Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund springt beim Agilitytraining hoch und bellt

Thema: Allgemeines
  Rheinland-Pfalz
askan schrieb am 09.11.2014   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Kromfohrländer, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, also ich versuche es so kurz wie möglich u beschreiben: Wir machen Agility für Anfänger seit einem 3/4 Jahr. Hund kennt die Grundkommandos bei den Geräten und hatte bisher immer viel Spaß, er wurde auch immer für seine schnelle Auffassungsgabe gelobt. Nun fängt er an - schon beim Abholen (bis er dran ist, ist er an angebunden, wie alle Hunde auch außen herum) nach dem ersten Schritt von mir hin und her und hoch zu springen und dabei (mich) anzubellen. Ich warte dann einen kurzen Augenblick, bis er ruhig ist und gehe zum Anfang. Sitzen und ableinen funktioniert noch Dann rufe ich ihn ab und möchte weiter gehen zum nächsten Hindernis und dann fängt er schon wieder an sich nach mir umzudrehen und zu bellen, dreht sich und ist einfach nur noch aufgeregt. So ist kein Parcour mehr zu schaffen. Ich möchte betonen, dass das am Anfang nicht so war, es wird von Zeit zu Zeit schlimmer. Die Trainerin meinte, ich würde mich nicht genug bewegen und der Hund weiß daher nicht, was er als nächstes machen soll, würde ich sofort glauben, wenn er nicht schon beim Abholen so reagieren würde. Es muss noch ein anderes Problem geben. Meine Frage wäre daher: wie verhalte ich mich richtig, wenn er so ist:: ignorieren und weitermachen, oder wieder von Anfang an oder mit der Übung ganz aufhören, damit er merkt, dass es so nicht geht. Manchmal schreie ich ihn schon richtig an AUS und HÖF JETZT AUF - hilft aber nur kurz.
Danke im Voraus für jeden Tipp.

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Antworten(11)

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 09.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    schreien ist sehr schlecht, damit merkt er das Sie überfordert sind und die Situation nicht im Griff haben. Also immer ruhig bleiben. Meine Fragen wären noch wie alt ist der Hund jetzt? Und wie ist er vom Charakter sonst? Meine Vermutung ist, dass er immer hektischer und gestresster wird. Und eventuell mit Agility überfordert ist? Oder das er sonst auch ein hektischer Typ ist und durch diesen Sport noch mehr aufgeputscht wird?
    Man könnte dann eine bewusste Ruhe in die Übungen bringen, den Hund an die Leine nehmen und die Übungen in Zeitlupe machen.
    Aber auch darauf achten ob der Hund wirklich ruhig ist bevor Sie beginnen.
    Dazu an den Start stellen und ohne Befehle einfach warten bis sich der Hund von alleine hinsetzt oder hinlegt. Erst dann ist er entspannt. Durch einen Sitzbefehl ist er zwar konditioniert ist dabei aber nicht unbedingt entspannt.
    Wenn Sie mir etwas mehr Informationen schicken könnten, kann ich auch besser helfen.
    Es grüßt Elke Heese

