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Manch einer hat da schon zu Aussagen wie "Nein, der ist hochansteckend" oder "Nein, der beißt" gegriffen. Aber das ist ja auch keine Lösung auf Dauer. Ernsthaft, müssen unsere Fellkinder wirklich immer zu jedem hin?
Nein, meiner Ansicht nach nicht. Häufig wird der unbedingt notwendige soziale Kontakt von Befürwortern der unbedingten Hundebegegnung gerne als Argument gebracht. Argumente gegen wahllose Begegnungen sind jedoch, dass der Hund wenn er jedesmal einfach hin darf, dies auch weiterhin energisch einfordern wird - Grenzen hingegen geben dem Hund Sicherheit und damit Vertrauen.
Sozialpartner
Doch wie viel Sozialkontakt braucht der Hund wirklich? Und wie sollte er sich im Idealfall gestalten? Für Hunde sind in erster Linie die eigenen Familienmitglieder die Sozialpartner. Dort bildet sich die Basis für sein Urvertrauen und die Sicherheit, die Welt neugierig und offen zu erkunden. Ausgewählte Kontakte können ungemein wertvoll sein. Weniger kann für Ihren Hund da mehr sein. Denn, wie gesagt, Sie und Ihre Familie sind die wichtigsten Sozialpartner. Bei Ihnen findet Ihr Fellbündel Spannung, Spiel und Überraschung. Sie vermitteln Geborgenheit. Aus diesem Gefühl heraus kann die Welt entdeckt werden und können soziale Kontakte stattfinden. Ihr Hund soll sich dabei an Ihnen orientieren und sich in dem von Ihnen gesteckten Radius aufhalten, sich nach Ihnen umsehen oder bei Fuß gehen etc.. Beim Kennenlernen bedeutet das, trotz aller Vorfreude Blickkontakt halten, evtl. vorher absitzen und in Ruhe ableinen.
Leinenkontakte
Kontakte an der Leine sollten ohnehin nicht stattfinden. Das liegt darin begründet, dass Hunde im angeleinten Zustand in ihrem Ausdruck eingeengt sind und es dadurch zu Missverständnissen und sogar zu Frust kommen kann. Ausnahmen können Hunde sein, die generell eher ruhig sind, die sich schon gut kennen und einander lediglich beschnuppern und dann weitergehen. Und gehen Sie und Ihr Hund einen leichten Bogen, anstatt frontal auf das Gegenüber zu. Das entspricht der höflichen Hundesprache. Sowieso gilt die Regel, wenn ein angeleinter Hund entgegenkommt, dann leinen Sie Ihren natürlich auch an - oder der andere Hund wird abgeleint. Wie kann nun eine angemessene Reaktion in einer solchen Situation mit der eingangs genannten Frage aussehen?
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Einvernehmlicher Hundekontakt
In jedem Fall ruhig bleiben und mit dem Gegenüber klar kommunizieren. Erstmal ist es wichtig dafür zu sorgen, dass bei Ihnen und ihrem Hund die Situation unter Kontrolle ist. Sie und Ihr Hund gehen immer vor. Wollen Sie wirklich Kontakt oder möchten Sie lieber weitergehen? Wie verhält sich Ihr Hund? Wie verhält sich das andere Mensch-Hund-Team? Spüren Sie in Ihren Hund und sich hinein. Empfinden Sie den Kontakt als stimmig? Wenn Ihnen alles richtig erscheint - dann dürfen sich die Hunde im abgeleinten Zustand gerne kennenlernen. Wenn ein einseitiges Interesse besteht, dann erklären Sie kurz und freundlich, dass Sie lieber weitergehen möchten. Umgekehrt gilt natürlich auch dasselbe. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen entspannte, fröhliche Gassi.