Wie kann man den Jagdtrieb eines Hundes umlenken?

Thema: Allgemeines
  
kerstin_99 schrieb am 22.09.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
wir haben einen Jack Russel Rüden kastriert 3 Jahre. Leider bekommen wir sein Jagdfieber nicht so geregelt, dass er aktl. nur noch an der Schleppleine laufen darf. Futterdummy apportieren liebt er, ist auch voll dabei, aber sollte eine Katze, Reh, Eichhörnchen vorbeikommen ist der Futterbeutel egal! Ich möchte es nun mit Antijagdtraining mit Reizangel versuchen. Ich weiß, dass man anfangs max. 5-10 min. am stück trainieren soll. Meine Frage ist wie oft/lange täglich/wöchentlich sollte ich dies anfangs konsequent trainieren, damit er nicht überanstrengt wird?

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Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (4)

    Hallo Kerstin,
    Sie haben ja schon mal gut angefangen mit dem Antijagdtraining. Das Trainieren mit dem Futterbeutel ist super. Auch das Training mit der Reizangel wird Sie wohl wieder etwas weiter bringen.
    Allerdings wurde der Jack Russel zur Jagd gezüchtet und aus dem Grund werden Sie den Jagdtrieb vielleicht etwas umleiten, aber niemals ganz unterdrücken können.
    Wie oft und wie lange Sie trainieren können hängt von dem Hund ab. 5-10 min., wie Sie geschrieben haben, sind ok für den Anfang.
    Wichtig ist dabei die Impulskontrolle. Lassen Sie den Hund sich dabei ablegen und erst auf Kommando hinterher rennen.
    Das können Sie aber auch super mit dem Futterdummy üben, vielleicht zusätzlich und/oder abwechselnd. Werfen Sie den Dummy, lassen den Kleinen aber auch hier erst auf Kommando hinterher rennen.
    Bei meiner ersten jagdtriebigen Hündin (Husky-Schäferhund) habe ich das soweit gesteigert, dass ich sie während dem hin laufen zum Dummy abrufen konnte. Das hat dann auch beim Wild später funktioniert.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • kerstin_99
    kerstin_99
    schrieb am 23.09.2021

    Hallo Ellen, danke für die schnelle und kompetente Antwort.

    Sowohl mit dem Futterdummy, wie auch mit der Reizangel läuft Sunny nicht unkontrolliert hinterher, er wartet brav bis er los geschickt wird, auch wenn ich wie wild vor ihm hin und her schwenke :)

    Unser Problem ist eher, dass er unkontrollierbar ist, wenn er erstmal ein potentielles "Beutetier" gesehen bzw. gewittert hat. Auch an der kurzen leine, schaltet er dann erstmal auf Durchzug, kommt dann aber relativ schnell wieder runter.

    Ich habe auch seit längerem eine Hundepfeife, ohne und mit leichter Ablenkung z.B. auf dem Weg zum Futterdummy, reagiert er auch darauf super. Leider gab es nun schon ein paar mal dazu, dass ich gepfiffen hab, als er gerade abgezischt ist. Da kam er natürlich nicht. Ich will genau das mit der Reizangel trainieren.

    Mir wurde schon öfter gesagt, dass man Jack Russel wohl nicht ohne Leine laufen lassen kann, dass kennen Sie bestimmt wegen ihrer Husky Hündin auch.

    Falls sie noch den einen oder anderen Tipp für mich haben, gerne her damit.

    freundlichen Gruß
    Kerstin

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Kerstin,
    meine Husky Hündin konnte ich später immer ohne Leine laufen lassen, selbst, wenn Rehe weg gingen. Aber ich habe eine Malinois/Jagdterrier Hündin und da wird es schwieriger. Zu 100% kann ich mich auf sie nicht verlassen. Ich kenne aber Jack Russel Terrier aus meiner Hundeschule, welche nach dem Antijagdtraining absolut sicher gehorcht haben. Es kommt immer auf den einzelnen Hund an.
    Mir ist aber schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass, wenn meine Hunde, wenn sie Wild hinterher rennen, schon einige Male sofort umgekehrt sind, wenn ich gepfiffen habe. Beim Rufen funktioniert das nie. Deswegen ist die Pfeife, die auch ich jetzt immer dabei habe, eine gute Idee.
    Was ich auch schon gemacht habe ist, intensives Training an der Schleppleine in wildreichem Gebiet. Mit der Zeit weiß man ja, wo mehr und wo weniger Wild zu finden ist.
    Oder Sie können es, da Ihr Hund ja auch auf Witterung reagiert, mit Wildduft versuchen. Eine Spur damit legen und darauf den Gehorsam trainieren.

    Liebe Grüße
    Ellen

  • kerstin_99
    kerstin_99
    schrieb am 23.09.2021

    Hallo,
    na das klingt dann schonmal vielversprechend. ich werde uns mal ein paar Monate zeit geben und ihnen dann hier eine Rückmeldung geben. Lieben Dank und Alles Gute. Kerstin und Sunny

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Gerne 🙂 Ihnen auch alles Gute

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