Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hund aus Rumänien uriniert nur an eine Stelle

  
TuSe schrieb am 19.09.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Habe eine Mischlingshündin aus Rumänien adoptiert. Sie ist 1Jahr und 3 Monate. Habe sie seit Januar aus einem Tierschutzverein. Da war sie 6 Monate alt. Ich habe sehr lange an ihrer Stubenreinheit gearbeitet,bis es endlich soweit war. Sie fängt aber nun wieder an,im Wohnzimmer nur an eine einzige Stelle zu urinieren. Und das nur,wenn ich ohne sie weggehe. Wenn ich wieder heim komme und es bemerke,versteckt sie sich unterm Bett. Sie ist ein sehr ängstlicher Hund,von Anfang an. Wenn ich mit ihr etwas schimpfe,bekommst sie soviel Angst vor mir,dass sie sich nichtmal traut,vor diente zu gehen. Weiß nicht,was sie damals erlebt hat. Oder sie bellt mich ständig an,wenn ich auf der Couch sitze. Monotones Bellen die ganze Zeit,anschließend springt sie mich an,wenn ich nicht sofort reagiere. Sie ist ein toller Hund und möchte es gerne mit ihr gemeinsam schaffen,dass sie entspannter wird. Ich habe auch selbst an mir gearbeitet. War damals sehr angespannt,habe mich verabschiedet. Das mache ich nicht mehr. Brauche nur dringend einen Rat. Sie ist sehr schlau,und ich weiß,dass sie es schaffen kann.

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(14)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.09.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (4)

    Hallo,
    gehen Sie zuallererst einmal davon aus, dass Hunde nichts bösartigerweise machen, sondern nur, weil sie es so gelernt oder nicht anders gelernt haben. Deshalb ist schimpfen unnötig und sogar, wie in Ihrem Fall, bei ängstlichen Hunden kontraproduktiv, weil sie dann noch mehr Angst bekommen, so, wie Ihre Hündin sich dann unter dem Bett versteckt. Sie erkennt an Ihrer Haltung, möglicherweise schimpfen Sie auch, dass sie was falsch gemacht. Was das ist, weiß sie nicht und hat deshalb noch mehr Angst ☹️.
    Besser ist es immer, den Hunden zu ZEIGEN, was man von ihnen verlangt und es ihnen geduldig und souverän beizubringen.
    Möglicherweise hat die Hündin nicht gelernt, alleine zu bleiben und uriniert, weil sie Stress hat. Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Üben Sie mit ihr das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte die Hündin dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Sie soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt die Hündin, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Wenn die Hündin Sie anbellt, will sie Aufmerksamkeit. Offensichtlich gehen Sie auf diese Forderungen meistens ein und wenn mal nicht, wie Sie ja selbst schreiben, springt die Hündin Sie an. Sie können das ändern, indem Sie NIE auf Forderungen der Hündin reagieren. Ignorieren Sie es, gehen Sie wortlos weg, wenn es extrem wird. Einmal wird wohl nicht reichen, auch nicht zweimal und vielleicht sogar nicht zehnmal. Die Hündin hatte schon so oft Erfolg mit diesem Verhalten, den darf sie jetzt nicht mehr haben.
    Auch schimpfen, "Aus" und "Nein" bedeutet für einen Hund Aufmerksamkeit. Hat er mal erreicht, was er wollte, wird er immer fordernder. Deshalb sollten immer SIE fordern und das auch ruhig und souverän durchsetzen, nie die Hündin. Sonst sind die Rollen vertauscht und die Hündin meint, Sie führen zu müssen. Gerade ängstliche Hunde sind damit vollkommen überfordert und werden immer ängstlicher. Sie brauchen jemanden, der ihnen sagt, was sie machen müssen, nicht umgekehrt.


