Hündin maßregelt andere Hunde, was kann ich tun?

  
julie.ill@gmx.de schrieb am 19.04.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo :)
Ich habe vor ca. einem Jahr eine 5 jährige Hündin aus dem Tierschutz adoptiert (vermutlich ein Mix aus Schäferhund, Rottweiler, Bracke), namens April. Wir haben noch einen Zweithund. Anfangs gab es große Schwierigkeiten (beides kastrierte Hündinnen), denn April wollte unsere Zweithündin kontrollieren, einschränken etc. Das haben wir in den Griff bekommen, beide verstehen sich super gut mittlerweile. April ist eine sehr liebe, ruhige, verschmuste Hündin. Zuhause ist sie sehr wachsam, verhält sich aber ruhig, schläft viel etc.
Wenn wir draußen beim Gassi gehen auf andere Hunde treffen, stellt sie immer ihre Rute auf, macht sich groß und will an anderen Hunden schnüffeln, andersherum geht das fast nie, dann geht sie den anderen Hund an (Verbellt ihn, schnappt zum Schein). Sie spielt nur mit zwei Rüden, wobei ich vermute das es sexueller Natur ist.
Sobald andere Hunde rennen, jagt sie ihnen hinterher, will sie kontrollieren, maßregelt sie etc. Sie selbst rennt gerne wenn sie ihre 5 Minuten hat z.B. Ich weiß nicht, was ich falsch mache. Sie ist sehr auf mich fixiert, schaut mich immer an etc. Ich versuche sie zu ignorieren, mal auch anzuschauen, wenn ich kuscheln möchte rufe ich sie etc. April ist seit Welpenalter nur im Tierheim im Ausland gewesen. Dort wurde sie irgendwann gemobbt und durfte nur auf ihrem Hundehüttendach fressen. Schließlich kam sie zu einem älteren Rüden, dass lief problemlos. Dann habe ich sie adoptiert.
Ich fange bald eine Ausbildung an. Dort kann ich sie mitnehmen. Allerdings sind dort andere Hunde, die Bedingung ist, dass April sich mit ihnen versteht, sonst darf sie nicht mit.
Wie bekomme ich es hin, dass sie andere Hunde nicht als Bedrohung sieht?

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Antworten(9)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 21.04.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    insgesamt sind Sie doch noch sehr unsicher und (noch) keine Schutz-Persönlichkeit für Ihren Hund. Mal ignorieren Sie, mal nicht. Ihr Hund hat in seinem Leben noch nicht viel Sicherheit und Schutz erfahren - und das ist das Wichtigste im Hundeleben: Sie entscheiden alles für den Hund, schützen ihn vorsich selbst, andere vor ihm und ihn vor anderen.
    Wenn sich Ihr Hund beschützt fühlt, kann er Selbstsicherheit aufbauen und sich an Ihnen orientieren. Ich rate Ihnen bis auf Weiteres folgendes:
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Lassen Sie Ihren Hund nicht mehr unkontrolliert auf andere zurennen, sondern entscheiden Sie wie und wann und ob gespielt wird. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie mit beiden Hunden nicht nur „Gassi-gehen“, sondern sie geistig trainieren und beschäftigen, damit sie sich nicht langweilen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt

  • julie.ill@gmx.de
    julie.ill@gmx.de
    schrieb am 21.04.2021

    Vielen Dank für Ihre Antwort! Das hat mir sehr die Augen geöffnet. Ich werde jetzt viel an mir arbeiten dem Hund mehr Sicherheit zu geben.
    Eine Frage hätte ich noch: Wenn ein anderer Hund auf uns zukommt, wie reagiere ich dann richtig? Bei uns gibt es mehrere Hunde die immer ohne Leine laufen. U.a. auch ein dominanter Rüde. In der Vergangenheit zeigte April schon deutlich, dass sie keinen Kontakt möchte: Wir waren an der Leine er kam auf uns zu, April stellte Rute und Kamm auf und hat ihn weggebellt/geknurrt (Da habe ich wahrscheinlich falsch & zu spät reagiert). In Zukunft möchte ich die Führung übernehmen. Wie zeige ich dem Hund, dass er sich uns nicht nähern soll? Vor allem wenn die Besitzer der anderen Hunde uneinsichtig sind und ihren Hund nicht anleinen und zu weit weg sind (sagen dann zB Hunde müssen das unter sich klären)?

