Hört nicht

  
Ichliebedich11 schrieb am 25.12.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe ..und uns andere Hunde uns entgegen kommen will sie gleich drauf los ...zwar nicht immer gleich beißen aber de ist nur am bellen

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Antworten(1)

  • Marie-Louise Kretschmer
    Marie-Louise Kretschmer (Hundetrainer)
    schrieb am 26.12.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo zusammen, sicherlich hat das zumindest auch etwas mit der Leinenführigkeit grundsätzlich zu tun. Ich würde Ihnen deshalb anschließend noch einige Tipps zur Leinenführigkeit geben.
    Kann es sein, dass Sie sich bereits verspannen, wenn Ihnen Hunde entgegen kommen? Unsere Hunde orientieren sich in der Regel visuell, d.h. an unserem Körperverhalten. Wenn Ihnen Hunde entgegen kommen, machen Sie doch zunächst einen größeren Bogen, gehen zwischen Ihrem Hund und dem fremden, d.h. Sie signalisieren Ihrem Hund, ich habe die Situation im Griff, Du brauchst Dich mal gar nicht darum zu kümmern und gehen mit flotten Schritten weiter. Grenzen Sie Ihren Hund körperlich etwas ein. Bleiben Sie locker und aufrecht. Nicht stehen bleiben, sondern einfach weitergehen. Sprechen Sie beruhigend auf ihn ein. Und nun noch etwas Grundsätzliches zur Leinenführigkeit: zunächst gilt es zu definieren, was unter einer guten Leinenführigkeit zu verstehen ist. Manche Halter übertreiben auch damit, was sie von ihrem Hund erwarten. Ein kurzes Anspannen der Leine, weil der Hund neugierung an den Wegrand läuft, um zu schnüffeln, würde ich nicht als Ziehen bzw. als Problem deuten. Häufig korrigieren sich die Hunde selbst, wenn sie das Ende der Leine spüren. Eine gute Leinenführung beginnt nicht beim Hund, sondern beim Halter selbst. Wenn Sie ihrem Hund vermitteln wollen, dass das Ziehen nicht erwünscht ist, dann dürfen Sie selbst auch nicht ziehen. Der erste Trainingsschritt besteht deshalb darin, dass Sie lernen, sehr achtsam mit der Leine umzugehen. Es ist schnell passiert, dass der Hund irgendwo schnüffelt, uns das dann zu lange dauert und wir ihn wegziehen. Auch beim Richtungswechseln und beim Weiterlaufen nach Stehenbleiben wird der Hund häufig weitergezogen, statt ihn anzusprechen und mit einem freundlichen "Auf geht's" oder "weiter" zum Mitgehen aufzufordern. Wie soll den unser Hund verstehen, dass das Ziehen an der Leine nicht erwünscht ist, wenn wir selbst ziehen? Wir führen den Hund über unsere Körpersprache und Stimme und nicht dadurch, dass er über die Leine einfach mitgezogen wird. Üben Sie deshalb zunächst, ihm über ein freundliches "weiter§ und eine Richtungsanzeige mit der Hand ihn mitzunehmen. Benutzen Sie nicht den Leinenruck und führen Sie ihn bitte nicht an einer sog. Flexileine, diese steht dem Ziel einer Leinenführigkeit nur im Wege. Benutzen Sie also für Spaziergänge, in denen er angeleint ist, eine ca. 3 m Leine, damit er auch wirklich sich frei bewegen kann und auch mal schnüffeln kann, ohne gleich Zug zu bekommen. Suchen Sie sich ein Grundstück, z.B. Garten oder Feld/Waldwiese oder einen Parkplatz eines Supermarktes außerhalb der Öffnungszeiten zum üben, wo keine Ablenkungen vorhanden sind. Beginnen Sie zunächst mit kleinen Übungseinheiten, nicht länger als 1 - 2 Minuten. Nehmen Sie Ihren Hund seitlich von ihm stehen an die Leine, nicht frontal über ihn beugen und ihn dadurch bedrängen. Dann geben Sie ihm freundlich das Kommando "weiter" und zeigen ihm mit der Hand die Richtung. Bitte mit Hör- und Sichtzeichen arbeiten und loben ihn freundlich, wenn er sich danach richtet. Vielleicht müssen Siei m Anfang auch leise und freundlich mit ihm sprechen, wenn er ohne Zug an der Leine neben Ihnen läuft. Keine langen Strecken gerade aus laufen, lieber eine Acht, einen Kreis oder ein Viereck und machen Sie häufig Richtungswechsel, und bitte achten Sie darauf, dass auch Sie nicht ziehen. Sobald er schenller wird, sofort Richtungswechsel. Zeigen Sie Ihrem Hund aktiv, welches Verhalten von ihm gewünscht wird und dann durch freundliches Ansprechen.
    Ich denke, das ist zunächst ein guter Ansatz, um eine gute Leinenführigkeit zu bekommen. Denn er hat ja bisher gelernt, Ziehen an der Leine lohnt sich, damit komme ich zum Ziel.
    Das wäre aber erst einmal ein guter Start. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vor allem Geduld!
    Ihre
    Marie-Louise Kretschmer
    www.hundeausbildung-naturnah

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