Bei dem figurbewussten Tierhalter findet Xylit heutzutage immer mehr Verwendung im Küchenalltag. Zum einen ist es eine kalorienarme Alternative zum Haushaltszucker, zum anderen wirkt es bei uns Menschen auch noch antikariogen und ist somit gut für die Zähne. Doch was genau ist Xylit eigentlich und welche Auswirkungen hat es auf unsere Vierbeiner?

Was ist Xylit?

Xylit, auch Xylitol genannt, ist ein Zuckeraustauschstoff, welcher aus mehrwertigen Alkoholen besteht. Dieser ist natürlicherweise in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Mais, Pilzen, Pflaumen, Beeren … aber auch in der Rinde bestimmter Baumarten vorhanden, weshalb er im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Birkenzucker bekannt ist. Eingesetzt wird Xylit unter anderem in zuckerfreien Kaugummis, diversen Diät- und Diabetikerprodukten, Zahnpasten, als Zuckerersatz beim Backen etc. und findet in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr Anklang.

Gefährlich für Vierbeiner?

Für Hunde ist bereits eine geringe Menge Xylit giftig und kann zu diversen Symptomen wie Schwäche, Erbrechen, Zittern und Krämpfen führen. Der Verzehr von Xylit hat bei Hunden eine starke Ausschüttung von Insulin zur Folge, welche zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) führt. In schweren Fällen kann es sogar zu Leberschäden oder Leberversagen kommen. Die ersten Anzeichen für eine Vergiftung treten in der Regel bereits nach 10 bis 30 Minuten auf.

Sollte Ihr Liebling auch nur kleinste Mengen Xylit konsumieren haben sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme können Sie Ihrem Vierbeiner Traubenzucker oder gezuckertes Wasser verabreichen – aber bitte sprechen Sie auch dies vorab telefonisch mit Ihrem Tierarzt ab! Für Katzen ist Xylit übrigens unbedenklich und hat sogar – wie beim Menschen – eine antikariogene Wirkung.

Xylit und Erythrit

Große Verwirrung herrscht häufig bei der Unterscheidung von Xylit und Erythrit. Im Gegensatz zu Xylit hat Erythrit sowohl für Hunde als auch für Katzen keine negativen Auswirkungen und wird zu 90 % unverdaut ausgeschieden – ein genauer Blick auf die Verpackung kann hier Abhilfe schaffen. Trotzdem raten wir dazu auch nach dem Verzehr von Erythrit ein wachsames Auge auf den Liebling zu haben – sicher ist sicher.

Foto: © New Africa/Adobe Stock

(1)