Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund bellt andere Hunde stets an

  Niedersachsen
Stephanie87 schrieb am 03.10.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Zwergpinscher-Chichua mix, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
Ich habe vor 4 Monaten einen Zwergpinscher mix (Hündin) aus einer Familie zu mir geholt.
Ich stelle immer mehr fest das sie jeden Hund eindringlich anbellt beim Gassi gehen, die Hunde die nicht an der Leine sind, reagieren sehr aggressiv und einer hat sie auch schon gebissen.
Was kann ich tun das sie das ständige gebelle bei anderen Hunden sein lässt?
Schnauze zuhalten und Nein sagen in einem ruhigen aber bestimmenden Ton zeigt bei ihr keine Wirkung!
Selbst wenn ich sie an die Hunde dann ranlasse, knurrt sie wedelt dabei mit dem Schwanz zwar aber sobald ihr was nicht passt, wirkt sie aggressiv

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.10.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Stephanie,
    Schnauze zuhalten und nein sagen ersetzt nicht eine ruhige, souveräne Führung. Angeleinte Hunde reagieren oft aggressiv, weshalb ich Ihnen dringend rate, die Kleine nie angeleint zu Hunden zu lassen. Sie wird sonst noch öfter gebissen werden. Wenn ein Hund mit der Rute wedelt, bedeutet das nicht immer Freundlichkeit. Es bedeutet in erster Linie Aufregung.
    Meist besteht dieses Problem der Leinenaggression, wenn es an der LeineFÜHRUNG mangelt und der Hund vorgeht oder sogar zieht.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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