    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 18.10.2019

    Meine Antwort kommt zwar etwas spät,aber möchte mich herzlich bei ihnen bedanken. Sie hat seitdem nicht mehr in die Wohnung gepinkelt oder etwas zerstört. Aber das monotone bellen und Aufmerksamkeit erzwingen von den Mitmenschen ist leider geblieben. Kann auch heute endlich mit umgehen,wenn sie ihre Panikattacken hat. Was leider noch sehr oft vorkommt. Ignoriere auch die Kommentare von den Leuten,die mir sagen,wenn ich sie ziehe,dass ich bitte damit aufhören soll. Musste mir diesbezüglich ein dickes Fell anlegen,denn sonst wäre meine Hündin vor fahrende Autos gerannt,hätte ich sie nicht festgehalten. Das war am Anfang sehr frustrierend für mich. Und das habe ich sicher auf den Hund übertragen. Einige haben mich drauf angesprochen,sie wieder wegzugeben,aber das kommt auf keinen Fall in frage. Möchte es mit ihr gemeinsam schaffen. In den 10 Monaten sehe ich schon sehr viele Erfolge,auch kleine,die für andere kaum erkennbar sind. Aber ich sehe die positive Veränderung Stück für Stück. Ich werde weiterhin an mir und der Erziehung arbeiten. Vielen Dank!

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 18.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das freut mich doch sehr.
    Eine Frage hätte ich noch: In welchen Situationen ziehen Sie die Hündin wohin?

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Wenn ich bemerke,dass sie wieder Panik bekommt,durch irgendetwas,versucht sie zu flüchten (auch wenn es vor fahrende Autos ist). Dann versuche ich,sie zu mir zu ziehen. Wenn sie neben mir ist,lasse die Leine wieder etwas locker. Das sie sich entspannt. Damals hatte ich die Leine auf Dauer Spannung,dass war völlig verkehrt. Jetzt bleibe ich meist stehen,gebe ihr einen kleinen Ruck mit der Leine und lasse sofort wieder locker. Mir ist aufgefallen,dass klappt besser. Habe auch ein ausbruchsicheres Geschirr und zur Not immer ein Halsband bei. Und natürlich die Begegnung mit anderen Hunden. Oft bellt sie laut,dann stelle ich mich ohne ein Kommentar vor ihr und sie wechselt die Richtung. In dieser Situation ziehe Ich kaum noch. Viele Hundehalter denken leider bei ihr,dass sie aggressiv ist,weil sich ihre nackenhaare aufstellen. Was absolut nicht der Fall ist. Sie ist sehr unsicher.

    Haben sie ein Tipp,wie ich sie aus ihrem Versteck bekomme,wenn wir gassi Gehen müssen. Ich weiß,dass sie ganz dringend muss,aber sobald ich los will,kriecht sie wieder unters Bett und starrt mich nur an. Bin fertig angezogen und sie bleibt dort einfach liegen.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Tut sie das immer, wenn Sie sich anziehen? Dann sollten Sie das einfach immer mal wieder tagsüber tun ☺️. Jacke an, Schuhe an, durch die Wohnung laufen, etwas tun, aufs Sofa setzen, Jacke und Schuhe wieder aus.
    Auch der Hündin außerhalb vom Gassi gehen immer wieder das Geschirr an- und ausziehen. Vielleicht vor dem Füttern. Sie gewöhnt sich dann daran und verbindet es mit etwas Schönem. Ansonsten steigert sie sich immer mehr in die Angst bis zur Panik. Ich bin mir sicher, wenn sie sich nicht mehr unter dem Sofa versteckt, hat sie draußen auch nicht mehr soviel Angst.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Wenn ich mich anziehe (Jacke usw),steht sie erstmal neben mir oder in meiner Nähe. Beobachtet mich erstmal nur. Sobald ich Richtung Haustür gehe,rennt sie ins Schlafzimmer,direkt unterm Bett. Vergesse meist vorher die Schlafzimmertür zu schließen. Und da bleibt sie auch ne viertel std unterm Bett. Habe die Haustür auf und zu gemacht,den Schlüssel gedreht,als ob ich gehe,hilft nichts mehr. Damals wurde sie panisch,heute klappt es nicht mehr. Sie kennt das schon. Sie bleibt wie versteinert da. Das einzige was 100% hilft,ist,wenn ich den Namen von ihrer Schwester rufe LOU. Meine Freundin hat zwei Monate nach mir,die Schwester von meiner Millie adoptiert und wir treffen uns so oft es geht und gehen zusammen im Wald spazieren usw. Üben auch immer gemeinsam. Helfen uns gegenseitig,wo es geht. Die zwei lieben sich abgöttisch. Wenn wir gemeinsam ein Treffen vereinbart haben,sage ich ihren Namen,und sie kommt rausgesprungen. An anderen Tagen möchte ich das nicht,wenn ich mit ihr allein gehe. Habe Sorge,dass sie mir dann gar nicht mehr betraut,wenn sie merkt,Lou ist gar nicht da.

