Müssen Katzen Zähne putzen? Auch wenn das komisch erscheint ist die Antwort eindeutig "ja". Damit die Tiere rundum gesund bleiben, sollte die Zahnpflege bei den Samtpfoten nicht vernachlässigt werden. Ein ungepflegtes Gebiss kann genauso wie bei uns Menschen unangenehme Folgen haben. Welche das sind und wie Sie die Zähne Ihrer Katze richtig pflegen, verrät Ihnen der folgende Artikel.

Selbsttätige Zahnreinigung durch Kauen

Es empfiehlt sich, Stubentigern täglich etwas zum Kauen in Form von Kaustangen oder einfachem Trockenfutter zu geben. Durch das Kauen wird die selbsttätige Zahnreinigung angeregt. Für die Zahngesundheit von Katzen ist Trockenfutter in jedem Fall besser geeignet als feuchtes Futter. Durch das Zerknacken der kleinen Brocken reinigen sich die Zähne der Katze mechanisch, wodurch Zahnbelag vom Gebiss abgerieben und das Zahnfleisch massiert wird. So wird es optimal durchblutet und die Elastizität des Zahnfleisches bleibt erhalten. Um Zahnstein vorzubeugen gibt es sogar spezielles Zahnpflege-Trockenfutter. Wer seinen Stubentiger nicht ausschließlich mit Trockenfutter ernähren möchte, sollte auf das spezielle Zahnpflege-Trockenfutter zurückgreifen. Je nach Futtermittelfirma reicht ein Anteil von circa 25% an der Gesamtmahlzeit aus, um einen zahnreinigenden Effekt zu erzielen.

Zähneputzen ist wichtig!

Zusätzlich zur Gabe von Trockenfutter oder Kaustangen können Sie regelmäßig die Zähne Ihrer Samtpfote putzen. Dadurch können Sie auf einfache Weise Entzündungen und Erkrankungen des Zahnfleisches vorbeugen. Spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta mit wohlschmeckendem Hühnergeschmack erhalten Sie in vielen Tierhandlungen. Diese Hilfsmittel sollen die oft schwierige und bei den meisten Stubentigern unbeliebte Prozedur des Zähneputzens vereinfachen. Reagiert Ihre Katze ablehnend auf den Versuch, die Zähne zu putzen, sollten Sie sie jedoch nicht zwingen fortzufahren, sondern die Zahnreinigung stattdessen Ihrem Tierarzt überlassen.

Folgen einer schlechten Zahnhygiene bei Katzen

Nach jeder Mahlzeit verbleiben auch bei Katzen Nahrungsreste zwischen den Zähnen, die Bakterien begünstigen. Diese führen zunächst nur zu Mundgeruch, lassen aber auch Säuren und Zahnbelag entstehen, die das Zahnfleisch der Katze angreifen. Dadurch kann es zu Entzündungen kommen, die im schlimmsten Fall zu Zahnausfall führen. Die meisten Zahnerkrankungen und ihre Folgen sind bei Katzen nur mit großem medizinischem Aufwand zu behandeln. Wenn sich Zahnstein erst einmal gebildet hat, reicht Zähneputzen alleine nicht mehr aus. Der Zahnstein muss dann vom Tierarzt unter Narkose entfernt werden. Um Ihrem Liebling das zu ersparen, sollten Sie großen Wert auf Vorsorge legen. Der Abschluss einer Katzenkrankenversicherung empfiehlt sich, wenn man anfallende Tierarztkosten nicht komplett selbst tragen möchte.

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