Unser Yorksher bellt andere Hunde an

Allgemeines
Andrea F. schrieb am 19.09.2016
Hallo,

vielleicht können Sie mir Hilfestellung geben wie ich es schaffe das unser Yorksher nicht jeden Hund anbellt. Egal ob großen oder kleinen Hund. Sie muss einen Hund nur von weiten sehen und schon fängt sie an an der Leine zu ziehen, geht der Hund an uns vorbei muss sie bellen. Wir haben auch schon gedacht Fortschritte gemacht zu haben indem wir die Leine lockerer gelassen haben, bei einigen Hunden schnüffelt sie von weitem und dann auf einmal will sie zubeißen, richtig "link" manchmal. Sie lässt nicht zu, dass andere Hunde an ihr schnüffeln dürfen. Auch bei unserem Nachbarhund, ebenfalls eine Hündin, bellt sie schon wenn sie sie hört, oder merkt das sie im Garten nebenan ist. Was können wir tun um ihr das Bellen abzugewöhnen? Zu Hause ist sie der liebste Hund ;o)
1 Antwort
Hallo, es wäre gut, wenn Ihr Hund in der Trainingsphase nicht in die Situation kommt, jeden Hund anzubellen bzw. wegzubellen. Lassen Sie Ihren Hund nicht an fremden Hunden schnüffeln und sorgen Sie dafür, daß kein anderer Hund an Ihrem Hund schnüffelt. Sobald Ihr Hund einen anderen Hund wahrnimmt, gehen Sie mit Ihrem Hund aus der Situation, d.h. Richtungswechsel oder einen großen Bogen laufen. Ziel ist es erst einmal, daß Ihr Hund nicht sofort losbellt. Wenn Sie an einem anderen Hund vorbei müssen, nehmen Sie Ihren Hund auf die andere Seite, sodaß Sie als Schutzschild zwischen Ihrem und dem anderen Hund sind. Loben Sie Ihren Hund nur, wenn er ruhiges Verhalten zeigt - wenn er bellt ignorieren Sie sein Verhalten und gehen zügig weiter. Üben Sie mit Ihrem Hund außerhalb der Situationen ein Verhalten, was er bei Sicht eines Artgenossen zeigen könnte, z.B. Sie anschauen und dafür ein Leckerlie kassieren. Desweiteren sollten Sie an der Leinenführigkeit arbeiten. Ihr Hund sollte an lockerer Leine neben oder hinter Ihnen laufen. Wenn es an lockerer Leine gut klappt, können Sie es ohne Leine versuchen, daß Ihr Hund neben Ihnen bzw. hinter Ihnen läuft. wenn er Sie überholt, grenzen Sie ihn körperlich ein.
Es braucht viel Geduld bis sich das Verhalten Ihres Hundes wieder verändert. Sollten Sie sich unsicher sein, holen Sie sich eine Fachfrau/-mann nach Hause, der Sie genau anleitet.

Viele Grüsse aus Düsseldorf
Kerstin Gebhardt
Hundepsychologin/-Trainerin
www.kerstin-gebhardt.de
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