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Das mit dem Geschirr werde ich später,wenn ich ihr abends das Futter gebe,mal anziehen. Soll ich es aber auch anziehen,wenn sie wegrennt vor dem Geschirr. Wenn das macht sie immer. Sie würde niemals freiwillig kommen.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Dann würde ich das regelmäßig, je öfter um so besser, üben. Jacke an, Richtung Haustür gehen, zurück.
    Nehmen Sie auch tagsüber immer mal wieder das Geschirr und legen es wieder weg. Alles, wovor sie weg rennt, machen Sie immer und immer wieder. Vielleicht wäre es hilfreich, immer, wenn Sie das Geschirr halten und damit durch die Wohnung gehen, ab und zu ein besonders feines Leckerchen fallen zu lassen. Denken Sie vorher dran, die Schlafzimmertür zu schließen. Die würde ich, solange bis die Kleine keine Angst mehr hat, immer verschlossen halten. Sonst lernt die Kleine, wenn Sie die Schlafzimmertür schließen, passiert was. Alles sollte so natürlich wie möglich gehalten werden.
    Vielleicht hilft auch ein anderes Geschirr, welches Sie ihr zum Gassi gehen anziehen und Sie trainieren mit dem neuen Geschirr.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Habe gerade noch mal alles durchgelesen und gesehen, dass das monotone Bellen und Erzwingen von Aufmerksamkeit immer noch geblieben ist. Das kann ja eigentlich nur so sein, weil sie damit immer noch Erfolg hat. Sie kann ja nur erzwingen, was zu erzwingen ist. Würde niemand darauf eingehen, wäre es ja kein Erzwingen 😉

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Ich wollte heute nochmal zum Fressnapf,um nach einem anderen Geschirr zu gucken. Kann es vor Ort anprobieren. Hatte mal eins gehabt,aber durch ihre Panik,hat sie sich im feb da rausgewurschtelt. Stand auf einmal ohne Hund an der Leine da. Sie blieb Gott sei dann neben mir stehen. Brauche definitiv ein ausbruchsicheres Geschirr. Also soll ich tagsüber die schlafzimmertür immer schließen,habe ich richtig verstanden,oder? Ich werde es mit dem Geschirr mal so machen. Auch tagsüber,wie sie vorgeschlagen haben,mal in die Hand nehmen.
    Habe auch eine große Box für sie gekauft. Aber sie hat panische Angst,reinzugehen. Nicht mal ihre Lieblingsleckerlies traut sie sich,rauszuholen. Die lässt sie schweren Herzens drin liegen,schwirrt aber um die Box.
    Ein aktuelles Beispiel mit dem monotonen Bellen. Gestern Abend,habe ich mir eine Pizza bestellt. Sie bettelt nicht mehr am Tisch. Das habe ich ignoriert und es ging gut. Gehe auch mit ihr ins Restaurant,sie liegt einfach da,bettelt auch nicht. Integriere sie in meinen Alltag. Sie wartet auch mit mir an der Schlange. Klappt super. Bei Pizza aber dreht sie komplett durch. Am liebsten auf den Schoß setzen,würde sie sich. Nun ja,ich aß gestern und es kamen ganz andere Töne auf einmal,die ich noch nie gehört habe. Hörte sich wirklich sehr quälend an. Und sie wurde so laut,dass ich nach langer Zeit wieder den Fehler gemacht habe,und ein kleines Stück gab. Natürlich war es Madame nicht genug. Und es ging an einem Stück weiter. Meine Sorge sind die Nachbarn. Suche eine neue Wohnung und kann sie nicht einfach bellen lassen. Darum gab ich ihr das Stück. Weil gestern ganz merkwürdige Bellgeräusche aus ihr kamen. Da bekam ich sogar Kopfschmerzen.
    Habe immer Sorge,dass sie vielleicht schmerzen hat und darum so bellt. Oder es ihr nicht gut geht. Kann man das unterscheiden,wenn sie wirklich schmerzen haben sollte?

