Hundetrainer-Sprechstunde
Elli C. schrieb am 09.10.2024
Guten Tag,
wir haben zuhause eine 1-jährige Corgi-Hündin, die bereits als Welpe mit 11 Wochen bei uns eingezogen ist. Während der Sozialisierungsphase haben wir uns Mühe gegeben sie mit allen Situationen unseres Alltags vertraut zu machen, z.B. auch das Aufzugfahren und die Begegnung von Nachbarn im Treppenhaus. Als Welpe war sie zwar skeptisch, jedoch immer sehr neugierig und aufgeschlossen gegenüber neuen Menschen und hat sich über Streicheleinheiten gefreut.
Da sie jedoch unser erster Hund ist, können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob wir alles so korrekt gemacht haben.
Nun hat sich im Alter von ca. 6 Monaten die Pubertät angekündigt und die bisher recht ruhige Hündin hat ihr Stimmorgan entdeckt. Eine der Situationen, in denen sie besonders viel bellt, ist tatsächlich bei der Begegnung eines Nachbarn im Treppenhaus. Dabei zerrt sie nach vorne (wenn angeleint) und kläfft dabei ununterbrochen, auch ansprechbar ist sie in diesem Moment nicht. Wenn nicht angeleint, läuft sie auf die Person zu, bellt und schnappt nach den Fingern (es wirkt eher wie angedeutetes Schnappen als wie böswilliges Zubeißen). Wenn man sie aus der Situation herauszieht und sie aber noch Sicht auf den Nachbarn hat, wird viel geknurrt und gelegentlich gebellt.
Da wir bis heute nicht genau wissen, ob es sich um Angst oder Revierbellen handelt, haben wir uns mit Training gegen das Verhalten schwer getan und fürchten etwas in ihrem Verhalten bestärkt zu haben.
Unsere bisherigen Lösungsansätze waren, dass wir uns vor die Hündin gestellt haben, sodass sie nicht an uns vorbei den Nachnarn anbellen kann. Wir hatten versucht sie mit alternativen Kommandos wie Sitz abzulenken (das kann sie sonst sehr gut, auch in vielen stressigeren Umgebungen). Auch das Ignorieren des Gebells und das schnelle Herausziehen aus dem Treppenhaus waren dabei, genauso wie ein kräftiges, resolutes "Lass es!". Leider blieben bisher alle Versuche ohne richtigem Erfolg und es scheint sich eher noch langfristig zu verfestigen.
Laut unserer bisherigen Trainerstunde bei der lokalen Hundeschule soll sie aus Angst bellen und wir sollen einen Nachbarn finden, der sich anbellen lässt, damit sie lernt, dass nichts passiert. Da es sich jedoch meist um ältere Menschen handelt, denen wir das einfach nicht antun möchten und sie Freunde/Familie ja aber bereits schon gut kennt, erweist sich das als schwierig. Auch aus unseren bisherigen Trainingseinheiten mit ihr haben wir den Eindruck gewonnen, dass Abwarten und hoffen, dass der Hund es selbst realisiert, eigentlich nicht effektiv mit ihr ist.
Darüberhinaus würde ich mir gerne von Ihnen noch eine zweite Meinung einholen: Ob es sich hierbei wirklich um Angst, oder doch eher um Revierbellen; oder etwas anderes handelt - und gibt es bereits Erfahrungswerte, ob das "Sich anbellen lassen" wirklich funktioniert?
Ich würde mich über eine erste Einschätzung freuen!
Viele Grüße,
Elisabeth mit Fibi
wir haben zuhause eine 1-jährige Corgi-Hündin, die bereits als Welpe mit 11 Wochen bei uns eingezogen ist. Während der Sozialisierungsphase haben wir uns Mühe gegeben sie mit allen Situationen unseres Alltags vertraut zu machen, z.B. auch das Aufzugfahren und die Begegnung von Nachbarn im Treppenhaus. Als Welpe war sie zwar skeptisch, jedoch immer sehr neugierig und aufgeschlossen gegenüber neuen Menschen und hat sich über Streicheleinheiten gefreut.
Da sie jedoch unser erster Hund ist, können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob wir alles so korrekt gemacht haben.
Nun hat sich im Alter von ca. 6 Monaten die Pubertät angekündigt und die bisher recht ruhige Hündin hat ihr Stimmorgan entdeckt. Eine der Situationen, in denen sie besonders viel bellt, ist tatsächlich bei der Begegnung eines Nachbarn im Treppenhaus. Dabei zerrt sie nach vorne (wenn angeleint) und kläfft dabei ununterbrochen, auch ansprechbar ist sie in diesem Moment nicht. Wenn nicht angeleint, läuft sie auf die Person zu, bellt und schnappt nach den Fingern (es wirkt eher wie angedeutetes Schnappen als wie böswilliges Zubeißen). Wenn man sie aus der Situation herauszieht und sie aber noch Sicht auf den Nachbarn hat, wird viel geknurrt und gelegentlich gebellt.
Da wir bis heute nicht genau wissen, ob es sich um Angst oder Revierbellen handelt, haben wir uns mit Training gegen das Verhalten schwer getan und fürchten etwas in ihrem Verhalten bestärkt zu haben.
Unsere bisherigen Lösungsansätze waren, dass wir uns vor die Hündin gestellt haben, sodass sie nicht an uns vorbei den Nachnarn anbellen kann. Wir hatten versucht sie mit alternativen Kommandos wie Sitz abzulenken (das kann sie sonst sehr gut, auch in vielen stressigeren Umgebungen). Auch das Ignorieren des Gebells und das schnelle Herausziehen aus dem Treppenhaus waren dabei, genauso wie ein kräftiges, resolutes "Lass es!". Leider blieben bisher alle Versuche ohne richtigem Erfolg und es scheint sich eher noch langfristig zu verfestigen.
Laut unserer bisherigen Trainerstunde bei der lokalen Hundeschule soll sie aus Angst bellen und wir sollen einen Nachbarn finden, der sich anbellen lässt, damit sie lernt, dass nichts passiert. Da es sich jedoch meist um ältere Menschen handelt, denen wir das einfach nicht antun möchten und sie Freunde/Familie ja aber bereits schon gut kennt, erweist sich das als schwierig. Auch aus unseren bisherigen Trainingseinheiten mit ihr haben wir den Eindruck gewonnen, dass Abwarten und hoffen, dass der Hund es selbst realisiert, eigentlich nicht effektiv mit ihr ist.
Darüberhinaus würde ich mir gerne von Ihnen noch eine zweite Meinung einholen: Ob es sich hierbei wirklich um Angst, oder doch eher um Revierbellen; oder etwas anderes handelt - und gibt es bereits Erfahrungswerte, ob das "Sich anbellen lassen" wirklich funktioniert?
Ich würde mich über eine erste Einschätzung freuen!
Viele Grüße,
Elisabeth mit Fibi