    Danke im Voraus für die Hilfe!

  • julie.ill@gmx.de
    julie.ill@gmx.de
    schrieb am 21.04.2021

    * Ergänzung: Ich mache jeden Tag Trainingseinheiten mit April, da üben wir kleine Tricks, wie sich drehen, um einen Pfosten laufen auf Kommando, Pfoten hoch, Apportieren etc. Einmal in der Woche gehe ich mit ihr zum Longieren in die Hundeschule.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 23.04.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag, die Übungen sind Klasse und tragen viel zur Bindung bei!
    Gehen Sie einfach schnell in die andere Richtung. Nichts müssen die Hunde unter sich klären, diese Behauptung hält sich hartnäckig und belastet unser Verhältnis.
    Nehmen wir an, der Rüde kommt hinterher, nehmen Sie einen Tel der Leine, machen einen deutlichen Schritt auf den Rüden zu und verteidigen Ihren Hund mit der Leine. Nicht schlagen, aber laut werden.
    ">Hau ab" kommt immer gut! In meiner Schule wird das immer wieder geübt, um die Hemmungen abzulegen und unseren Hund zu beschützen. Genießen Sie den Blick Ihres Hundes! Das gibt viele Punkte auf Ihrem Konto .-))))
    Halten sie mich gern auf dem Laufenden, und schreiben Sie mir , wenn es klappt...
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • julie.ill@gmx.de
    julie.ill@gmx.de
    schrieb am 12.05.2021

    Hallo, ich wollte ein Update zu unserer Situation geben!
    Mir ist aufgefallen, dass April sich sehr an unserem Ersthund Carla orientiert. April steht in Rang über Carla. Carla ist eher auf meine Eltern fixiert und April auf mich. Carla bellt draußen andere Hunde an, hat einen Jagdtrieb und kommt gut mit andern Hunden klar (solange sie frei sind). Dabei jagt sie diese gerne. Meine Vermutung ist, dass April sich das bei ihr abgeguckt hat (ich habe sie wahrscheinlich nicht gut geführt). Denn sobald Carla losbellt an der Leine und ihr hinter zB Carla und meiner Mutter/Vater mit April laufe, bellt April ebenfalls. Das macht sie aber nicht bei allen Hunden. Sobald Carla draußen losrennt, rennt April mit etc. Wir gehen morgens manchmal mit noch einem Labrador Rüden und einem spanischen Wasserhund zsm raus (ca. 6 Monate alt). Carla jagt diesen Junghund gerne, was sich April (meine Vermutung) abgeguckt hat und dies dann ebenfalls angefangen hat. Sobald bei ohne Leine sind und die kleine anfängt zu rennen, rennt April hinterher, bellt versucht einzuschränken. Das tut sie auch wenn die kleine an der Flexileine ist. April läuft dann vor sie, stellt ihr Rute auf und schränkt sie ein. In der Hundeschule, wenn wir zum Longieren fahren jault Carla bereits im Auto und fängt an zu fiepen, wenn sie den Platz sieht. April macht dies nun ebenfalls.

