Leinenaggression gegen Passanten und Hunde

  
riema schrieb am 21.11.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


unsere 1 Jahr alte Bolonka-Hündin ohne negative Vorgeschichte (seit der 8. Woche bei uns, keine negativen Erlebnisse mit Menschen oder Hunden) benimmt sich an der Leine aggressiv. Bei Hunden geht sie in Lauerstellung und springt dann aggressiv kläffend in deren Richtung. Manchmal ist sie auch erst freundlich und legt dann los. Bis auf die Lauerstellung läuft es so auch mit Passanten ab.


Ich habe bereits verstanden, dass sie immer hinter uns laufen soll, wir Kontakt vermeiden und die Richtung ändern sollen. Muss man bei sehr kleinen Hunden - sie wiegt 3,5 Kilo und ist vielleicht 30 cm hoch - dabei etwas beachten? In der Praxis läuft es nämlich darauf hinaus, dass ich sie wortwörtlich wegschleifen muss und sie durch meine Beine schlüpft und dann doch kampfbereit vor mir steht und nicht mehr hinter mir. Dann muss ich sie wieder wegschleifen. Da ich das sehr unschön finde, nehme ich sie oft schon auf den Arm, wenn wir uns Hund oder Mensch auf zu engen Wegen nähern und lasse sie runter sobald die Situation vorbei ist.


Ist an dem Vorgehen etwas auszusetzen und gibt es weitere Ratschläge? Ich könnte mehr mit ablenkenden Leckerchen arbeiten, bisher haben sie die aber nicht sehr interessiert, weil sie rot sieht.


Vielen Dank für Ihre Hilfe und viele Grüße, Steffi

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.11.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    das ist nun mal das Problem, wenn man versucht, Hunde mit Leckerchen abzulenken. Das funktioniert manchmal bei sehr verfressenen Hunden. Aber auch hier bekämpft es nicht die Ursache.
    Der Sinn ist nicht, dass der Hund nur bei Hundebegegnungen ordentlich an der Leine läuft. Trainieren sollte man das zuerst einmal ohne andere Hunde. Es geht eben darum, dass man den Hund führt und er nicht mehr regeln muss WENN es dann zu Hundebegegnungen kommt.
    Wenn Sie ohne Ablenkung die Leinenführigkeit trainieren müssen Sie die Hündin nicht wegschleifen. Wichtig ist ganz einfach, dass Sie ihr nicht folgen wenn sie wohin will. Drehen Sie ihr den Rücken zu, die Hände mit Leine hinter dem Rücken und gehen soweit, bis die Leine gespannt ist. Dann bleiben Sie stehen, ohne auf die Kleine zu achten bis sie nach gibt und Ihnen folgt. Sicher dauert es etwas bis sie das verstanden hat aber bei Hunden braucht man immer mehr Ausdauer als der Hund.
    Wichtig ist auch, vor allem bei Hundebegegnungen, dass Sie nicht reden, schimpfen, AUS, NEIN sagen. Das versteht die Kleine nicht und meint, Sie bellen mit ihr.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • riema
    riema
    schrieb am 23.11.2020

    Vielen Dank für Ihre Antwort! Ich werde Ihren Ratschlag beherzigen und so weiter an Ihrer Leinführigkeit arbeiten.
    Die Leckerchen funktionieren bei ihr in diesen Situationen tatsächlich nicht, das Thema lasse ich also bleiben.
    Was meinen Sie zum auf den Arm nehmen?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe und beste Grüße, Steffi

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.11.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Wenn Sie die Kleine auf den Arm nehmen kann sie von oben erst recht nach Hunden und Menschen keifen und hat noch zusätzlich Ihre Aufmerksamkeit, die Sie ihr ja eigentlich, wenn sie sich so benimmt, entziehen sollten 🙂

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