Besuch für mich...nein

  
Blacksib schrieb am 08.02.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Unsere kleine Hunde Dame namens Coco
Rennt immer zur Tür wenn wir Besuch bekommen und springt diesen an und will Aufmerksamkeit.
Sie wird auf ihr Platz im Wohnzimmer geschickt aber sobald der Besuch sich setzt springt sie auf die Couch und hört nicht mehr!
Desweiteren wenn wir von einkaufen mit dem Auto wieder kommen sitzt sie in der wohnung auf der Fensterbank und fängt das kaufen und bellen an.
Wenn wir dann im haus flur vor der Tür sind hört sich das so schrecklich an. Könnte da echt Hilfe gebrauchen.

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 10.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    da die Menschen bei Besuch meist auch sehr aufgeregt sind, ist es auch der Hund, da sich die Stimmung überträgt.
    Außerdem hat der Hund mit dem Klingeln vermutlich bereits verknüpft, dass nun Besuch in die Wohnung kommt, man Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten usw. von diesem erhält.

    Das Herumspringen auf der Couch sollten Sie zunächst ignorieren, denn Aufmerksamkeit wird ihr Verhalten nur noch verstärken.

    Es ist als Managementmaßnahme zunächst möglich, eine Hausleine (sehr dünne Leine, die NUR drinnen und NUR in Anwesenheit eines Menschen getragen wird) am Hund zu befestigen, um ihn daran zu hindern, zu dicht zum Besucher zu kommen.
    Auch gibt es die Möglichkeit, eine sogenannte "Sitzdose" einzuführen. Das Prinzip können Sie hier nachlesen: https://trainieren-statt-dominieren.de/blog/22-bellen-besucher/29-die-sitzdose

    Trotzdem sollte parallel dazu ein gezieltes Besuchertraining stattfinden.

    Es empfiehlt sich, zunächst ohne konkrete Besuchssituation zu trainieren.
    Der Hund bekommt eine Sicherheitszone, in der er sich wohlfühlen soll. Dies kann eine Hundebox sein oder ein anderer Raum, der z.B. durch ein Kindergitter vom Zimmer, in dem der Besuch sich später aufhält, getrennt ist.
    Sie üben zunächst, den Hund in seine Sicherheitszone zu schicken, wo bereits Leckereien, am besten Kauartikel (Kauknochen, gefüllter Kong etc.) auf ihn warten.
    Nach einigen Tagen sollte der Hund diese Sicherheitszone gern betreten und sich darauf freuen.
    Im nächsten Schritt bitten Sie Bekannte/Freunde, an ihrer Tür zu klingeln. Ohne dass nun Besuch in die Wohnung kommt, wird der Hund nach jedem Klingeln in die Sicherheitszone geschickt, wo es wieder allerhand Leckereien gibt. Nach einigen Wiederholungen sollte der Hund mit dem Ertönen der Klingel verbunden haben, dass er in die Sicherheitszone "darf".
    Erst wenn das gut funktioniert, bestellen Sie richtigen Besuch. Ihr Hund hört also die Klingel, wartet bis er in die Sicherheitszone kann (z.B. in einen anderen Raum, der durch ein Kindergitter abgetrennt ist und Sie öffnen nach dem Klingeln dieses Gitter und lassen ihn mit einem Kauknochen rein) und öffnen dann die Tür.
    Der erste Besuch soll sich an dieser Stelle des Trainings noch ruhig verhalten und nur kurz bleiben.
    Und auch wenn dies gut funktioniert, steigern Sie die Aktivität des Besuchers.

    Parallel dazu sollten Sie ein kleinschrittiges Training zum Allein bleiben beginnen, denn wenn Ihre Hündin bei Ihrer Rückkehr so hochfährt, ist das ein Zeichen von Trennungsstress.

    Wenden Sie sich hierfür an einen qualifizierten Hundetrainer und/oder Verhaltensberater vor Ort. Qualifizierte Hundeschulen in Ihrer Nähe finden Sie unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .

    Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten.

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