    Sie haben mir den Rat gegeben, dass ich jetzt führe. Das versuche ich umzusetzen. Rennt Carla nun draußen los, rufe ich April (sie kommt dann auch fast immer, einmal leider erst später als Carla hinter Vögeln hergelaufen ist, dabei rennt sie Carla hinterher und nicht den Vögeln). Wenn wir zsm anderen Hunden an der Leine begegne, versuche ich Abstand zwischen uns und Carla zu bringen: ich laufe mit April vor, oder ich lasse mich zurückfallen und laufe mit April hinterher (ich bin immer zwischen April und fremder Person/Hund). Dabei bleibe ich ruhig, lasse die Leine locker und achte darauf, dass April nicht vor läuft. Dabei benutze ich die Technik von Maike Nowak (sobald April vor laufen will kommt von mir ein sht, also eine Warnlaut, läuft April trotzdem vor schränke ich sie ein, indem ich meinen Oberkörper zu ihr hindrehe oder eine Hand vor ihren Kopf halte (im Timing, sobald sie trotz Warnlaut vorbeiläuft) oder indem ich meinen Oberschenkel einsetzte (ebenfalls vor ihren Kopf). April reagiert darauf in der Regel sehr gut. Sobald aber ein anderer Hund kommt klappt das entweder super oder April versucht sich aus ihrem Halsband zu winden und springt rum. Dann bleibe ich ganz ruhig stehen und beachte sie nicht.)) Diese Regel wende ich an sobald April an der Leine ist. Eine Hundebegegnung mit freilaufenden Hunden hatten wir nicht, nur mit dem Labrador mit dem wir öfter raus gehen und einer alten Hundedame. Beide kennt April und ignoriert auch beide. Streichle ich einen Hund (egal welchen) und April kommt schiebe ich sie weg, was sie sofort akzeptiert.
    Ich schaue April nur an, wenn ich sie lobe oder etwas von ihr möchte. Ist das richtig? Denn April schaut mich sehr oft an. Im Freigang auch. Sie läuft vor, dann guckt sie mich an, wartet und läuft weiter. Wäre das richtig, wenn ich sie dann lobe, wenn sie mich anguckt? Generell schaut sie mich sehr oft an, läuft mir hinterher wenn ich zB von Wohnzimmer in mein Zimmer nach oben gehe. Manchmal folgt sie mir auch erst später. Ich ignoriere sie komplett wenn sie mir hinterherläuft. Steht sie im Weg laufe ich entweder Drumherum oder remple sie leicht weg ohne sie anzugucken.
    Um nochmal auf den kleinen Wasserhund zurückzukommen: Verhalte ich mich richtig? Wir haben eine Regel ausgemacht, dass entweder April oder die kleine frei laufen darf. Sobald April die kleine einschränken möchte (April ist frei, sie an der Flexileine (leider)), laufe ich mit grader Körperhaltung zwischen sie ohne beide anzugucken (April ist dann sehr irritiert und guckt mich an). Manchmal bin ich nicht schnell genug, da ich aufgrund Knieproblemen nicht rennen kann. Was kann ich dann tun? Und wenn die kleine schneller läuft und April ,,attackiert‘‘ sie, stelle ich mich schützend vor die kleine oder nehme April weg von ihr.
    Verhalte ich mich richtig?

    Vielen Dank im Voraus für das Durchlesen des langen Textes!!

    LG

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend, Sie machen das richtig gut.Hier noch ein paar Kleinigkeiten.
    oder indem ich meinen Oberschenkel einsetzte (ebenfalls vor ihren Kopf).
    Ich finde das Sht von Maja Novak überflüssig, besonders die Körperdrehung. Ich finde, dass man sich lächerlich macht.
    Wir sind immer die Guten und bedrohen nicht. Da finde ich den lässigen Einsatz des Oberschenkel besser, das rate ich auch.

    Streichle ich einen Hund (egal welchen) und April kommt schiebe ich sie weg, was sie sofort akzeptiert.
    DAs ist sehr unfair! Was soll Ihr Hund von Ihnen denken? Ich füttere oder streichle keine fremden Hunde, das würde ich lassen, und lieber April
    streicheln, wenn andere Hunde dabei sind, um sie als Ihren Hund auszuzeichnen.