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Habe mir jetzt gerade meine Jacke angezogen und das Geschirr in die Wohnung geholt. Habe es in der Hand gehalten,da lief sie schon weg. Schlafzimmertür bleibt bis heute zu... ab sofort! Sie starrt mich nur an,und versteht glaube ich nicht,warum das Geschirr hier liegt. Werde damit mal durch die Wohnung gehen. Und ihr ein Leckerie geben. Hoffe es klappt. Bin um jeden Tipp dankbar. Danke das sie sich die Zeit nehmen

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Wenn Sie ja selbst erkennen, dass es ein Fehler ist, ihr ein Stück Pizza zu geben, kann ich leider nichts weiter sagen. Ich würde dann, egal, welche Geräusche sie von sich gibt, weg gehen, mitsamt Pizza.
    Interessieren Sie sich am besten gar nicht dafür, dass sie weg läuft, wenn Sie das Geschirr in der Hand halten. Die Hündin muss nicht verstehen, warum Sie das Geschirr halten. Sie können in der Hand halten, was immer Sie wollen. Ich würde auch nicht soviel beobachten, was sie jetzt tut. Dadurch kann sie Sie wiederum kontrollieren. Das ist, denke ich, ein großes Problem: Sie beobachten immer wieder, wie die Hündin worauf reagiert. Sie nehmen das Geschirr und beobachten etc..

  • TuSe
    TuSe
    schrieb am 19.10.2019

    Das ist wahr,dass ich viel darauf achte,wie sie reagiert,ob sie mich ansieht etc. Das stimmt leider. Ich muss mir sofort angewöhnen,anders zu denken und ruhiger an die Sache zu gehen. Das es falsch war mit der Pizza,wusste ich natürlich. Nur hatte so Angst,wegen den Nachbarn. Auch das merkt sie und macht weiter. Werde weiter an mir arbeiten.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.10.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hunde reagieren immer auf uns. wenn wir was falsch machen, reagieren auch die Hunde falsch. Ein bekannter Hundetrainer hat einmal gesagt, um Hunden Disziplin beizubringen, benötigt man Selbstdisziplin. Ist aber auch logisch: Wie will man einem anderen Wesen etwas beibringen, was man selbst nicht beherrscht? 😊

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Hund macht in die wohnung

Hallo ich habe einen Schäfer Bernersennen Mix Hund, er ist 5 Monate... mehr

Hündin stubenrein erledigt Geschäfte nach gassi u nachts in Wohnung

Unsere Hündin 4 Jahre alt und bis dahin stubenrein .nicht kastriert.... mehr

Mein Hund hat auf mein Platz im Bett gepinkelt

Mein Bärry 4Jahre Alt , ein Netter intelligente Rüde (Neufundländer)... mehr

Hund kotet Nachts ohne sich vorher bemerkbar machen.

Guten Tag, unser Havaneser ist 11/2 Jährig und Stubenrein. Seit ca 1... mehr