Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

ziehen und pöpeln an der leine

  Niedersachsen
lunavox schrieb am 03.01.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Schäferhund, Deutscher, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Ich habe eine 2 jährige schaferhündin die an der Leine zieht und Pöbelt sie geht sogar andere Hunde an oder menschen egal wär ihr draußen endgegen kommt sie ist aber auch sehr ängstlich was kann ich da machen brauche hilfe

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 03.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das Ziehen und das Pöbeln hängt immer zusammen. Ein Hund, der an der Leine zieht, führt das "Rudel" an und muss regeln. Der Mensch sollte den Hund führen, dann kann sich der Hund auf ihn verlassen und muss auch andere Hunde oder Menschen nicht mehr regeln.
    Meistens liegt das Ziehen an der Art, wie die Leine gehalten wird. Oft wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Mißerfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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