    Sie läuft vor, dann guckt sie mich an, wartet und läuft weiter. Wäre das richtig, wenn ich sie dann lobe
    Der Blick des Hundes ist für uns ein Bindungsangebot: Wir gehören zusammen nicht wahr? Aber klar mein Hund, Lächeln, Loben, bestätigen!!!
    Immer und in jedem Fall. Verhalten Sie sich immer überlegen: Ihr Hund sucht Ihre Nähe, und Sie freuen sich darüber und zeigen es.

    stelle ich mich schützend vor die kleine oder nehme April weg von ihr.
    Verhalte ich mich richtig?
    Auf jeden Fall nehmen Sie April weg von Ihr. Bei allem, was Sie tun geht Sie nur Ihr Hund und sein Verhalten etwas an. Sie helfen ihr in allen Situationen und bei allen Gelegenheiten damit zurecht zu kommen!!
    Zu den vorgenannten Fällen: Versuchen Sie die Rollen zu tauschen:
    Ihr Mensch läßt Sie stehen, um mit einem anderen zu spielen und kommt nicht mehr,
    Ihr Mensch streichelt andere Hunde und schiebt sie weg.
    Wenn Sie nicht sicher bei einer Sache sind, wechseln Sie die Seiten, Sie wissen sofort, was Sie zu tun haben

    läuft mir hinterher wenn ich zB von Wohnzimmer in mein Zimmer nach oben gehe. Manchmal folgt sie mir auch erst später. Ich ignoriere sie komplett wenn sie
    Mein Huhnd möchte da sein, wo ich bin. Er schläft an meiner Seite und fühlt sich sicher. Ich lobe ihn dafür. sehe ihn an und lächle.
    Bitte vergessen Sie das dumme Geschwätz mit Dominanz. Das heißt übersetzt: Guter ideenreicher, liebevoller und beschützender Mensch.
    Wenden Sie sich mit voller Liebe ihrem Hund zu, setzen Sie Grenzen, wo es sein muss, ignorieren Sie nur, was er sich selbst beigebracht hat: Bellen an der Tür, freuen Sie sich und loben ihn, wenn er es läßt.
    Hunde sind hochentwickelte soziale Rudeltiere, schauen Sie Ihren Hund an, lächeln Sie sie an, bleiben Sie gelassen...
    Sie schaffen das...
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • julie.ill@gmx.de
    julie.ill@gmx.de
    schrieb am 24.06.2021

    Guten Abend!

    Ich habe leider ein neues Problem mit April! Die Situation mit anderen Hunden hat sich toll entwickelt, das klappt momentan alles super.
    Allerdings waren wir neulich das erste Mal dieses Jahr an einem Hundestrand (See). Letztes Jahr waren wir oft an Seen und auch am Meer und alles hat wunderbar geklappt. Doch dieses Mal war eine Katastrophe. Ich habe meine Hündin nicht wiedererkannt. Sobald das Wasser in Sicht war, ist April durchgedreht. Sie hat gejault, gefiept, wie verrückt gezogen, versucht sich aus Halsband und Geschirr zu winden, hat sich aufgebäumt und so weiter als sie Menschen/Hunde im Wasser gesehen hatte. Als ich am Wasser war hat sie dann dasselbe gemacht. Es gab da kurzen Kontakt mit anderen Hunden, ohne Probleme. Ich hab versucht ein bisschen mit ihr zu schwimmen, dabei musste sie immer was im Maul haben, was sie an Land tragen kann. Hab ich das gemacht, hat sie Ihre Umgebung vergessen. Sobald ich aufgehört habe, ist sie wieder durchgedreht. Ich habe alle Kommandos mit ihr durchgespielt (Sitz, Platz, Pfote, Männchen, Dreh dich etc.). Das ging super, habe sie da mit Leckerlis belohnt. Aber sobald ich auch nur eine kleine Pause machen wollte ging es von vorne los. Und wenn jmd geplanscht hat war es ganz schlimm. Ich habe währenddessen versucht ganz ruhig zu bleiben, habe sie nicht angeguckt wenn sie sich so aufgeführt hat und bin weg vom Wasser. Habe mich etw entfernt hingestellt, sie sitzen lassen (hinter mir). Sobald sie dann nach vorne schnellen wollte, hab ich sie zurück gedrängt mit meinem Knie und sie wieder sitzen lassen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit meinen Nerven am Ende war. Meine Haut war total zerkratzt und ich wusste nicht mehr weiter. Wir sind dann gegangen irgendwann (ich denke viel zu spät).

