Immer mehr Sportarten erfüllen das gemeinsame Leben von Mensch und Vierbeiner. Gut so, denn das bedeutet mehr Möglichkeiten, mit Freude und Abwechslung gesund durch das Hundeleben zu kommen. Gerade im Sommer boomen alle möglichen Arten des Wassersports mit Hund. So auch das Stand Up Paddling, was auch als Surfpaddling oder kurz: SUP, bekannt ist. Wenn Sie Ihrem Vierbeiner aufregende Aktivitäten bieten wollen, sollten Sie das Stand Up Paddling mit Hund unbedingt ausprobieren.


Inhaltsverzeichnis:

Wie funktioniert Stand Up Paddling mit Hund?

Der unter Liebhabern nur als „SUP“ bekannte Sport wird auf einem mit Luft gefüllten oder auch fest vorgeformten Brett, das an ein Surfboard erinnert, betrieben. Hierbei geht es nicht darum, Gewässer im Sitzen zu überqueren, sondern sich mittels eines entsprechend langen Paddels im Stehen fortzubewegen. Dennoch ist, gerade für Anfänger:innen, auch das Fahren im Sitzen, auf Knien oder hockend möglich. Der Hund findet dabei meist auf der Spitze des Boards, also vor Ihnen, Platz. Gerade bei Vierbeinern, denen der Sport noch fremd ist, sollte auf kurze Krallen geachtet werden, damit das Brett nicht bei eventuell hektischen Angstreaktionen kaputt geht. Hat der Hund bequem Platz gefunden, kann die Fahrt jedoch schon bedenkenlos beginnen. Denn die Mischung aus Surfen und Kanufahren mit Hund ist – zumindest als Hobby – ein gemächlicher Sport, bei dem das Zusammensein auf dem Wasser und die Erfrischung im Sommer im Vordergrund stehen. Zusätzlich können Sie den Ausblick und die Natur genießen und Ihr Hund kann ganz nebenbei schwimmen lernen beziehungsweise gehen.

Mittlerweile bieten am Wasser gelegene Großstädte, wie Hamburg oder Rostock, entsprechende Kurse an, in denen nicht nur der Mensch lernt, auf dem Brett zu balancieren, sondern auch der Hund. Abseits der Städte, wie in den mecklenburgischen Seenlandschaften, ist Surfpaddling mit Hund ebenfalls möglich. Wer diesen Sport auf eigene Faust erlernen möchte, kann bereits ab 200 Euro ein SUP erstehen, nach oben sind natürlich kaum Grenzen gesetzt. Auch Ausleihen kann man sich die Boards für das Surfpaddling mit Hund mittlerweile an vielen Stellen. Fragen Sie unbedingt explizit nach, ob die Mitnahme eines Hundes auf dem Brett erlaubt ist. Es ist zu empfehlen, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, die auch Mietsachschäden, welche beim Stand Up Paddling mit Hund entstehen könnten, abdeckt.

Welche Vorteile hat das Stand Up Paddling mit Hund?

Zwar ist jeder Hund ein ganz eigener Charakter, jedoch gibt es Rassen, die genetisch bedingt ruhiger, beziehungsweise unruhiger sind. Dackel, Terrier oder der Deutsche Schäferhund brauchen, als Jagd- und Hütehunde, zum Beispiel viel Auslauf und Beschäftigung für den Kopf. Das Stand Up Paddling mit Hund ist immer ein kleines Abenteuer und hat mehrere Vorteile für Ihren Hund:

  • Wind und Wellen oder stilles Wasser, das Hobby kann bei fast jedem Wetter durchgeführt werden
  • Es ist sehr einfach zu erlernen
  • Die Muskulatur wird sanft trainiert, was auch für ältere Hunde angenehm ist
  • Ihr Hund schult seine Konzentration und Balance
  • Alle vier Gliedmaßen, die Flexibilität der Wirbelsäule, die Koordination und die Motorik werden trainiert und gefestigt
  • Die Bindung von Mensch und Tier wird gestärkt und gegenseitiges Vertrauen gefördert
  • Das Selbstvertrauen Ihres Hundes wird größer
  • Eher unruhige Hunde können hier lernen, zur Ruhe zu kommen, denn abgesehen vom Sprung ins Wasser, können sie nirgendwohin laufen

Was es dennoch zu beachten gibt

Nur weil es sich beim Stand Up Paddling mit Hund um eine Trendsportart handelt, bedeutet dies nicht, dass auch Ihr Hund Gefallen daran findet. Bevor Sie sich eine Ausrüstung kaufen, sollten Sie unbedingt Probe-Angebote nutzen, um herauszufinden, ob sich Ihr Hund für das Paddeln auf einem Surfbrett begeistern lässt. Ist dies der Fall, sollten Sie ein Geschirr oder eine Schwimmweste für Ihren Vierbeiner nutzen, damit Sie Ihren Hund bei Bedarf so einfach wie möglich wieder aus dem Wasser ziehen können.

Zeigt Ihr Hund beim SUP fahren deutliche Stresssymptome, die auch nach einem langsamen Heranführen nicht verschwinden, sollten Sie auf das Stand Up Paddling mit Hund verzichten. Zeigt Ihr Liebling jedoch Neugierde und Freude, haben Sie mit Sicherheit einen tollen neuen Sport für sich entdeckt!

Erfahrungen beim Stand Up Paddling mit Hund

Franziska und ihre Rhodesian Ridgeback Hündin Zula aus der AGILA Redaktion sind bekennende Fans des Sports und seit mehreren Jahren immer mal wieder gemeinsam auf dem Board unterwegs. Franziska berichtet, was das Stand Up Paddling mit Hund für sie beide ausmacht:

„Ich hatte schon häufiger von Möglichkeit gehört, Stand Up Paddling mit Hund auszuprobieren. Als in einem Sommer meine Hundeschule einen Workshop dazu anbot, haben wir zugeschlagen und es direkt mal versucht. Nach einem kurzen Sitz-Kommando auf dem Board ging es auch schon los. Wir sind seitdem immer wieder gerne unterwegs, denn ich finde es einfach schön, auf dem Wasser zu sein! Es macht Spaß und es ist natürlich toll, eine Beschäftigung zusammen mit dem Hund zu haben. Für Zula ist das vor allem ein gutes Training in Sachen Gleichgewicht, aber auch in der Ruhe, denn sie kann auf dem Board ja nicht viel tun, außer: Sitzen, Liegen und Schauen. Je nachdem, wo wir SUP fahren, kann sie natürlich zwischendurch auch immer mal ins Wasser springen, das geht auf Flüssen allerdings eher nicht. Je tiefer das Wasser, desto schwerer kriege ich sie mit ihrem Gewicht wieder auf das Board, ohne ans Ufer fahren zu müssen. Wenn während der Fahrt etwas nicht stimmt, macht mir Zula das sehr deutlich. Zum Beispiel wenn das Board zu tief im Wasser liegt und ihr Po dadurch die ganze Zeit im Wasser sitzt, springt sie meist runter und zeigt mir, dass ihr das nicht passt. Grundsätzlich macht ihr der Sport aber auch Spaß und wir probieren gerne neue Gewässer zusammen aus. Das nächste große Ziel wäre dann, einmal auf dem Meer zu fahren.“

Foto: © everydoghasastory / Adobe Stock

Hunde Newsletter