Bellen beim spazieren gehen!

  
Boomer-23774 schrieb am 25.01.2017   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser Maltesa-Shitzumischling (5 Jahre) bellt beim spazieren gehen jeden Hund, Radfahrer, Motorradfahrer histerisch schon fast schreiend an und geht die Leute, Hunde, Fahrzeuge an. Es ist einfach nur peinlich. Unser cairrnterrier-lass-Apso-Tibetterriermischling (11Jahre)wird dadurch mit angesteckt, obwohl er der ruhige Hund ist. Wir haben es bereits schon im Welpenalter mit Wassersprühflasche versucht, ihm dieses abzugewöhnen, jedoch gelang es uns nicht. Dieser kleine Kerl hat einen sturen Kopf. Entspanntes gehen fast nicht möglich, mein Partner nimmt ihn hoch, wenn er einen großen Hund sieht und hält ihm die Augen zu, damit er sich nicht aufregt. Was können wir tun?

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 30.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    also zunächst mal hilft Nassspritzen etc. nicht, denn die Emotion des Hundes verändert sich ja dadurch nicht (nachzulesen hier: http://www.hey-fiffi.com/leinenaggression-teil-2-was-n-i-c-h-t-hilft)

    Je nachdem, was die Ursache für das Verhalten ist (Unsicherheit/Frust etc.) ist eine systematische Desensibilisierung gepaart mit dem Aufbau eines Alternativverhaltens sinnvoll.

    Dazu stellen Sie sich eine Trainingssituation (befreundete Hundebesitzer, jemand der Fahrrad fährt etc.)
    Sie beginnen dann das Training in einer sehr großen Distanz zum Auslöser.
    Nimmt er den Auslöser wahr, aber zeigt noch kein schlechtes Verhalten, markern Sie das Verhalten (Clicker, Lobwort) und belohnen Ihren Hund (Futter, falls er es gern nimmt, auch gern hochwertig oder Spielzeug etc.). GLEICHZEITIG bauen Sie NOCH MEHR Distanz zum Auslöser auf, falls Ihr Hund das Verhalten aus Unsicherheit zeigen sollte. Ist es Frust, da er zum Hund hin möchte, um bspw. Kontakt aufzunehmen, dann ist die gleichzeitige Belohnung die Annäherung zum Auslöser.
    Wenn Ihr Hund verstanden hat, dass es eine Belohnung gibt, wenn er den Auslöser anguckt, können Sie kleinschrittig die Distanz zum Auslöser verkleinern.
    Achten Sie dabei auf die Körpersprache Ihres Hundes. Zeigt er doch wieder unerwünschtes Verhalten oder ist nicht ansprechbar etc., war der Schritt zu groß und Sie müssen wieder auf größeren Abstand gehen.

    Ich empfehle Ihnen, das Training von einem Experten begleiten zu lassen. Unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche finden Sie qualifizierte Hundetrainer und/oder Verhaltensberater, die mit Ihnen ein gezieltes Training durchführen können.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten

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