artgerechten Haltung des Vierbeiners und trägt in großem Maße zu seinem Wohlbefinden bei. Die wichtigsten Pflegetipps haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

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Hier findest Du unsere nützlichen Tiergesundheitshelfer: Checklisten und Infografiken rund um die Gesundheit von Hund und Katze.

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