Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

bellt bei jedem Geräusch und zieht an der Leine wenn Hund in nähe

  Hessen
Minnie 6283 schrieb am 15.01.2016   Hessen
Angaben zum Hund: Staffordshire-Terrier mix, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Also ich habe einen 8 Monate jungen staffordshireterrier, rüden und sobald er ein Geräusch hört zb die Nachbarn, jmd im Treppenhaus oder Besuch den er noch nicht kennt bellt er und egal was ich sage er hört nicht auf...
Zu anfangs dachte ich dass er Angst hätte und deswegen bellt ich habe schon alles versucht aber leider ohne Erfolg. Was kann ich dagegen tun?

Ein anderes Problem ist wenn ich mit ihm raus gehe und er andere Hunde sieht zieht er ohne ende ich lass ihn auch gerne immer wieder mit anderen Hunden spielen -nachdem ich natürlich erst gefragt habe ob das für die anderen klar geht- aber wenn wir mal unterwegs sind (und das sind wir immer sehr lange, weil wir ein Herz und eine Seele sind :) ) zieht er immer sehr stark.... Wie kann ich es machen dass er die anderen Hunde ignoriert bis ich es ihm erlaube ??

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    lange unterwegs sein, bedeutet auch Stress für den Hund, deshlab zieht er von IHNEN WEG. DAs muss man sich klarmachen, er will von Ihnen weg. Er will von Ihnen weg zu anderen Hunden. Erwerben Sie sich zuerst einmal sein Vertrauen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Gegen das Bellen im Haus tun Sie folgendes:
    Er bellt das zweite Mal, Sie sagen: So ist brav und geben ihm ein Leckerchen. Das heißt für den Hund: Sie nimmt meine Warnung ernst, lobt mich für meine Wachsamkeit. Bald wird er zweimal bellen, Sie ansehen, sein Leckerchen bekommen und gut ist. Sie haben etwas verknüpft, was der Hund verstehen kann. Wenn Sie ihn anschreien, wenn er bellt, "kläffen" Sie mit und zeigen ihm, dass Sie auch Angst haben....
    Viel ERfolg
    Inge Büttner-Vogt



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