  • askan
    askan
    schrieb am 10.11.2014

    Hallo Frau Heese, danke für Ihre Antwort. Askan ist am 16.07.2011 geboren,also etwas älter als 3 1/4 Jahre. Charakterlich ist er eher ein zurückhaltend, vor Sachen, die er nicht kennt, ängstlich. Aber wenn er Bescheid weiß, meint er auch schon mal, was machen zu können, ohne Befehl. Obowohl wir von Beginn an in der Hundeschule waren, ist er mit anderen Hunden beim Spielen grob, entweder er mag einen Hund, meistens nur die Hündinnen, wenn nicht, zeigt er ihnen auch schon mal durch bellen und zähnefletschen, lass mich in Ruhe. Er hat noch nie gebissen, aber es sieht aggressiv aus. Daher muss ich auch oft aufpassen, vor allem beim Begegnen mit andern Hunden an der Leine, aber hieran arbeite ich auch schon. Z,. B. ist er sehr neugierig, er muss alles beobachten, wenn jemand kommt oder vorbeiläuft, er lässt sich dann leicht ablenken und ich muss ihn wieder auf mich konzentrieren. Er meint, er muss alles regeln und aufpassen.
    Ja was soll ich noch schreiben, sonst haben wir ein sehr gutes Verhältnis, er ist für mich wie ein vollwertiges Familienmitglied, er hat die Begleithundeprüfung mit Bravur bestanden, hört auch auf jeden Befehl sofort (außer es sind andere Hunde in der Nähe), hat keinen Jagdtrieb. Kann ihn im Wald frei laufen lassen. Laufe nicht nur mit ihm, mache immer Suchspiele oder andere Spiele mit ihm unterwegs. Außer Agility sind wir noch in einer Hobbygruppe, heißt, dort machen wir verschiedenes: Dogdancing, Obidience, Unterodnung aus Spass also nicht gezwunden. Dort dürfen nur Hunde mitmachen, die eine Begleithundeprüfung haben. Ach ja, einmal wöchentlich noch Mantrailing. Ich mache, weil ich dachte, ein Hunde braucht Abwechslung, sowohl körperlich als auch geistig. Daheim übe ich mit ihm dann manchmal noch Unterordnung und unsere gelernten Tricks. Vielleicht - wenn ich das jetzt alles so zusammenfasse- gebe ich ihm zu viel Aufmerksamkeit?
    Ich habe 2 Jungs 12/14 Jahre, die wollen ihn immer knuddeln, dann knurrt er - aber sonst nichts. Sonst machen sie nicht viel mit dem Hund, daher will er von ihnen auch nicht viel wissen bzw. nimmt auch nur ungern Befehle von Ihnen an. Oder wenn sie sich gängeln, geht er dazwischen mit gebell. Spielen tut er gerne mit ihnen.
    Sonst ist er wie in der Rassebeschreibung steht: fremde Menschen sind ihm nicht geheuer, Bezugsperson bin eigentlich nur ich, meinen Mann mag er aber auch, der geht abends mit ihm die letzte Runde. Ich hoffe, ich konnte Ihnen meinen Hund etwas beschreiben und Sie haben einen Rat für mich. Gerne sende ich Ihnen noch mehr Infos, wenn Sie diese benötigen.
    Viele liebe Grüße aus der Südwestpfalz
    Eva und Askan

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 10.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ich habe den Eindruck, dass der Hund eventuell zu viel Beschäftigung und Aufgaben hat?!
    Und dadurch ein gewisser Stresszustand erreicht wird. Überlegen Sie mal wieviel Ruhezeit hat der Hund am Tag? Und kann er sich zu Hause entspannen? Oder läuft er Ihnen immer hinterher? Wenn man bedenkt, dass ein Hund am Tage ca. 3 Stunden aktiv ist und den Rest der Zeit schläft oder vor sich hin döst. Wie ist das bei Ihnen? Kann er eventuell zu viel Wachzeiten haben?
    Schreiben Sie doch bitte wie es bei Ihrem Hund so ist.
    Es grüßt Elke Heese

  • askan
    askan
    schrieb am 10.11.2014

    Hallo, ich arbeite vormittags, er ist dann ca. 4 1/2 - 5 Stunden allein. Ich gehe davon aus, dass er sich in dieser Zeit ausruht, zumindest ist die Wohnung in Ordnung, wenn ich nach Hause komme. Wenn ich dann komme, ist er sehr aufgeregt und will sofort von mir begrüßt werden. Obwohl ich das nicht mache und ihn auf seinen Platz schicke, ist es am nächsten Tag wieder so. Dann ziehe ich mich um und wir gehen unseren 3/4 - 1 Stunde Rundgang (fast ausschließlich im Wald, da wir direkt am Wald wohnen). Ja, zu Hause folgt er mir in jedes Zimmer, er ist zwar brav und ruhig, weil er weiß, jetzt ist nicht seine Zeit. Ich kann meine Arbeit erledigen - aber er ist immer dabei. Außer beim Putzen, wenn der Boden nass wird, bleibt er in einem anderen Zimmer, aber von wo aus er mich sehen kann. Er legt sich hin und döst. Sobald ich aber woanders hingehe, oder auch abends - wenn ich meine er schläft - und sich stehe auf, ist er sofort wach und bereit mir nachzulaufen. Soll ich das ändern?
    Viele liebe Grüße
    Eva

  • askan
    askan
    schrieb am 10.11.2014

    Hallo, noch als Ergänzung: morgens kann ich nur kurz laufen gehen, ca. 15 Minuten, abends läuft mein Mann auch noch ca. 3/4 bis 1 Stunde, je nach Witterung, im Sommer meist länger als im Winter. Außer wir haben Hundeschule. VG Eva

