Tierschutz kennt keine Grenzen – eine Meinung, die in Deutschland immer wieder zu Diskussionen führt, wenn Hundeliebhaber Schützlingen aus dem Ausland ein neues Zuhause geben. Die Alternative: Hilfe vor Ort! In der Nähe von Pitesti, einer rund 200.000 Einwohner starken rumänischen Stadt, befindet sich so eine Hilfe vor Ort, das dem Guinness-Buch nach größte Tierheim der Welt: die Smeura!

Die Smeura - traurige Geschichte mit Happy End

In Rumänien leben tausende Straßenhunde, die mit staatlicher Zustimmung eingefangen und auf grausame Art umgebracht werden. Diese tierschutzwidrigen Machenschaften finden kein Ende, da die Tiere sich immer weiter vermehren und einfach den Platz der „entfernten“ Vierbeiner einnehmen. Immer wieder wandern aus den ländlichen Gegenden futtersuchende Hunde in die Städte. Die einzige Lösungsmöglichkeit ist die flächendeckende Kastration der Straßenhunde, was Politiker vor Ort nicht ermöglichen. Der Verein Tierhilfe Hoffnung aus dem baden-württembergischen Dettenhausen besteht seit 1998 und nahm Kontakt zum Bürgermeister der Stadt Pitesti auf. So konnte die Smeura, zur damaligen Zeit ein städtisches Vernichtungslager für Straßenhunde, übernommen werden, um den Vierbeinern vor Ort zu helfen. Mittlerweile ist aus diesem Ort, an dem schon tausende Hunde ihr Leben lassen mussten, mit vielen Spenden ein Tierheim entstanden, in dem vor allem sehr junge sowie alte und kranke Vierbeiner untergebracht sind. Wie Sie helfen können, damit das Projekt auch weiterhin bestehen kann, lesen Sie auf der Homepage des Vereins.

Und so sieht es heute aus:

40.000 durchgeführte Kastrationen, 4000 Schützlinge im Tierheim (darunter auch Katzen) und täglich 20 – 40 Neuankömmlinge das sind die Zahlen, die die Smeura zum größten Tierheim der Welt machen. Jedem muss dabei klar sein, dass diese Arbeit nicht möglich wäre, wenn nicht ein Teil der Vierbeiner in Deutschland ein neues Zuhause finden würden. Der Tierschutzverein Düsseldorf e.V. nimmt beispielsweise regelmäßig Vierbeiner aus der Smeura auf. Mitarbeiter waren vor Ort und haben sich über die Zustände informiert. In ihrem Bericht heißt es, alle Schützlinge seien in einem guten gesundheitlichen Zustand und verfügen über die nötigen Impfungen und eine Kennzeichnung durch Chip.

Warum holt ein deutsches Tierheim Hunde aus dem Ausland?

In erster Linie ist diese Form der Kooperation natürlich eine Unterstützung unter Tierschutzkollegen. Neben den oben erwähnten Impfungen ist auch ein sicherer Transport auf diesem weiten Weg wichtig. Die rumänischen Hunde werden in geräumigen Boxen sowie einem klimatisierten Fahrzeug transportiert und kommen gut versorgt und entspannt im Düsseldorfer Tierheim an. Das wiederum profitiert auch von den ausländischen Schützlingen. Es gibt so eine größere Auswahl an unterschiedlichen Hundetypen, die mehr Besucher ins Tierheim holen. Auf diese Weise wurden bereits mehr Vierbeiner aus dem Tierheim vermittelt, heißt es.

Foto: © Michael Schindler/fotolia.com

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