Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Beißen während dem spielen und ziehen an der Leine

  Rheinland-Pfalz
IrisHeberger29968 schrieb am 15.04.2017   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Yorkshire, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Unser Hund beißt zu wenn ihm irgendetwas nicht passt und wenn er Aufmerksamkeit will. Sogar beim Spielen. Zum anderen zieht er beim Gassi gehen und hört auch nicht auf Kommandos.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 15.04.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Ihr Hund hat wahrscheinlich gelernt, wenn er Aufmerksamkeit will, muss er nur beißen und bekommt sie dann. Das können Sie nur ändern, indem Sie nie auf Forderungen des Hundes eingehen. Wenn er Streicheleinheiten, spielen, Futter will, ignorieren Sie es. Wenn er beißt, gehen Sie kommentarlos weg. SIE entscheiden, NIE der Hund.
    Wenn der Hund nicht auf Kommandos hört, liegt das daran, dass er gelernt hat, sie nicht befolgen zu müssen. Z.B. rufen Sie ihn, vielleicht sogar mehrmals, er hört nicht und hat genau das dann gelernt: Sie rufen und weiter passiert nichts. Besser wäre es, eine Schleppleine am Geschirr zu befestigen, zuhause eine kurze Hausleine und ihn jedesmal, wenn er nicht hört, herzuziehen, zu belohnen und wieder laufen zu lassen.
    Genauso ist es wichtig, alle anderen Kommandos durchzusetzen, JEDESMAL, bis er verinnerlicht hat, dass er die Kommandos ausführen muss, dass Sie nicht nachgeben.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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