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 11.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    die Einschätzung aus der Ferne ist wie immer sehr schwer. Aber das hinterherlaufen könnte eine Art Kontrolle sein. Das er sich nicht entspannen kann, weil er auf Sie aufpassen muss. Das würde bedeuten, das er Ihnen nicht zutraut das SIE alleine in der Welt zurechtkommen. :-(
    Dieser Eindruck könnte bei dem Hund entstehen, wenn Sie in kritischen Situationen selber unsicher reagieren. Vielleicht unbewusst seine Wünsche erfüllen, wie wenn er raus möchte, gestreichelt werden möchte, wenn er Futter haben möchte. Oder es reicht auch, wenn Sie ihn ständig anschauen, knuddeln, ansprechen usw. Er hat das Gefühl das SIE nicht ohne ihn können. ??? Außerdem würde ich an Ihrer Stelle in Situationen eingreifen, wenn der Hund es wagt die Kinder anzuknurren. Da muss er streng korrigiert werden. ( das reicht mit der Stimme)
    Höchstens die Kinder haben den Hund böse geärgert.
    SIE sollten immer eingreifen wenn der Hund ohne Grund andere anknurrt. Denn Sie schreiben, dass er die Situationen kontrolliert und aufpasst. Das sollte Ihre Aufgabe sein.
    Der Hund soll lernen das der Mensch die Entscheidungen trifft und er sich zurücknehmen kann. Erst dann wird er auch in der Lage sein sich im Haus zu entspannen. Weil er dann darauf vertraut, dass der Mensch schon alles alleine regelt.
    Viel Erfolg...

  • askan
    askan
    schrieb am 11.11.2014

    Hallo,
    vielen Dank, ich werde Ihre Tipps berücksichtigen. Wenn er die Kinder anknurrt, sage ich schon etwas. Und ja, ich knuddle ihn schon recht viel, er sitzt bei mir z. B. abends auf der Couch, legt den Kopf auf meinen Schoß und lässt sich streicheln. Meist bestimmt auch er dann, wenn er genug hat. Auch das werde ich abstellen und ihn nur noch streicheln wenn ich das möchte. Es ist einem gar nicht so bewusst, was für Fehler man macht, man denk einfach nur, man hat einen verschmusten Hund. Nochmals vielen Dank. Wenn es Sie interessiert, berichte ich Ihnen demnächst nochmals, wie es läuft.
    Viele Grüße
    Eva Prommersberger

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 12.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Gerne, wenn noch Fragen auftauchen sollten, können Sie gerne schreiben.
    Viele Grüße
    Elke Heese

  • askan
    askan
    schrieb am 13.11.2014

    Hallo, ich hätte da noch eine Frage. Bis eine Verhaltensänderung eintritt, wird es ja etwas dauern. Nun haben wir einmal die Woche Agility. Wie verhalte ich mich richtig beim Abholen, wenn er wieder springt und bellt? Soll ich wieder zurück gehen und ihn nochmals anbinden, also nur weitermachen, wenn er ruhig ist (damit er versteht, so geht es nicht weiter) oder einfach ruhig weitermachen bis zum Start, mit oder ohne Worte? Ich bin mir da nicht sicher, was der richtige Weg ist. Danke nochmals.
    Es grüßt herzlich
    Eva Prommersberger

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 13.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ich würde nur ruhiges Verhalten belohnen. Das heißt, nur wenn er ruhig sitzt oder liegt und das ohne Befehl würde ich mit den Übungen beginnen. Wenn er dann unterwegs springt, gibt es zwei Möglichkeiten, entweder streng verbieten wenn er darauf reagiert loben und wenn nicht würde ich schon die Übung abbrechen und ohne Worte wieder anbinden. Dann abwarten bis er sich beruhigt hat und nochmal probieren.
    Wichtig dabei ist immer erst etwas tolles zu beginnen, wenn der Hund ruhig ist. Und das ist er wenn er sich von alleine hinsetzt oder hinlegt.
    Viel Erfolg..

  • askan
    askan
    schrieb am 14.11.2014

    Hallo,
    vielen Dank für den Tipp, so werde ich es versuchen. Ich berichte dann zu gegebener Zeit.
    Viele Grüße
    Eva Prommersberger

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