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Artgerechte Katzenhaltung

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren und haben im Haus auf viele Menschen eine beruhigende Wirkung: Sie warten nach einem anstrengenden Arbeitstag an der Tür, erweisen sich als Spielkamerad und Seelentröster und begleiten ihre Besitzer stets durch dick und dünn. Hat ein Stubentiger erst einmal sein Herz geöffnet, erweist er sich als treuer Gefährte. Gehört eine Katze aber tatsächlich ins Haus?

Stubentiger – auch „Indoor-Katzen“ müssen raus

Alle Samtpfoten benötigen ausreichend Beschäftigung und eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht, ihre hoch entwickelten Sinnesorgane einzusetzen und auf Erkundungstour zu gehen. Junge Tiere gewöhnen sich am ehesten an ein Leben in vier Wänden. Kratzbäume dienen dann als Rückzugs- und Pflegemöglichkeit, außerdem bleiben so Möbel und Gardinen von den scharfen Krallen verschont. Idealerweise finden Herrchen oder Frauchen pro Tag mehrere Stunden Zeit für ihr Tier oder schaffen gleich zwei schnurrende Mitbewohner an. Doch auch eine reine „Indoor-Katze“ sollte Möglichkeiten bekommen, ihr Näschen ins Freie zu halten: Ein gesicherter Balkon stellt einen luftigen Aussichtspunkt dar.

Freigänger – eine Ausgangssperre ist auch manchmal nötig

Findet ein älteres Tier mit Freilufterfahrung den Weg in ein neues Heim oder soll ein junges Kätzchen von Anfang an die Umgebung erkunden können, erfordert dies besondere Vorsichtsmaßnahmen sowie eine intensive Kennenlernphase zwischen Katze und Mensch. Erst wenn das Tier seine neue Bleibe angenommen hat, kann es auf Streifzug gehen. Auch im Falle eines Umzugs empfiehlt sich eine „Ausgangssperre“ von zwei bis drei Wochen. Insbesondere für Freigänger sind feste Futterzeiten ein Grund heimzukehren und der Halter kann diese Routinen zur Kontrolle nutzen, ob sein Tier gesund zurückkommt. Entläuft der Vierbeiner doch einmal, dient ein kleiner, vom Tierarzt eingesetzter Chip der Zuordnung zu einem Besitzer. Außerdem sollte für kleine Streuner ein umfangreiches Impfprogramm zur jährlichen Vorsorge dazu gehören.

Fazit

Gute Argumente lassen sich sowohl für eine Wohnungshaltung wie auch für regelmäßige Streifzüge in der Natur finden. Wichtig ist nur, die Katze an ein Leben mit uns Menschen zu gewöhnen und somit das Katzenjammer zu vermeiden.