    Die nächsten Tage bin ich mit ihr auf Rat meiner Hundetrainerin nochmal an einen anderen See gefahren, ganz früh morgens. Dort bin ich erstmal ruhig auf einer Decke geblieben, habe sie sitzen lassen und gewartet. Dabei habe ich sie mit Leckerlis belohnt, wenn sie liegen geblieben ist. Dann habe ich sie liegen gelassen und bin zum Wasser. Das war sehr schwer für sie und ich musste sie mehrmals korrigieren. Dann habe ich ein bisschen mit den Beinen geplanscht bin am Ufer hin und her gelaufen. Am Ende hat es geklappt, dass sie gewartet hat bis ich sie gerufen habe. Zum Schluss durfte sie ins Wasser und hat Stöckchen geholt. Am nächsten Tag sind wir nochmal an den See. Das hat wieder nicht so gut geklappt (ich selbst war dann auch sehr frustriert und habe es denke ich an ihr ausgelassen leider). Dort war dann eine Paddlerin auf dem Wasser, da ist sie wieder ausgetickt. Meine Eltern waren mit unsere anderen Hündin auch mit. Ich habe versucht April sitzen zu lassen (entfernt vom Ufer) und ans Ufer zu meinen Eltern zu gehen, was nicht geklappt hat. April wollte immer zum Wasser, hat gejault, stand völlig unter Strom, hat nicht gehört usw. Dann habe ich aufgegeben und sie einfach laufen gelassen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt alleine im Wasser. April ist dann gleich ins Wasser gesprungen und suchend umher geschwommen, weil sie immer wad braucht, was sie aus dem Wasser an Land bringen kann. Dann irgendwann ist etwas entfernt ein anderer Hund ins Wasser und April wollte sofort hin, hat gejault und ist wieder ausgerastet. Die ganze Zeit vom Parkplatz bis zum See und wieder zurück habe ich das Gefühl, dass Aoril nur unter Strom stand.
    Was kann ich jetzt machen? Ich verstehe auch nicht, warum es letztes Jahr so gut geklappt hat und sie sich jetzt so aufführt. Was mache ich falsch? Und wie kann ich April führen, dass wir wieder normal baden gehen können?

    Vielen Dank schonmal für das Durchlesen!
    Liebe Grüße

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.06.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich weiß es auch nicht. Ich habe das Problem, dass Sie mir schildern, was passiert, aber ich sehe IHR Verhalten, IHRE Ausstrahilung, IHR Verhalten nicht.
    Es könnte sein, dass es ein Verhalten oder ein Erlebnis aus Ihrem vorherigen Leben ist. Ich spinne jetzt mal: Die vorherigen Menschen sind vor ihren Augen ertrunken, sie hat ein Trauma, was voll hochkommt.Was nicht passt, dass es letztes Jahr geklappt hat. Irgendetwas war dieses Jahr anders...
    Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass ich denke, dass es an Ihnen liegt, wie fast immer bei allen Problemen, aber dafür müsste ich Sie sehen - so bin ich am Ende meiner Ideen angelangt. Es tut mir wirklich leid...
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • julie.ill@gmx.de
    julie.ill@gmx.de
    schrieb am 25.06.2021

    Ich habe April erst seit einem Jahr. Vorher war sie 5 Jahre lang in einem kroatischen Tierheim. Also ihr ganzes Leben lang.
    Trotzdem vielen Dank für Ihre Hilfe!

    Liebe Grüße

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