Angst vor dem Nachbarshund

  
s.bierenbrodt@web.de schrieb am 10.08.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Am 31.07.21 bin ich mit meinem 3 Monate alten Labradorwelpen (angeleint) am Grundstück meines Nachbarn vorbei gegangen. Dessen Hund (französische Bulldogge) lief vor dem Grundstück unangeleint rum, stürzte sich grundlos mit einer massiven Aggressivität auf meinen kleinen Hund und biss auf ihn ein. Ich habe meinen Hund auf den Arm genommen und versucht, die Angriffe des Hundes durch Fußtritte abzuwehren. Dabei hat mich der Hund in die Hand gebissen. Der Nachbar, der angelaufen kam, war nicht in der Lage war, seinen Hund zu bändigen und von mir wegzunehmen um so den Angriff seines Hundes zu beenden.


Das ist jetzt das dritte Mal, dass dieser Hund vor seinem Grundstück andere Hunde grundlos angegriffen hat. Weiterhin ist bekannt, dass dieser Hund aus dem Tierheim stammt und wegen Verhaltensauffälligkeiten vom Vorbesitzer an das Tierheim zurück gegeben wurde. Bereits im Mai 2021 hat er unsere alte Hündin angegriffen, auch vor dem Grundstück. Dieser Angriff konnte durch einen Fusstritt abgewehrt werden. Und dann am 03.06.2021 der 2. Vorfall: Als Besucher am Grundstück des Nachbarn mit ihrem kleinen Hund vorbeigingen, wurde dieser auch grundlos angegriffen und verletzt, musste tierärztlich behandelt werden. Seit diesem Hundebiss habe ich panische Angst, an dem Nachbargrundstück vorbei zu gehen. Ich habe aber keine andere Möglichkeit, den Weg zu umgehen, weil es eine Sackgasse ist. Was kann ich tun? Das macht mich total fertig.

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Antworten(7)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 13.08.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das ist natürlich eine wirklich unangenehme Situation.

    Sie können natürlich versuchen, noch einmal im Guten (ohne den Hund dabei zu haben) mit Ihrem Nachbarn zu sprechen, ob er nicht sein Grundstück sicher einzäunen kann oder den Hund nicht mehr unangeleint draußen laufen lässt.
    Ist der Nachbar uneinsichtig, hilft - gerade wenn der Hund schon beschädigend gebissen hat - anzeigen beim Ordnungs- und/oder Veterinäramt.

    In der Zwischenzeit kann ich Ihnen als Managementmaßnahme nur raten, Ihren Welpen auf dem Stück zu tragen oder mit ihm das Stück im Auto zurückzulegen.
    Wichtig ist aus, weitere (positive) Sozialkontakte für Ihren Welpen zu schaffen, damit er aufgrund der Vorfälle kein schlechtes Bild von Artgenossen behält.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

  • s.bierenbrodt@web.de
    s.bierenbrodt@web.de
    schrieb am 13.08.2021

    Hallo,
    vielen Dank für die Antwort. Das Grundstück des Nachbarn ist ja schon lange mit einem Zaun gesichert, aber das Tor steht hin und wieder offen, so dass der Hund auch unkontrolliert auf den Weg laufen kann. Was in den 3 Vorfällen auch der Fall war. Eine Anzeige beim Ordnungsamt blieb leider ohne Erfolg. Zwei Mitarbeiter des OA haben sich die Situation vor Ort angeschaut und mit den Nachbarn gesprochen.Der Hund war ihnen gegenüber friedlich und da der Hund mir "nur" in die Hand gebissen hat, können sie nichts machen. Es müsste erst was Schlimmes passieren, bevor sie was tun können, also z.Bsp. ein Kind beißen und schwer verletzen. In der Welpenschule sind wir seit letzter Woche und die Möglichkeit mit dem Auto nutze ich auch schon, aber ich kann meinen Hund jetzt auch nicht mehr tragen, er ist schon zu schwer. Allerdings möchte ich mich auch nicht wegen diesem anderen Hund so einschränken müssen. Die Nachbarsfamilie ist seit dem Vorfall ziemlich stinkig auf uns und grüßt nicht mehr. Die Situation ist für uns ziemlich angespannt. Vielleicht haben Sie noch einen anderen Rat für mich?
    Viele Grüße
    Simone Bierenbrodt

  • s.bierenbrodt@web.de
    s.bierenbrodt@web.de
    schrieb am 19.08.2021

    Hallo,
    leider habe ich noch keine Antwort auf meine Frage vom 13.08.2021 bekommen. Können Sie das bitte mal prüfen?
    Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    Simone B.

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 20.08.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    trainingstechnisch kann ich Ihnen keinen weiteren Rat geben, da ja Ihr Hund nicht derjenige mit dem Verhaltensproblem ist.

    Sie schrieben, dass der Nachbarshund bereits mehrere andere Hunde angegriffen hat. Da wäre es eine Möglichkeit, die Halter:innen der anderen Hunde zu animieren, ebenfalls Anzeige zu erstatten, damit das ernster genommen wird.

    Ansonsten weiterhin Management wie Bogen machen, woanders langgehen, im Auto dran vorbei.

    Per Ferndiagnose sind weitere Tipps nicht möglich oder wären auch gefährlich.

    Ich hoffe, Sie finden eine Lösung "im Guten" mit Ihren Nachbarn.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

  • s.bierenbrodt@web.de
    s.bierenbrodt@web.de
    schrieb am 23.08.2021

    Guten Morgen,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe nach diesem Vorfall jetzt richtig Angst auch wenn ich anderen Hunden begegne. Wie verhalte ich mich richtig, wenn zum Beispiel ein fremder Hund (frei laufend) auf meinen angeleinten Hund zugelaufen kommt und vielleicht nur mal "schnuppern" oder spielen möchte?

    Viele Grüße
    Simone B.

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 26.08.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    zum einen sollten Sie darauf schauen, dass wenn ein Direktkontakt stattfindet, dies auch kontrolliert passiert.
    D.h. mit einem Hund, dessen Halter:in dabei ist, damit sie vorher absprechen können, ob der fremde Hund freundlich gegenüber Artgenossen ist etc.

    Wenn Sie aus der Ferne einen unangeleinten Hund sehen, dessen Besitzer:in nicht dabei ist, dann sollten Sie aus der Situation gehen. Sollte es allerdings zu spät sein und der andere Hund ein "Tut-Nix" sein, lassen Sie die Leine Ihres Hundes locker (nicht los), sodass er möglichst frei kommunizieren kann und nicht durch die Leine gehemmt wird.
    Weitere Möglichkeiten, den fremden Hund abzuhalten, finden Sie hier: https://www.hey-fiffi.com/blog/der-tut-nix-meiner-unerwuenschte-hundebegegnungen-meistern-teil-1-die-geruchsbombe/

    Um einschätzen zu können, ob der fremde Hund in freundlicher Absicht kommt bzw. ob ein Direktkontakt sinnvoll wäre, rate ich Ihnen, zusammen mit einer/einem Hundetrainer:in vor Ort zu arbeiten, die/der Sie im Einschätzen der Körpersprache von Hunden schult.
    Qualifizierte (!) Trainer:innen vor Ort finden Sie hier: https://www.trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

  • s.bierenbrodt@web.de
    s.bierenbrodt@web.de
    schrieb am 28.08.2021

    Vielen Dank für Ihre Antwort - der Link ist übrigens sehr hilfreich!
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Simone B.

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