Oh Schreck, die Pubertät! Eine schwierige Zeit, um die auch unsere Vierbeiner nicht herum kommen. Es ist der Weg zum Erwachsenwerden. Die Hormone spielen verrückt und der liebe, mühevoll erzogene Hund wird plötzlich zum richtigen Chaot. Aber nicht gleich verzweifeln: Wir haben Ratschläge für Sie zusammengestellt, mit denen das Erwachsenwerden Ihres Hundes fast ein Kinderspiel wird!

Wie äußert sich die Pubertät?

Es wirkt, als hätte Ihr Hund plötzlich alles vergessen: „Sitz“ und „Platz“ wurden scheinbar noch nie gehört und die verzweifelten Versuche, es ihm wieder in Erinnerung zu rufen, werden gekonnt ignoriert. In der Pubertät bilden und verbinden sich beim Hund neue Gehirnzellen, bestehende Zellen-Verknüpfungen werden überprüft und manchmal hat man als Besitzer das Gefühl, die linke Gehirnhälfte weiß scheinbar nicht was die rechte tut. Die jungen Hunde bekommen auf einmal einen größeren Kopf, einen breiteren Brustkorb und verlieren ihr weiches Babyfell. In der Geschlechtsreife fangen sie an, häufig ihre Umgebung zu markieren. Pubertierende Rüden versuchen außerdem, ihre Grenzen auszutesten und suchen den spielerischen Kampf mit Ihnen und anderen Hunden. Dabei wird die Rangordnung zwischen Hunden, aber auch zwischen den zwei- und vierbeinigen Familienmitgliedern festgelegt. Häufig zeigen Hunde in der Pubertät zwei unterschiedliche Gesichter: Besonders selbstbewusstes und herausforderndes Verhalten, aber auch große Empfindlichkeit und Angst vor Dingen, die vorher kein Problem darstellten. Bei Hündinnen beginnt die Pubertät meistens im Alter zwischen sechs und 18 Monaten. Rüden werden in der Regel erst zwei bis drei Monate später geschlechtsreif. Generell geht die Pubertät bei kleineren Hunderassen früher los.

Was kann man als Hundebesitzer tun?

In erster Linie sollte man Geduld sowie eine gewisse Portion Humor besitzen. Besonders in der Pubertät ist es wichtig, einen Mittelweg zwischen Konsequenz und Nachsicht zu finden, da Ihr Hund sich höchstwahrscheinlich viele Patzer leisten wird. Konsequentes Festhalten an den bereits vor Beginn der Pubertät festgelegten Regeln ist sehr wichtig, aber dennoch wird Ihr Hund sicherlich nicht immer wie gewünscht reagieren. Akzeptanz und Verständnis für das veränderte Verhalten Ihres Lieblings helfen, durch diese nicht ganz einfache Zeit zu kommen. Wenn Ihr Hund doch eine Grenze überschreitet: Bleiben Sie ruhig und sehen Sie es als Herausforderung! Mit Enttäuschung oder Wut zu reagieren, führt genau zum Gegenteil - Die Fellnase denkt, Sie haben die Situation nicht im Griff und wird versuchen, das zu seinem Vorteil auszunutzen. So verlieren Sie unter Umständen Ihren Platz an der Spitze der Rangordnung und müssen letzten Endes einen Hundetrainer engagieren, der Ihrem Liebling wieder Gehorsam beibringt.

Homöopathische Unterstützung

In vielen Fällen können neben der richtigen Erziehung homöopathische Mittel helfen, das Körpergleichgewicht wieder herzustellen und die Schwierigkeiten in der Pubertät einzugrenzen. Die homöopathische Behandlung wird von der Tierkrankenversicherung übernommen, wenn ein niedergelassener Tierarzt sie verordnet. Fragen Sie bitte vorher einen Tierarzt, ob er eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln empfehlen würde.

Der wichtigste Tipp noch einmal zum Schluss: Bewahren Sie unbedingt Geduld und Ruhe, auch wenn es bei einigen Hunden bis zu zwei oder drei Jahren dauern kann, bis die Pubertät überstanden ist. Je ruhiger, konsequenter, aber auch liebevoller Sie sind, desto mehr wird sich das später in einer wunderbaren Beziehung zu Ihrem Liebling auszahlen.

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